Amtliche Publikation vom 27.01.2012

Sanierung Unterdorfstrasse wird mit MFH-Überbauung Pflanzerfeld koordiniert; Konstante Nachfrage nach Postdienstleistungen; Baubewilligung; Feuerwehr ist einsatzbereit; Mittagstisch war auch 2011 gefragt

 

Sanierung Unterdorfstrasse wird mit MFH-Überbauung Pflanzerfeld koordiniert

Die Fahrbahn der Unterdorfstrasse, ab der Kreuzung Unterdorf bis zum Landwirtschaftsbetrieb Guggisberg, befindet sich in einem schlechten Zustand. Sanierungsbedürftig sind ebenso die in der Gemeindestrasse verlaufenden Werkleitungen.

Im Weiteren beabsichtigt die Armando Rocchinotti AG, Bremgarten, bergseits der Unterdorfstrasse die rechtskräftig bewilligte Mehrfamilienhausüberbauung mit sieben Eigentumswohnungen zu realisieren. Der Baubeginn ist im Februar/März vorgesehen. Der Bezug wird im April 2013 erwartet.

Die verkehrstechnische Erschliessung des Neubaus an der Pflanzerfeldstrasse 55A/B erfolgt über die Pflanzerfeldstrasse (Hausteil A) sowie über die Unterdorfstrasse (Tiefgarage für den Hausteil B). Für die Entwässerung der «Überbauung Pflanzerfeld» ist die Erstellung einer Schmutzwasserleitung erforderlich. Weiter soll die Wasser-Verbindungsleitung zwischen der Pflanzerfeldstrasse und der Unterdorfstrasse ersetzt werden.

Um wertvolle und kostensparende Synergieeffekte zu nutzen, werden die Belagsarbeiten an der Unterdorfstrasse und die Sanierung der Werkleitungen einerseits sowie das öffentliche Strassenbauprojekt mit dem privaten Bauvorhaben andererseits koordiniert. Davon profitieren die Infrastruktureigentümer, die Verkehrsteilnehmer und die Anstösser gleichermassen, indem Ressourcen effizienter und effektiver eingesetzt, die Baustellendauer und die Baustellenanzahl verringert sowie die Gesamtkosten reduziert werden.

Damit die Gemeinde im Hinblick auf die Überbauung Pflanzerfeld rechtzeitig über die notwendige Handlungsfreiheit verfügt, liess der Gemeinderat bereits im Sommer 2008 durch das Ingenieurbüro Faes + Stierli, Bremgarten, ein Vorprojekt mit Kostenschätzung erarbeiten. Gestützt darauf genehmigte die Einwohnergemeindeversammlung im Winter 2008 einen Verpflichtungskredit von brutto 360 000 Franken.

Projekt Ausbau/Sanierung Unterdorfstrasse - Fahrbahn  Projekt Ausbau/Sanierung Unterdorfstrasse - Werkleitungen  A. Rocchinotti AG -Ueberbauung Pflanzerfeld Eggenwil mit 7 Eigentumswhg - Visualisierung Südwest-Seite Unterdorfstrasse

Das in der Zwischenzeit erarbeitete Bau- und Ausführungsprojekt «Ausbau/Sanierung Unterdorfstrasse» sieht die komplette Erstellung eines neuen Oberbaus mit zweischichtigem Belag (Trag- und Deckschicht) auf einer Länge von zirka 90 Metern und einer Fläche von rund 400 Quadratmetern inklusive Abschlusssteinen und neuer Strassenentwässerung vor. Die im Jahr 2002 teilweise bergseitig verbreiterte Strassenparzelle bleibt unverändert; ein weiterer Landerwerb ist nicht vorgesehen.

