Gemeindemitteilung vom 24.01.2019

Positiver Gemeindesteuerertrag 2018; Steuererklärung 2018; Steuererklärungsdienst für ältere Menschen; Provisorische Steuerrechnungen und Zinskonditionen 2019; Öffentliche Auflage Baugesuch; Sirenentest am 6. Februar; Blutspendeaktion am 13. Februar; Gemeindebeiträge für Bienenhaltung; Tendenziell sinkende Nachfrage nach Postdienstleistungen; Abfallstatistik 2018; Waldhütten-Vermietungen weiterhin auf hohem Niveau

 

Positiver Gemeindesteuerertrag 2018

Mit 2,906 Millionen Franken liegt der Nettogemeindesteuerertrag 2018 um 138 000 Franken oder 5 Prozent über dem Budget. Gegenüber der Vorjahresrechnung kann ein Plus von 69 000 Franken oder 2,4 Prozent verzeichnet werden. Beim Vergleich der absoluten Zahlen ist zu berücksichtigen, dass infolge des Steuerfussabtauschs mit dem Kanton der Gemeindesteuerfuss per 1. Januar 2018 von 106 auf 103 Prozent reduziert wurde. Im Gegenzug stieg der kantonale Steuerfuss um drei Prozentpunkte. Für das Jahr 2019 gilt ein unveränderter kommunaler Satz von 103 Prozent.

Im vergangenen Jahr stieg die Einwohnerzahl um 55 Personen auf 1053. Die Steuerkraft pro Einwohner (auf 100 % umgerechneter Gemeindesteuersollbetrag, dividiert durch die Gesamteinwohnerzahl) sank von 2688 Franken im Jahr 2017 auf 2678 Franken im Jahr 2018. Damit liegt die aktuelle Steuerkraft deutlich über dem Jahr 2016 mit 2483 Franken und im Bereich des Jahres 2015 mit 2694 Franken. In den Jahren 2012 bis 2014 lag sie allerdings bei über 2700 Franken.

Der Nettoausstand der Gemeindesteuern (provisorisch und definitiv veranlagt) betrug per Jahresende 183 000 Franken oder 6,5 Prozent (Vorjahr 7,5 %). Der Bruttoausstand belief sich auf 290 000 Franken oder 10,3 Prozent (10,2 %), wovon 34,1 Prozent (37,4 %) nicht in Verzug waren. Für verspätete Steuerzahlungen wurden 3500 Franken Verzugszinsen erhoben. Auf der anderen Seite entrichtete die Gemeinde Vergütungszinsen im Betrag von 800 Franken.

Steuererklärung 2018

Ende Januar wird die Steuererklärung 2018 verschickt. Diese kann auch mit dem PC-Programm EasyTax 2018 erstellt werden. Die Software steht ab 28. Januar auf der Website des Kantonalen Steueramts zum Download bereit. Alternativ ist sie als CD-ROM beim Gemeindesteueramt kostenlos erhältlich. Unselbstständig Erwerbende sowie Rentnerinnen und Rentner müssen die Steuererklärung bis 31. März abgeben, selbstständig Erwerbende bis 30. Juni.

Am 21. November 2017 hat der Grosse Rat die Einführung von kostendeckenden Gebühren für Mahnungen und Betreibungen im Steuerwesen beschlossen. Die Änderung des Steuergesetzes wurde vom Regierungsrat auf den 1. Januar 2019 in Kraft gesetzt. Neu gilt unter anderem eine Mahngebühr von 35 Franken bei nicht rechtzeitig eingereichter Steuererklärung. Eine zweite Mahnung kostet 50 Franken. Gesuche um Fristerstreckungen sind weiterhin möglich und kostenlos.

Die eingereichten Steuerunterlagen werden eingescannt und nach dem Einlesen vernichtet. Daher sind lediglich Kopien oder nicht mehr benötigte Belege einzureichen. Es ist nicht möglich, Dokumente zu retournieren. Bei Fragen steht die Abteilung Steuern gerne zur Verfügung.

