Wasserversorgung

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Bei Fragen zu Rechnungen: Ursula Staubli
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Bei allen übrigen Fragen
und Anliegen:

Walter Bürgi
Leiter Abt. Bau, Planung,
Umwelt, Werke
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Fax  056 641 90 91
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Rechtsform und Aufgaben

Die Wasserversorgung Eggenwil ist ein Gemeindewerk (Spezialfinanzierung). Das Wasserwerk hat die Aufgabe, die Bevölkerung, das Gewerbe und die Landwirtschaft jederzeit mit ausreichend hygienisch einwandfreiem Trinkwasser zu versorgen. Ausserdem muss die Kapazität des Netzes genügen, um Störungssituationen zu beherrschen und Brandbekämpfungseinsätze der Feuerwehr mit dem erforderlichen Löschwasser bei ausreichendem Druck zu gewährleisten.


Wasserversorgungsanlagen

Gesamtschema Wasserversorgung EggenwilDas Wasserversorgungsnetz Eggenwil ist in den letzten 100 Jahren erstellt und kontinuierlich ausgebaut worden. Heute besteht die Wasserversorgung aus einer 2-zonigen Anlage.

Die Hochzone wird durch das Reservoir Hohfoor versorgt, welches ausschliesslich durch das Quellwasserpumpwerk Bürgisserberg eingespeist wird. Das überschüssige Quellwasser kann in die Niederzone resp. in das Reservoir Bürgisserberg abgegeben werden.

Die Versorgung der Niederzone erfolgt durch das Reservoir Bürgisserberg. Dieses wird gespiesen durch überschüssiges Wasser aus der Hochzone sowie gepumptes Wasser des Grundwasserpumpwerkes Erlismatt. Zudem besteht seit 1984 die Möglichkeit, von der benachbarten Wasserversorgung Bremgarten direkt über einen Klappschacht in die Niederzone Eggenwil einzuspeisen. Damit kann die Versorgung jederzeit und auch bei steigender Einwohnerzahl problemlos gewährleistet werden.

Leitungsnetz und übrige Anlagen

Das öffentliche Hauptleitungsnetz der Wasserversorgung Eggenwil weist eine Länge von rund 7 km auf und hat einen Wiederbeschaffungswert von 4,6 Mio. Franken. Zudem umfasst die Wasserversorgung die Reservoire Hohfoor und Bürgisserberg, das Quellpumpwerk Bürgisserberg (120 l/min, Förderhöhe 105 m), die Quellen Rigelstuhl inkl. Brunnstube, das Grundwasserpumpwerk Erlismatt (150 l/min, Förderhöhe 125 m), 68 Hydranten und verschiedene Steuerkabel. Auch die Wasserzähler stehen im Eigentum der Wasserversorgung Eggenwil.

Seit dem Jahr 2002 verfügt die Gemeinde Eggenwil über eine der modernsten Wasserfernsteueranlagen. Diese ermöglicht es, die gesamte Versorgung vom Gemeindehaus aus zentral zu steuern und zu überwachen.

Anteile Quell-/Grundwasser, Verbrauch

Der Quellwasseranteil beträgt 45 %. Der Netto-Jahresverbrauch liegt bei rund 70'000 m³.


Qualitätssicherung

Mikrobiologische, physikalische und chemische Trinkwasserkontrollen

Die Wasserversorgung unterliegt einer strengen Qualitätssicherung. Die regelmässigen mikrobiologischen Eigenkontrollen sowie die Inspektionen durch das kantonale Amt für Verbraucherschutz mit zusätzlichen physikalischen und chemischen Kontrollen bestätigen die einwandfreie Qualität des Trinkwassers. Die Konsumentinnen und Konsumenten werden jeweils  in den amtlichen Publikationen im Bremgarter Bezirks-Anzeiger und auf dieser Gemeindehomepage unter der Rubrik "Aktuelles" über die Prüfungsergebnisse bzw. die Wasserqualität informiert. Einzelheiten zu den Untersuchungen können auch bei der Gemeindeverwaltung eingesehen werden.

Gesamthärte des Wassers

Die Gesamthärte des Wassers ist ein Mass für die Summe der Calcium- und Magnesiumsalze (Härtebildner) und wird in °fH (= Grad französischer Härte) angegeben. Mit einem Härtegrad zwischen 31,6 und 40,8 °fH * (Grundwasser/Quellwasser) gilt das Eggenwiler Wasser als hart.

Nitratgehalt des Wassers

Mit Werten zwischen 10 und 15 mg/l * liegt der Nitratgehalt innerhalb des Qualitätszieles.

* Ergebnisse der am 21.8.2012 durch das kant. Amt für Verbraucherschutz erhobenen Proben

Wasser ist ein kostbares Gut und unser wichtigstes Lebensmittel.
Gehen Sie bitte sparsam damit um.


