Gemeindemitteilung vom 08.11.2018

Hochwasserschutzprojekt – Vorabnahme des letzten Teils «Ibisguetbach» ist erfolgt; Gemeindebeitrag von 10 000 Franken an die Sanierung der alten Friedhofsmauer; Swisscom kündigt Bedarf für 5G-Mobilfunkstandort in Eggenwil an; Räbeliechtliumzug heute Abend ab 18 Uhr; Samichlaus in der Waldhütte am 1. Dezember

 

Hochwasserschutzprojekt – Vorabnahme des letzten Teils «Ibisguetbach» ist am 30. Oktober erfolgt

Hochwasserschutzprojekt Eggenwil – 4. und letztes Teilprojekt «Um-/Offenlegung und Renaturierung Ibisguetbach, Eg04/04a». Bild: 25.10.2018 GK/bü  Hochwasserschutzprojekt Eggenwil – 4. und letztes Teilprojekt «Um-/Offenlegung und Renaturierung Ibisguetbach, Eg04/04a». Bild: 25.10.2018 GK/bü  Hochwasserschutzprojekt Eggenwil – 4. und letztes Teilprojekt «Um-/Offenlegung und Renaturierung Ibisguetbach, Eg04/04a», Vorabnahme am 30.10.2018. Bild: GK/bü

Elf Jahre nach dem Start der Projektierung mit den ersten Variantenstudien konnte Anfang April dieses Jahres mit der Realisierung des vierten und letzten Teilprojekts der Hochwasserschutzmassnahmen Eggenwil begonnen werden. Ende Oktober erfolgte im Beisein von Kanton, Gemeinde, Bauleitung, Unternehmung sowie Vertretern des Natur- und Vogelschutzvereins (NVV) Eggenwil und der Pro Natura Aargau die Vorabnahme des offen- und umgelegten Ibisguetbachs entlang der alten Badenerstrasse und Rütistrasse. Letztere wurden vom Gemeinderat bezüglich Detailgestaltung des Gewässerraums beratend hinzugezogenen.

Die wasserbaulichen Massnahmen haben zum Hauptziel, das unterliegende Siedlungsgebiet bis zu einem Jahrhunderthochwasser (HQ100) gemäss kantonaler Gefahrenkarte zu schützen. Der naturnahe und abwechslungsreich gestaltete Bach wird aber auch einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt als Lebensraum dienen, einen wertvollen Beitrag zum attraktiven Landschaftsbild leisten und diesem Standort eine besondere Aufenthaltsqualität geben. Ebenso erfreulich ist der Umstand, dass der Kreditrahmen trotz den verfahrensbedingten Mehraufwendungen (politische Entscheidungsfindungsprozesse, Auflage- respektive Bewilligungsverfahren mit Einwendungsentscheiden, Land- und Rechtserwerbsverfahren) sowie den von den entschädigten Landeigentümern gewünschten Zusatzarbeiten (verlängerte Eindolung im südlichen Bereich, Verbreiterung der unteren Brücke, zusätzliche Bewirtschaftungswege, weitere Sachleistungen) eingehalten werden kann.

Nach den zur Zeit laufenden Strassenbelags- und Restarbeiten erfolgen im Frühling nächsten Jahres letzte Ergänzungs- und Korrekturarbeiten, die Ansaat der Wildblumenwiesen respektive Ökoflächen entlang der Rütistrasse sowie die Pflanzung von insgesamt 900 ökologisch wertvollen heimischen Büschen und Sträuchern zwischen der oberen Brücke an der alten Badenerstrasse und dem Austritt des offenen Ibisguetbachs bei der Verzweigung Rüti-/Ibisguetstrasse. Die Hecken, bestehend aus gemeinem Schneeball, Geissblatt, Kreuzdorn, Pfaffenhütchen, Faulbaum und Weidenpfählen, werden Ende März zu Beginn der Vegetationszeit durch den Forstbetrieb gepflanzt. Zu dieser Gelegenheit planen die Gemeinde- und Schulbehörden, das Klassenzimmer für ein paar Stunden nach draussen zu verlegen und im Rahmen eines besonderen Themenanlasses die Schülerinnen und Schüler von Kindergarten und Primarschule unter Anleitung von Fachleuten des Forstbetriebs, des NVV und der Pro Natura in die Detailgestaltung des Bachs miteinzubeziehen. Die Schlussabnahme wird im Mai oder Juni erwartet.