Steuererklärungsdienst für ältere Menschen

Die Pro Senectute Aargau unterstützt ältere Menschen zu günstigen Konditionen beim Ausfüllen von einfachen Steuererklärungen. Die Dienstleistung wird von kompetenten Fachpersonen bei den Auftraggebenden zu Hause erbracht. Die Tarife orientieren sich am jeweiligen steuerbaren Einkommen und Vermögen. Weitere Informationen können dem Prospekt «Steuererklärungsdienst» entnommen werden, welcher im Gemeindehaus aufliegt. Bei Fragen ist die Pro Senectute unter der Telefonnummer 062 837 50 70 oder per E-Mail unter info@ag.prosenectute.ch erreichbar. Selbstverständlich hilft auch das Gemeindesteueramt bei allen Fragen und Anliegen rund um das Thema Steuern weiter.

Provisorische Steuerrechnungen und Zinskonditionen 2019

Am 18. Februar werden die provisorischen Rechnungen für die Einkommens- und Vermögenssteuern 2019 verschickt. Jede Zahlung vor dem Fälligkeitstermin 31. Oktober wird verzinst. Zudem wird auch für Zahlungen ein Vergütungszins gutgeschrieben, die den definitiven Rechnungsbetrag übersteigen. Offensichtlich übersetzte Einzahlungen werden jedoch zurückerstattet. Für das Jahr 2019 beträgt der Zinssatz analog des Vorjahres 0,1 Prozent. Vorauszahlungszinse sind steuerfrei. Der Verzugszins beträgt 5,1 Prozent für Steuern, die erst nach dem Fälligkeitstermin bezahlt werden. Weitere Informationen zur Verzinsung der Steuern finden sich unter www.ag.ch/steuern. Bei Fragen steht auch die für den Steuerbezug zuständige Abteilung Finanzen gerne zur Verfügung.

Die provisorischen Steuerrechnungen basieren in den meisten Fällen auf den letzten definitiven oder provisorischen Faktoren des Vorjahres. Falls sich das Einkommen oder das Vermögen gegenüber den bisherigen Verhältnissen wesentlich verändert hat, kann auf begründetes Gesuch hin eine Anpassung der provisorischen Steuerrechnung 2019 vorgenommen werden. In diesem Fall ist mit der Abteilung Steuern Kontakt aufzunehmen.

Öffentliche Auflage Baugesuch

Gestützt auf § 60 des Baugesetzes (BauG) und § 54 der Bauverordnung (BauV) wird das nachstehende publikationspflichtige Bauvorhaben veröffentlicht (amtliche Publikation im Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 25.01.2019):

Baugesuch Nr.  2019/01
Gesuchsteller/
Bauherrschaft:
 Sabin Frank,
 Pflanzerfeldstrasse 41, 5445 Eggenwil
Grundeigentümer:
 dito
Projektverfasser:  Cécile Treier, Architektin FH,
 Höhenweg 51, 8965 Berikon
Bauvorhaben:  Neubau Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung
Lage:  Parzelle Nr. 892, Im Rebhügel 29 a/b
Zone:   innerhalb der Bauzone, Spezialzone SP E2 «Rebhügel»
Besonderes:  ersetzt rechtskräftig bewilligtes Bauprojekt gemäss
 Baubewilligung Nr. 2017/12 vom 8. Januar 2018
   

Das Baugesuch liegt vom 28. Januar bis 26. Februar 2019 bei der Gemeindeverwaltung öffentlich auf. Allfällige Einwendungen sind innerhalb der Auflagefrist schriftlich in Papierform mit Begründung und Antrag beim Gemeinderat, 5445 Eggenwil, zu erheben. Die Anträge können später nicht mehr erweitert werden (§ 60 BauV).

Sirenentest am 6. Februar

Sirenen können Leben retten – wenn sie richtig funktionieren und die Bevölkerung weiss, was zu tun ist. Am Mittwoch, 6. Februar, findet in der ganzen Schweiz von 13.30 bis spätestens 15 Uhr der alljährliche Sirenentest statt. Dabei wird die Funktionsbereitschaft der stationären und mobilen Sirenen des «Allgemeinen Alarms» und des «Wasseralarms» getestet. Es sind keine Verhaltens- und Schutzmassnahmen zu ergreifen. Weitere Informationen und Hinweise zu den Verhaltensregeln im Ernstfall können unter www.sirenentest.ch abgerufen werden.

