Amtliche Mitteilung vom 07.04.2017

Gesamterneuerungswahlen für die Amtsperiode 2018/2021 – Gemeindeammann Thomas Endres und Vizeammann Biagio Incollingo verzichten auf erneute Kandidatur; Erteilte Baubewilligung; Familien- und schulergänzende Kinderbetreuung – Bedarfserhebung bei den Eltern; Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 – Solidaritätsbeitrag an die Opfer; Geschwindigkeitskontrolle auf der Oberdorfstrasse; Öffnungszeiten und Pikettdienst über Ostern

 

Gesamterneuerungswahlen für die Amtsperiode 2018/2021 – Gemeindeammann Thomas Endres und Vizeammann Biagio Incollingo verzichten auf erneute Kandidatur

Die gegenwärtige Amtsperiode läuft auf den 31. Dezember 2017 aus. Folglich finden in diesem Jahr in allen Gemeinden des Kantons Aargau die Erneuerungswahlen der kommunalen Behörden und Kommissionen für die kommende Legislatur 2018/2021 statt. Gestützt auf den vom Regierungsrat festgelegten Terminrahmen hat der Gemeinderat den ersten Wahlgang auf den 24. September 2017 (gleichzeitig mit den eidgenössischen und kantonalen Volksabstimmungen) festgelegt. Ein allfälliger zweiter Wahlgang erfolgt am 26. November.

Zu wählen sind der Gemeinderat sowie die selbstständigen Kommissionen mit eigenen Entscheidungsbefugnissen:

Auf Anfrage der Gemeindekanzlei haben folgende Mitglieder von Behörden und Kommission zu Handen des Wahlbüros mitgeteilt, dass sie sich nicht für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stellen:

Gemeinderat Roger Hausherr (im Amt seit 1. Januar 2006) wird als Gemeindeammann kandidieren.

Die Verdankung und Verabschiedung der scheidenden Behörden- und Kommissionsmitglieder findet anlässlich der Gemeindeversammlung vom 24. November 2017 statt.

Abgesehen von der Wahl des Gemeinderats sowie des Gemeinde- und Vizeammanns sind bereits im ersten Wahlgang stille Wahlen möglich, sofern nicht mehr Kandidaten vorgeschlagen werden als zu wählen sind. Die Wahlvorschläge sind von zehn Stimmberechtigten zu unterzeichnen und bei der Gemeindekanzlei bis spätestens am 11. August 2017 einzureichen. Die entsprechenden Formulare können ab Mitte Mai bei der Gemeindeverwaltung bezogen oder auf der Gemeindehomepage unter der Rubrik «Aktuelles» abgerufen werden (s. auch kommenden Newsletter vom 18.5.2017 mit angefügten Anmeldeformularen im PDF-Format).

Erteilte Baubewilligung

Unter Auflagen und Bedingungen erteilte der Gemeinderat die Baubewilligung an Martin Füglistaler und Corinne Weidmann, Eggenwil, für den Anbau einer Sitzplatzüberdachung an der Südfassade des Einfamilienhauses Gebäude Nr. 366, Parzelle Nr. 857, Badenerstrasse 12.

Familien- und schulergänzende Kinderbetreuung – Bedarfserhebung bei den Eltern

Das traditionelle Familienmodell mit einem berufstätigen Vater und einer vollzeitig im Haushalt tätigen Mutter hat sich tiefgreifend verändert. Im Aargau sind keine 30 Prozent der Familien mehr klassische Einverdiener-Haushalte. Mit diesem gesellschaftlichen Wandel ist auch in Eggenwil die Nachfrage nach familienergänzender Kinderbetreuung zunehmend gestiegen.

Das Anfang Juni 2016 vom Aargauer Stimmvolk angenommene und spätestens auf Beginn des Schuljahres 2018/2019 umzusetzende Kinderbetreuungsgesetz (KiBeG) verpflichtet die Gemeinden, den Zugang zu einem bedarfsgerechten Angebot an familienergänzender Betreuung von Kindern bis zum Abschluss der Primarschule sicherzustellen. Die Benützung des Angebots ist freiwillig. Die familienergänzende Kinderbetreuung bezweckt einerseits die erleichterte Vereinbarkeit von Familie und Arbeit oder Ausbildung und andererseits die verbesserte gesellschaftliche, insbesondere sprachliche Integration und Chancengerechtigkeit der Kinder.