Der Unterhalt des Ibisguetbachs obliegt grundsätzlich dem Kanton als Eigentümer. Dabei werden Gewässer, Ufer und Bestockung sowie die Werke des Hochwasserschutzes in Absprache mit der Gemeinde so unterhalten, dass die ökologischen Funktionen des Gewässers sowie die für den Hochwasserschutz erforderliche Abflusskapazität erhalten bleiben. Nach stärkeren Regen- oder Hochwasserereignissen werden die Abflussprofile bei den Durchlässen geprüft und nötigenfalls Auflandungen oder Kiesablagerungen entfernt. Bei Wassergefahr hat die Gemeinde – konkret die Feuerwehr und das Bauamt – bis zum Eingreifen der sonst zuständigen Organe der Sektion Wasserbau die sichernden Massnahmen zu treffen. Der Gemeinderat erarbeitet derzeit zusammen mit dem für Eggenwil zuständigen kantonalen Gewässerbeauftragten ein Unterhaltskonzept, welches die Details regelt. Dabei werden auch die Möglichkeiten von Verträgen mit interessierten Landwirten oder anderen geeigneten Dritten über den Unterhalt des Gewässerraums und/oder die Verpachtung der Magerwiese an der Rütistrasse erörtert.

Die Brutto-Anlagekosten für das gesamte Hochwasserschutzprojekt, also für die bereits im Jahr 2015 erfolgreich realisierten drei Teilprojekte «Durchlass Kreuzweidbach Hofor, Eg02», «Feinrechen Junebach Buechstrasse, Eg06» und «Durchlass Junebach Unterdorf, Eg07» sowie das nun kurz vor dem Abschluss stehende letzte Teilprojekt «Um-/Offenlegung und Renaturierung Ibisguetbach, Eg04/04a» belaufen sich auf rund 2,15 Millionen Franken. Davon entfallen 1,3 Millionen Franken auf den Ibisguetbach. Bund und Kanton beteiligen sich zu etwa 75 Prozent an den anrechenbaren Kosten. Zudem hat die Aargauische Gebäudeversicherung im April letzten Jahres einen Beitrag von fünf Prozent zugesichert, weil mit den baulichen Massnahmen die vorhandenen Hochwasserschutzdefizite im Dorf übergeordnet beseitigt werden und somit teurere Objektschutzmassnahmen an zahlreichen privaten und öffentlichen Gebäuden entfallen. Die gesamte Nettobelastung der Gemeinde wird sich auf rund 600 000 Franken belaufen. Der Gemeinderat geht davon aus, dass der Einwohnergemeindeversammlung im November 2019 die detaillierte Schluss- respektive Kreditabrechnung unterbreitet werden kann.

Gemeindebeitrag von 10 000 Franken an die Sanierung der alten Friedhofsmauer

Pfarrkirche zu St. Laurentius Eggenwil  Kirchenbezirk Eggenwil, Federzeichnung von L. Mayer um 1750  Marco Hasler (Architekt) und Franz Rutzer (Kirchgemeinde) schauen auf den Grund der Stützmauer der Kirche Eggenwil. Bild: BBA 17.10.2017/rwi

Die 1140 erstmals beschriebene Pfarrkirche zu St. Laurentius in Eggenwil zählt zu den ältesten Gotteshäusern im Freiamt. Das unter kantonalem Denkmalschutz stehende Kirchenensemble – Kirche, Pfarrhaus und Rebhüsli – gilt noch heute als kultur- und baugeschichtliches Wahrzeichen der Gemeinde.

Nachdem an der über 100 Jahre alten talseitigen Bruchsteinstützmauer heikle Risse und Bewegungen festgestellt worden waren, liess die Kirchenpflege in Absprache mit dem Gemeinderat Ende Mai letzten Jahres als Sofortmassnahme die tangierten respektive gefährdeten Grundstücksflächen vor und hinter dem Mauerwerk mit einem Schutzzaun absperren. Gleichzeitig wurden weitere Untersuchungen in die Wege geleitet. Sowohl die historische Substanz der Mauer als auch die über Jahrhunderte hinweg dauernde Nutzung der angrenzenden, in der archäologischen Fundstellenkarte eingetragenen Grundstücksflächen als Friedhof erforderten ein besonders umsichtiges und koordiniertes Vorgehen.

Im Oktober und November 2017 erfolgte dann die notwendige Sanierung. Dabei wurde zur Sicherung und Verankerung des südöstlichen Teils der Stützmauer das dahinterliegende Erdreich sorgfältig um rund vier Meter bis zum Mauersockel abgegraben. Die Ausgrabungen wurden durch die Kantonsarchäologie vor Ort begleitet und untersucht. Die aufgefundenen menschlichen Knochen stammen vom ehemaligen «alten Friedhof», welcher nach jahrhundertelanger Nutzung Ende Mai 2012 unter Wahrung der Grabesruhe von 25 Jahren geräumt und gesamthaft aufgehoben worden war. In Absprache mit der Seelsorge und der Gemeinde wurden die Gebeine in einen Sarg gelegt und vor dem Auffüllen wieder zur Ruhe gebettet. Nach der Humussierung wurde auch die Beleuchtung wieder in Stand gestellt. Sicherheitshalber erfolgen noch während des laufenden und kommenden Jahres Messungen zur Überwachung der Mauer.