Die bestehende Wasserleitung in der Unterdorfstrasse sowie die Verbindungsleitung zwischen Pflanzerfeld- und Unterdorfstrasse werden durch eine grösser dimensionierte Leitung auf einer Gesamtlänge von rund 120 Metern ersetzt. Geplant ist zudem der Ersatz und die Verschiebung des Überflurhydranten. Weiter wird zur kanalisationstechnischen Erschliessung der Mehrfamilienhausüberbauung eine Schmutzwasserleitung auf einer Länge von etwa 60 Metern eingelegt und an die unterhalb der Unterdorfstrasse verlaufende Hauptleitung angeschlossen. Schliesslich umfasst das Projekt ein neues Trassee für die Elektrizitätsversorgung sowie die Verlegung der Swisscom-Freileitungen in den Boden.

An seiner ersten Sitzung dieses Jahres hat der Gemeinderat die Detailplanung an die Hand genommen und das Baubewilligungs- und Submissionsverfahren eingeleitet.

Das Baugesuch liegt vom 27. Januar bis 27. Februar während der ordentlichen Bürozeiten bei der Gemeindeverwaltung öffentlich zur Einsicht auf (vgl. dazu auch amtliche Publikation im BBA vom 27. Januar). Die vom Bauvorhaben direkt betroffenen Grundeigentümer/Anstösser wurden persönlich über das Strassenbauprojekt informiert.

Für die Tiefbau- und Rohrlegearbeiten hat der Gemeinderat jeweils sieben Unternehmen zur Offertstellung eingeladen. Abgesehen vom Erschliessungskostenbeitrag im Zusammenhang mit der Überbauung Pflanzerfeld und dem Beitrag der Aargauischen Gebäudeversicherung an die Wasserversorgungsanlagen trägt die Gemeinde die Kosten für das Strassenbauprojekt.

Der Beginn der Bauarbeiten ist im März vorgesehen. Es wird mit einer Bauzeit von drei bis vier Monaten gerechnet. Der Deckbelag wird erst nach Vollendung der MFH-Überbauung Pflanzerfeld voraussichtlich im Juni 2013 eingebaut. Die jeweiligen Bauetappen respektive die sich daraus ergebenden Verkehrsführungen werden soweit als möglich auf die Bedürfnisse der Anlieger abgestimmt.

Konstante Nachfrage nach Postdienstleistungen

Im Jahr 2011 wurden während der offiziellen Öffnungszeit von 32 Stunden pro Woche durchschnittlich 105 (Vorjahr: 109) Kunden am Schalter bedient. Davon beanspruchten 54 (53) Prozent ein Angebot der Post, 36 (36) Prozent ein solches der Gemeindeverwaltung und 10 (11) Prozent nahmen gleichzeitig Dienstleistungen von Post und Gemeinde in Anspruch.

Die Schalterfrequenz am Samstagmorgen liegt durchschnittlich bei acht (8) Personen. Besonders geschätzt werden die Öffnungszeiten am Montagabend bis 18.30 Uhr. Mit durchschnittlich 30 (29) Kunden ist der Montag der am stärksten frequentierte Tag. Rund 38 (39) Prozent aller Postgeschäfte sind Sendungsaufgaben, gefolgt von den Sendungsabholungen mit 30 (28) Prozent. Die übrigen postalischen Dienstleistungen bewegen sich seit der Integration der Postagentur in die Gemeindeverwaltung am 1. September 2008 in einem konstanten Rahmen. Einzig die Verkäufe, insbesondere Autobahn- und Velovignetten, sind naturgemäss saisonalen Schwankungen unterworfen.

Während des vergangenen Jahres wurden bei der Postagentur Eggenwil insgesamt 10 625 (11 566) Briefe und Pakete mit Hilfe des Sendungsmoduls selbstbedient frankiert und anschliessend über die Schalterkasse der Gemeindeverwaltung abgerechnet. Hinzu kommt eine stattliche Anzahl bereits vorfrankierter Sendungen, die bei der Postagentur abgegeben werden (nicht transaktionsabhängige Leistungen). 270 (304) Personen machten vom Bargeldbezug Gebrauch und bezogen insgesamt 83 455 (108 220) Franken. Total 334 (354) oder durchschnittlich 28 (30) Personen pro Monat erledigten ihre Einzahlungen am Schalter.