Aus den genannten Gründen befassen sich Schulpflege und Gemeinderat sowie Schul- und Verwaltungsleitung seit Beginn dieses Jahres mit der Frage des künftigen Angebots an familien- und schulergänzender Kinderbetreuung in Eggenwil, welches Auftrag und Zweck des KiBeG zu erfüllen vermag. Das inzwischen erarbeitete und an der gemeinsamen Sitzung Anfang April verabschiedete Konzept basiert auf dem Modell «Gebundene Tagesstrukturen», bei dem der Schulunterricht und die Betreuung in der Tagesstruktur in eine gemeinsame pädagogische Konzeption eingebunden sind. Das Projekt sieht vor, auf dem bestehenden Angebot (Mittagstisch, Randstundenbetreuung und Aufgabenhilfe) aufzubauen und dieses in möglichst optimaler Kombination mit der Schule um eine Früh-, Nachmittags- und Ferienbetreuung zu erweitern. Die noch im Detail zu prüfende maximale Modellvariante basiert auf individuell wählbaren Betreuungsmodulen und ermöglicht eine Ganztagesbetreuung von Montag bis Freitag, von jeweils 7.15 bis 18 Uhr, mit sinnvoller Beschäftigung, Erledigung der Hausaufgaben, Bewegung und gesunder Ernährung.

Sowohl das in Betracht gezogene Angebot als auch die damit verbundenen Kosten respektive das nach Massgabe der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Erziehungsberechtigten festzulegende Finanzierungsmodell (Ausgestaltung des durch die Gemeindeversammlung zu erlassenden Elternbeitragsreglements) hängen wegweisend vom derzeit und künftig vorhandenen Bedürfnis ab. Zur Abklärung des Betreuungsbedarfs erhalten in diesen Tagen 74 Eltern von insgesamt 117 in der Gemeinde wohnhaften Kindern im Alter bis und mit zwölftem Lebensjahr einen Fragebogen mit erläuterndem Begleitschreiben des Gemeinderats. Weitergehende Informationen können auf der Gemeindehomepage unter der Rubrik Familien- und schulergänzende Kinderbetreuung abgerufen werden. Der Gemeinderat wird die Bevölkerung zum gegebenen Zeitpunkt über die Ergebnisse der Bedarfserhebung, die daraus gewonnenen Erkenntnisse und das entsprechende weitere Vorgehen informieren.

Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 – Solidaritätsbeitrag an die Opfer

Die Gemeindeverwaltung gewährte in den letzten Jahren in drei Fällen Akteneinsicht im Zusammenhang mit fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981. Dieses düstere Kapitel der Schweizer Sozialgeschichte wird nun schweizweit aufgearbeitet. Zu den Betroffenen zählen etwa Verdingkinder, Heimkinder, administrativ Versorgte, Personen, deren Reproduktionsrechte verletzt worden sind oder Zwangsadoptierte. Nach den bisherigen Erkenntnissen waren in der Schweiz Zehntausende von Personen von solchen Massnahmen betroffen.

Am 1. April 2017 trat das vom Parlament in der letzten Herbstsession verabschiedete neue Bundesgesetz über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen (AFZFG) zusammen mit seiner Ausführungsverordnung in Kraft. Das AFZFG schafft die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine umfassende gesellschaftliche und individuelle Aufarbeitung des Geschehens. Zentral ist dabei die Anerkennung und Wiedergutmachung des Unrechts, das den Opfern zugefügt worden ist. Hierzu sind verschiedene Massnahmen, namentlich die Ausrichtung eines einheitlichen Solidaritätsbeitrages von bis zu 25 000 Franken pro Opfer, die Beratung und Unterstützung von Opfern und anderen Betroffenen durch Anlaufstellen, verschiedene Dienstleistungen der staatlichen Archive sowie eine umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung vorgesehen. Nähere Informationen sind auf der Homepage des Bundesamts für Justiz abrufbar. Für Auskünfte steht auch die Gemeindekanzlei gerne zur Verfügung.

Geschwindigkeitskontrolle auf der Oberdorfstrasse

Am 28. März 2017 führte die Regionalpolizei Bremgarten eine Geschwindigkeitskontrolle auf der Oberdorfstrasse, Höhe Liegenschaft Nr. 5, Fahrtrichtung talwärts, durch. Zwischen 11.40 und 13.40 Uhr haben von 48 gemessenen Fahrzeugen deren 19 oder 40 Prozent die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h überschritten. Die gefahrenen Geschwindigkeiten der Übertretungen ergaben nach Abzug der Messtoleranz von 3 km/h folgendes Bild: Zwischen 31 bis 35 km/h: 13 Übertretungen, zwischen 36 bis 40 km/h: fünf Übertretungen und zwischen 41 bis 45 km/h: eine Übertretung. Der schnellste Lenker war mit netto 41 km/h unterwegs.

Öffnungszeiten und Pikettdienst über Ostern

Die Gemeindeverwaltung/Postagentur bleibt am Karfreitag und Ostermontag geschlossen. Am Samstagvormittag ist der Schalter wie üblich von 9.30 bis 11 Uhr geöffnet. Bei Todesfällen oder in sonstigen dringenden Fällen sind Gemeindeammann Thomas Endres unter Telefon 079 445 24 08 oder Gemeindeschreiber Walter Bürgi unter Telefon 079 280 22 76 erreichbar.

 

Frohe Ostern!

Gemeinderat und Verwaltung wünschen
allen Einwohnerinnen und Einwohnern
ein frohes und geruhsames Osterfest


Meldung druckenText versendenFenster schliessen