Ausbau und Werterhalt

Generelle Wasserversorgungsplanung (GWP)

Um den stets ändernden Anforderungen zu genügen, muss die Wasserversorgung mit allen ihren Anlageteilen von Zeit zu Zeit übeprüft und gegebenenfalls ausgebaut werden. Dazu sind meist erhebliche Investitionen notwendig, deren Höhe wesentlich von der Zweckmässigkeit der Ausbaumassnahmen abhängt. In Analogie zur Generellen Entwässerungsplanung (GEP) liess der Gemeinderat im Jahr 2005 den Generellen Wasserversorgungsplan (GWP) erarbeiten. Als wichtiges Führungsinstrument der Gemeindebehörde stellt der GWP die Grundlage für den zweckmässigen Ausbau und die Werterhaltung der kommunalen Wasserversorgungsanlagen dar. Die einzelnen sich daraus ergebenden Massnahmen werden in einer koordinierten und finanzierbaren Weise im Rahmen der Finanzplanung und der durch die Gemeindeversammlung zu genehmigenden Kredite realisiert.

Koordination von Erhaltungsmassnahmen

Zwischen Verkehrsanlagen und Leitungseinrichtungen wie Wasser-, Abwasser- oder Elektra-Leitungen bestehen Abhängigkeiten. Aus diesem Grund werden die Planungen der jeweiligen Werke (GEP, GWP, Strassenerhaltungsplanung) koordiniert. Dadurch entstehen wertvolle und kostensparende Synergieeffekte. Infrastruktureigentümer, Verkehrsteilnehmer, Baustellenanstösser und Gewerbetreibende profitieren davon in hohem Masse. Ressourcen werden effizienter und effektiver eingesetzt. Die Baustellendauer, die Baustellenanzahl und die Gesamtkosten werden reduziert.


Erschliessungskostenbeiträge, Anschluss- und Benützungsgebühren

Erschliessungskostenbeiträge
Erschliessungskostenbeiträge vgl. Reglement/Gebührenordnung
   
Anschlussgebühr (exkl. MwSt)
Ein- und Zweifamilienhäuser 1.20 % des Brandversicherungswertes
Mehrfamilienhäuser, Gewerbe-/Industriebauten 1.50 % des Brandversicherungswertes
   
Die in Prozenten des Brandversicherungswertes erhobenen Anschlussgebühren werden aufgrund des nach Bauvollendung durch die Aargauische Gebäudeversicherung AGV festge- legten Brandversicherungswertes berechnet. Bei Um-, An-, Aus- und Erweiterungsbauten einer bereits angeschlossenen Baute sind entsprechend dem durch die baulichen Veränderungen erhöhten Brandversicherungswert zusätzliche Anschlussgebühren zu entrichten, unabhängig davon, ob durch die baulichen Veränderungen die einzelnen Werke mehr beansprucht werden.
   
Benützungsgebühr (exkl. MwSt)
Jährliche Grundgebühr (Zählermiete/Grundtaxe)  
bei Wassermesser 3/4 Zoll (Haushalte) CHF   80.00
bei Wassermesser 1 Zoll CHF 112.00
bei Wassermesser 1 1/4 Zoll CHF 160.00
bei Wassermesser 1 1/2 Zoll CHF 320.00
bei Wassermesser 2 Zoll CHF 480.00
   
Verbrauchsgebühr CHF 0.95/m³
   
Bauwasser 0.15 % des Brandversicherungswertes
   

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Akonto-Rechnung per Ende Juni; Abrechnung der Bezugsperiode per Ende Jahr. Bei den oben stehenden Preisen wird die gesetzliche Mehrwertsteuer separat hinzugerechnet. Die Rechnungen sind innert 30 Tagen ohne Abzug der Abteilung Finanzen zu bezahlen. Bei Zahlungsverzug werden pro Mahnung und Messstelle Mahngebühren in Höhe von CHF 20.00 belastet.

Vergleich der Wassergebühren

Auf der Website des Preisüberwachers sind aktuell die Gebühren für die rund 130 einwohnerreichsten Schweizer Gemeinden (mehr als 10'000 Einwohner) erfasst. Sie erhalten für drei ausgewählte standardisierte Haushaltstypen den Durchschnittspreis, welcher in der jeweiligen Gemeinde pro m³ Wasserverbrauch in Rechnung gestellt wird. Dieser Preis enthält die fixen Gebühren (Grundgebühr, Zählermiete) und die konsumabhängigen Wassergebühren (Gebühr pro m³). Die Mehrwertsteuer ist nicht enthalten. Die Grafiken weisen als Vergleichsgrössen auch die Eckpunkte der Wassertarife aller anderen erfassten Gemeinden aus (günstigste, teuerste, mittlere und Mediangebühr), das Viereck in der Mitte stellt die durchschnittlichen Gebühren aller Gemeinden dar, ohne die 25 % teuersten und die 25 % günstigsten.

Website des Preisüberwachers zu den Wassergebühren


Rechtsgrundlagen / weitere Informationen und Dienstleistungen

Das Wasserreglement inkl. Gebührenordnung der Gemeinde Eggenwil kann am Schalter der Gemeindeverwaltung bezogen oder über den Online-Schalter bestellt werden.

Kant. Amt für Verbraucherschutz
Kant. Abteilung für Umwelt (AfU), Sektion Boden und Wasser
Bundesamt für Umwelt (BAFU)
Organisation Kommunale Infrastruktur (OKI)