Die Gemeinde erbringt die Postdienstleistungen im Namen der Post auf ihre eigene Rechnung. Die Abgeltung der Post für die Leistungen des Partners setzt sich aus fixen, variablen sowie Bonuskomponenten zusammen. Der fixe Teil der Abgeltung entschädigt für nicht transaktionsabhängige Leistungen. Der variable Teil wird in Abhängigkeit vom erzielten Umsatz und/oder der Anzahl durchgeführter Transaktionen ausgerichtet. Die Bonuskomponente wird bei Erfüllung der Qualitätsstandards ausgerichtet.

Die zu Beginn von der Schweizerischen Post prognostizierte Abgeltung von 19 000 Franken pro Jahr oder rund 1600 Franken pro Monat wurde seit der Integration der Post in die Verwaltung in jedem Monat wesentlich übertroffen. Sie betrug 2011 durchschnittlich 2160 (2230) Franken pro Monat. Damit konnte die Postagentur auch im vergangenen Jahr rentabel betrieben werden. Der Gemeinderat dankt dem Verwaltungsteam für die ausgezeichnete Arbeit und den Verantwortlichen der Schweizerischen Post für die partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Baubewilligung

Unter Auflagen und Bedingungen hat der Gemeinderat Salvatore und Nathalie Russo-Oberleitner, Eggenwil, die Baubewilligung für die Umgestaltung des Garten- und Aussenraums (Terrainveränderungen, Stützmauern, Einfriedung, Treppe) auf Parzelle Nr. 851, EFH Gebäude Nr. 375, Tobelstrasse 11, erteilt.

Feuerwehr ist einsatzbereit

Wie dem Bericht der Feuerwehrkommission entnommen werden kann, wurden während des vergangenen Jahres insgesamt 60 (Vorjahr: 54) Übungen durchgeführt. Die Alarmübung fand am 29. September, die Hauptübung am 22. Oktober statt. Die Inspektion des Tanklöschfahrzeuges sowie der Motorspritze vom 7. Juli wurde in allen Bereichen erfüllt.

Im vergangenen Jahr mussten 14 (3) Ernstfalleinsätze geführt werden. Die Anwesenheitsquote lag über alle Übungen und Einsätze berechnet bei 71 (72) Prozent. Per Ende Februar 2011 leisteten total 52 (46) Leute aktiv Dienst. Anfang 2011 waren 175 (164) Personen ersatzpflichtig.

Damit liegt der aktuelle Mannschaftsbestand über dem für die Grössenklasse 1 vorgeschriebenen Wert. Im Hinblick auf die zu erwartende Umstufung in die Grössenklasse 2 (Sollbestand von 54 Angehörigen der Feuerwehr inklusive Spezialisten) sowie in Anbetracht der erfreulich hohen Bereitschaft der Bevölkerung, Feuerwehrdienst zu leisten, wird auf eine Reduktion des Bestandes verzichtet.

Die persönliche Ausrüstung und das Korpsmaterial (Feuerwehrgeräte) befinden sich in einem vollständigen, zweckmässigen und einwandfreien Zustand. Im vergangenen Jahr wurde das gesamte Korps mit neuen Brandschutzanzügen eingekleidet. In diesem Jahr ist der Ersatz der Atemschutzgeräte vorgesehen.

Das Feuerwehr-Aussendepot an der Wyderstrasse im Weiler Hohfoor ist zweckmässig und befindet sich in einem guten Zustand. Die Kontrollen der Alarmeinrichtungen (mindestens monatlich) sowie der Wasserbezugsorte (Hydranten jährlich, Auslösung der Löschreserve monatlich) gaben ebenfalls zu keinen Beanstandungen Anlass.

Der Gemeinderat dankt den Angehörigen der Feuerwehr für ihre ausgezeichnete Arbeit.

