Gemeindemitteilung vom 20.03.2017

Sicherheitsholzerei im Junebach-Tobel wegen Eschenkrankheit; Sonja Studer-Furter als Betreuungsperson Asylsuchende gewählt; Öffentliche Auflage nachträgliches Baugesuch; Einwandfreies Trinkwasser; Geschwindigkeitskontrolle auf der Kantonsstrasse

 

Sicherheitsholzerei im Junebach-Tobel wegen Eschenkrankheit

Der gesamte Eschenbestand im Waldstück «Junebach-Tobel» unterhalb der Fussgängerunterführung der Badenerstrasse K 271 respektive talseitig des Friedhofs ist krank und muss deshalb gefällt werden.

Das sogenannte «Eschentriebsterben», auch bekannt als «Eschenwelke», ist eine schwere Baumkrankheit, die von einem aus Ostasien eingeschleppten Pilz verursacht wird. Vermutlich wurde der hoch infektiöse Krankheitserreger anfangs der 1990-er Jahre mit Pflanzenmaterial nach Europa eingeschleppt, wo er sich epidemisch ausgebreitet hat. In der Schweiz wurde das Eschentriebsterben erstmals 2008 im Grossraum Basel festgestellt. Die Krankheit ist inzwischen in allen Regionen des Landes verbreitet. Bis heute sind keine wirkungsvollen Massnahmen gegen das Eschentriebsterben bekannt, und die Existenz der Esche als wertvolle Baumart ist bedroht. Weitere Informationen zu dieser Krankheit sind unter anderem auf der Homepage der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL abrufbar.

Der Forstbetrieb führt die notwendige und dringende Spezialholzerei in Absprache mit den Grundeigentümern, der kantonalen Abteilung Tiefbau und der Gemeindebehörde Eggenwil in den kommenden Tagen aus.

Sonja Studer-Furter als Betreuungsperson Asylsuchende gewählt

Auf die Ausschreibung im Rahmen der Gemeindenachrichten im Februar sind sieben Anfragen und in der Folge fünf konkrete Bewerbungen als Betreuungsperson für die in der Unterkunft neben dem Gemeindehaus lebenden Asylsuchenden eingegangen. Aufgrund der Angebote und geführten Vorstellungsgespräche hat der Gemeinderat Sonja Studer-Furter, Kustergasse 7A, gewählt. Die zweifache Mutter und Grossmutter lebt seit über 30 Jahren mit ihrem Mann in Eggenwil. Sie war vor ihrer kürzlichen Pensionierung beruflich als Sachbearbeiterin und Verkaufsassistentin tätig und spricht fliessend Englisch und Französisch.

Ab 1. April zeichnet Studer in enger Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung, insbesondere mit der Abteilung Soziale Dienste, für die Betreuung, Beratung und Begleitung von Personen nach dem Asylrecht verantwortlich. Sie unterstützt die Asylsuchenden bei der Bewältigung des Alltags und ganz allgemein bei der Integration. Gemeinderat und Verwaltung heissen Sonja Studer herzlich willkommen und freuen sich auf eine gute, erfolgreiche Zusammenarbeit.

Öffentliche Auflage nachträgliches Baugesuch

Gestützt auf § 60 des Baugesetzes (BauG) und § 54 der Bauverordnung (BauV) wird das folgende publikationspflichtige nachträgliche Baugesuch veröffentlicht (amtliche Publikation im Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 17.3.2017):

Baugesuch Nr.: 2016/01 (BVUAFB.16.259-1)
Gesuchsteller/
Bauherrschaft:
Bollinger Gemüsebau,
Unterdorfstrasse 4, 5445 Eggenwil
Grundeigentümer: Mathias Bollinger-Ingold, Unterdorfstrasse 6, 5445 Eggenwil
Projektverfasser: dito
Bauvorhaben bzw.
grösstenteils bereits
realisierte Bauten
und Umnutzungen:
Umnutzung des Betriebsgebäudes Nr. 210, des Garagengebäudes
Nr. 159 und des Arbeitsraums/Unterstands (Feldscheune) Gebäude
Nr. 157 zu nichtlandwirtschaftlichen Zwecken, Terrainaufschüttung
mit Errichtung Stützmauer, Zweckänderung der landwirtschaftlichen
bzw. betrieblichen Verkehrsflächen sowie des Unterstands Gebäude
Nr. 157 zu total 48 Abstellplätzen für Wohnmobile, Wohnwagen,
Lastwagen, Anhänger und Boote
Lage: Parzelle Nr. 48, Gebäude Nrn. 210, 159 und 157,
Unterdorfstrasse 4, Flurgebiet «Meiebergsmatt» (Reussebene)
Zonen: 
überwiegend ausserhalb der Bauzone, Landwirtschaftszone
und teilweise innerhalb der Bauzone, Dorfzone D
Angrenzend an: Junebach (Bach-Nr. 4.00.389)
Kant. Entscheid: teilweise Zustimmung der kant. Abteilung für Baubewilligungen
mit Verfügung vom 15.2.2017
   

Das Baugesuch liegt zusammen mit der kantonalen Verfügung vom 20. März bis 18. April 2017 bei der Gemeindeverwaltung öffentlich auf. Allfällige Einwendungen sind innerhalb der Auflagefrist schriftlich in Papierform mit Begründung und Antrag beim Gemeinderat, 5445 Eggenwil, zu erheben. Die Anträge können später nicht mehr erweitert werden (§ 60 BauV).

Einwandfreies Trinkwasser

Im Rahmen der periodischen Eigenkontrolle des Trinkwassers im ersten Halbjahr 2017 mit Untersuchungsschwerpunkt Mikrobiologie wurden am 7. März beim Grundwasserpumpwerk Erlismatt (vor und nach der UV-Anlage), beim Reservoir Bürgisserberg, Zufluss Quellwasserpumpwerk (vor und nach der UV-Anlage) sowie bei den Netzstellen Nieder- und Hochzone (Dorf und Hohfoor) Proben entnommen. Laut vorliegendem Bericht des kantonalen Amts für Verbraucherschutz entsprachen die Resultate den Anforderungen an Trinkwasser gemäss der Hygieneverordnung. Alle Proben ergaben einen einwandfreien Befund.

Geschwindigkeitskontrolle auf der Kantonsstrasse

Am 6. März führte die Regionalpolizei Bremgarten zum dritten Mal in diesem Jahr eine Geschwindigkeitskontrolle auf der Hauptstrasse, Höhe Badenerstrasse 24, Fahrtrichtung Baden, durch. Zwischen 16 und 18.30 Uhr haben von 528 gemessenen Fahrzeugen deren 99 oder 19 Prozent die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h überschritten. Die gefahrenen Geschwindigkeiten der Übertretungen ergaben nach Abzug der Messtoleranz von 3 km/h folgendes Bild: Zwischen 51 bis 55 km/h: 72 Übertretungen, zwischen 56 bis 60 km/h: 22 Übertretungen, zwischen 61 bis 65 km/h: vier Übertretungen und zwischen 66 bis 74 km/h: eine Übertretung. Der schnellste Lenker war mit netto 71 km/h unterwegs und musste an die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten verzeigt werden.

Gemeindekanzlei Eggenwil
Walter Bürgi, Gemeindeschreiber
Eggenwil, 20. März 2017


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