Wie die Kirchenpflege mitteilt, beliefen sich die Kosten auf gesamthaft rund 90 000 Franken. Die Aufwände der kantonalen Fachstellen, der Kirchenpflege und der Gemeinde Eggenwil wurden nicht berücksichtigt respektive verrechnet. Der Kanton beteiligt sich mit knapp 7000 Franken am Sanierungsprojekt.

In Gutheissung des Unterstützungsgesuchs der römisch-katholischen Kirchenpflege Eggenwil-Widen hat der Gemeinderat in Anbetracht und Würdigung des hohen kulturellen und historischen Werts der Pfarrkirche im Rahmen des Budgetkredits 2018 einen Gemeindebeitrag von 10 000 Franken an die Kosten der Mauersanierung gesprochen.

E-Paper Bremgarter Bezirksanzeiger vom 17.10.2017 zur Sanierung Kirchenmauer Eggenwil

Swisscom kündigt Bedarf für 5G-Mobilfunkstandort in Eggenwil an

Swisscom 5G

Der Kanton Aargau und die Mobilfunkbetreiber Swisscom (Schweiz) AG, Salt Mobile SA und Sunrise Communications AG haben im Mai 2009 eine Vereinbarung über die Standortevaluation und Koordination von Mobilfunkanlagen erarbeitet. Darin ist auch die jährliche Information über die absehbare Mobilfunkplanung enthalten. Die Gemeinde Eggenwil hatte sich damals dieser Vereinbarung ebenfalls angeschlossen. Dadurch soll die Transparenz, Kommunikation und vor allem das Mitwirkungsrecht zwischen den Gemeinden und den Netzbetreibern verbessert werden.

Wie die Mobilfunkanbieter Salt und Sunrise dem Gemeinderat im Oktober mitgeteilt haben, besteht für diese beiden Unternehmen innerhalb der nächsten 12 Monate kein Bedürfnis. Die Swisscom dagegen kündigt mit Schreiben vom 5. November an, dass sie im Zusammenhang mit dem Technologiewechsel auf das 5G-Netz den Neubau einer Mobilfunkanlage in Eggenwil plant. Um die Gemeinde frühzeitig in die Standortevaluation miteinzubeziehen, ersucht die Swisscom um Standortvorschläge. Der Gemeinderat wird mit der Swisscom die konkreten Absichten und Hintergründe erörtern und die Bevölkerung auf dem Laufenden halten.

Räbeliechtliumzug heute Abend ab 18 Uhr

Heute Donnerstagabend, 8. November, findet der traditionelle Räbeliechtliumzug der Schule Eggenwil statt. Die Kinder starten mit ihren selbstgeschnitzten leuchtenden Räben um 18 Uhr beim Schulhaus. Die Route führt via Oberdorfstrasse, Dorfplatz, Buechstrasse, Tobelstrasse, Gyrenstrasse, alte Badenerstrasse und Kustergasse wieder zurück zum Schulhaus. Auf dem Dorfplatz und an der Kreuzung Tobelstrasse/Gyrenstrasse legen die Kindergarten- und Primarschüler eine Pause ein und singen ihre Räbeliechtli-Lieder. Während des Umzugs, das heisst bis um 18.45 Uhr, wird die Strassenbeleuchtung ausgeschaltet. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, den Umzug vom Wegrand aus zu bewundern und/oder hinter dem Umzug herzulaufen. Die Kinder freuen sich über möglichst viele Zaungäste.

Samichlaus in der Waldhütte am 1. Dezember

Sportverein Eggenwil  

Am Samstag, 1. Dezember, 17 Uhr, wird der Samichlaus auf Einladung des Sportvereins auch dieses Jahr der Chlausfeier in der Eggenwiler Waldhütte beiwohnen. Bei einem Begrüssungspunsch stärken sich die Kinder, Eltern, Grosseltern und Freunde vor der Waldhütte, bevor sich alle um 17.30 Uhr mit Fackeln auf den Weg machen, den Samichlaus im Wald abzuholen. Bei adventlicher Stimmung haben die Kinder und Erwachsenen Gelegenheit, dem Samichlaus «Grüezi» zu sagen. Anschliessend serviert der Sportverein in der Waldhütte feine Spaghetti mit verschiedenen Saucen. Wer erst später kommen kann oder dem Samichlaus lieber nicht begegnen möchte, hat die Möglichkeit, ab 20 Uhr nur am Spaghetti-Plausch teilzunehmen. Damit jedem Kind ein Säckli überreicht werden kann, nimmt der Sportverein bis am 26. November Anmeldungen mit Angaben zur Anzahl Erwachsene/Kinder zum Essen und Anzahl Chlaus-Säckli per WhatsApp über Telefon 079 330 80 67 oder E-Mail unter silvia@gym-wear.ch entgegen.

Sportverein Eggenwil – Einladungsflyer Samichlausfeier 2018

Gemeindekanzlei Eggenwil
Walter Bürgi, Gemeindeschreiber
Eggenwil, 8. November 2018

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