Mittagstisch war auch 2011 gefragt

Aufgrund der positiven Erfahrungen aus dem vorangegangenen einjährigen Pilotprojekt sprach sich die Gemeindeversammlung im Sommer 2010 für die definitive Einführung des Mittagstisches aus. Gleichzeitig wurde das seit Beginn des Schuljahres 2006/2007 bestehende Angebot an Betreuungsstunden und Aufgabenhilfe erweitert, so dass in Kombination mit dem Mittagstisch an zwei Tagen in der Woche eine Ganztagesbetreuung angeboten werden kann. Für dieses Gesamtpaket an familienergänzenden Tagesstrukturen genehmigte der Souverän einen Verpflichtungskredit von jährlich 30 000 Franken als maximales Kostendach im Sinne einer Defizitgarantie.

Die bedarfsgerechte Verpflegungsmöglichkeit im Foyer des Mehrzweckgebäudes wird – koordiniert mit dem Schulstundenplan und unterrichtsunabhängigen Betreuungs- und Förderangebot – ausserhalb der Unterrichtszeiten sichergestellt. Das Angebot steht an vier Tagen pro Woche allen in Eggenwil wohnhaften Kindern, die den Kindergarten oder die Volksschule besuchen, offen. Gelegentlich nehmen auch Schulleitung und Lehrerschaft teil. Jeweils am Montag sind ebenso die Eggenwiler Seniorinnen und Senioren herzlich willkommen. Während der Schulferien und an Feiertagen findet der Mittagstisch nicht statt.

Im vergangenen Jahr wurden an insgesamt 145 (Vorjahr: 129) Tagen total 2358 (2354) Mittagessen zubereitet. Durchschnittlich wurden 16 (18) Personen verpflegt. Weiter wurden 149 (246) Betreuungsstunden verrechnet. Hinzu kamen die nicht kostenpflichtigen Stunden für die Aufgabenhilfe.

Für das leibliche Wohl sorgt Melanie Ferreira de Almeida, Köchin und dipl. Ernährungsberaterin SHS. Zudem werden die Kinder während des Mittagstisches durch Betty Pascali als leitende Betreuerin und bei Bedarf zusätzlich durch Erna Ravicini oder Angela Richner betreut. Für das ergänzende Betreuungs- und Förderangebot zeichnet Rita Thoma verantwortlich.

Den Eltern wird pro Mittagessen ein Beitrag von 13 Franken bei fixer Anmeldung und 15 Franken bei sporadischer Inanspruchnahme des Angebots in Rechnung gestellt. Pro Ganztagesbetreuung wird seit Sommer 2011 ein Anteil von 24 Franken verrechnet. Die Pauschalbeiträge sind für alle Eltern, unabhängig ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, gleich.

Wie die Rechnung 2011 zeigt, ergab sich für den Mittagstisch bei einem Aufwand von 48 997 (41 900) Franken gegenüber einem Ertrag von 26 345 (26 600) Franken ein Defizit von 22 652 (15 300) Franken. Für die Betreuungsstunden/Aufgabenhilfe resultierte bei einem Aufwand von 4654 (7000) Franken gegenüber einem Ertrag von 745 (1200) Franken ein Fehlbetrag von 3909 (5800) Franken. Damit wurden die Kosten für Löhne, Verbrauchsmaterial und Administration zu rund 50 (60) Prozent durch Elternbeiträge gedeckt. Mit der Übernahme des Gesamtdefizits von 26 560 (21 000) Franken durch die Gemeinde wurde das bewilligte Kostendach um 3440 (9000) Franken unterschritten. Raumnutzung und Nebenkosten wie Strom, Wasser etc. wurden nicht berechnet respektive blieben in der Abrechnung Tagesstrukturen unberücksichtigt.

Der Gemeinderat dankt allen an der Organisation und Durchführung des Mittagstischs sowie der Betreuungsstunden beteiligten Personen für die engagierte und kompetente Mitarbeit.


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