Ergänzend zum Alarmierungs- und Informationssystem mittels Sirenen und Radio alarmieren und informieren die Behörden die Bevölkerung bei Ereignissen auch via Alertswiss. Die Alertswiss-App gibt es kostenlos für Android- und für iOS-Systeme. Sie ist downloadbar im Google Play Store und im Apple Store.

Blutspendeaktion am 13. Februar

Am Mittwoch, 13. Februar, von 17 bis 20 Uhr, führt der Samariterverein Bremgarten und Umgebung in enger Zusammenarbeit mit dem Zürcher Blutspendedienst SRK wiederum eine Blutspendeaktion in der Mehrzweckhalle der St. Josef-Stiftung an der Badstrasse 4 in Bremgarten durch.

Gemeindebeiträge für Bienenhaltung

Bienen sichern die Bestäubung von rund 80 Prozent der Kultur- und Wildpflanzen. Damit kommt der Bienenhaltung eine ökologische Schlüsselfunktion für die Biodiversität und die Landwirtschaft zu. Hinzu kommt der volkswirtschaftliche Wert der Bienenzucht. Dagegen haben in den letzten Jahren die Zahl der Imker sowie der Bestand an Bienenvölkern stark abgenommen. Durch Krankheiten und Schädlinge nimmt die Bedrohung laufend zu. Die Honigbiene ist heute von der imkerlichen Pflege abhängig. Weitere Informationen zur Bienengesundheit finden sich unter anderem auch auf der Homepage des Verbands der Aargauer Bienenzüchter-Vereine.

In Anerkennung der wichtigen und vielfältigen Funktionen der Bienenzucht und im Sinne eines Beitrags zur Förderung der Bienenhaltung entrichtet die Gemeinde den Bienenhaltern jeweils einen jährlichen Beitrag von 30 Franken pro Volk. Eggenwil zählt gegenwärtig fünf Bienenhalter (Vorjahr: 5) mit insgesamt 71 (70) Völkern.

Tendenziell sinkende Nachfrage nach Postdienstleistungen

Im Jahr 2018 wurden während der offiziellen Öffnungszeit von 35 (bis Ende Juli 32) Stunden pro Woche durchschnittlich 94 (Vorjahr: 98) Kunden am Schalter bedient. Davon beanspruchten 58 (57) Prozent ein Angebot der Postagentur (seit Anfang 2018 «Die Post Eggenwil, Filiale mit Partner»), 34 (35) Prozent ein solches der Gemeindeverwaltung. Acht (8) Prozent nahmen gleichzeitig Dienstleistungen von Post und Gemeinde in Anspruch.

Besonders geschätzt werden nach wie vor die Öffnungszeiten am Montagabend bis 18.30 Uhr. Mit durchschnittlich 28 (26) Kunden ist der Montag der am stärksten frequentierte Tag. Rund 44 (40) Prozent aller Postgeschäfte sind Sendungsaufgaben, gefolgt von den Sendungsabholungen mit 30 (34) Prozent. Die übrigen postalischen Dienstleistungen bewegen sich seit der Integration der Postagentur in die Gemeindeverwaltung am 1. September 2008 in einem konstanten Rahmen. Einzig die Verkäufe, insbesondere Autobahnvignetten, sind naturgemäss saisonalen Schwankungen unterworfen.

Während des vergangenen Jahres wurden bei der Post Eggenwil insgesamt 7305 (7878) Briefe und Pakete mit Hilfe des Sendungsmoduls selbstbedient frankiert und anschliessend über die Schalterkasse der Gemeindeverwaltung abgerechnet. Hinzu kommt eine immer stattlichere Anzahl bereits vorfrankierter Sendungen (beispielsweise Zalando-Pakete), die im Gemeindehaus abgegeben werden und nicht transaktionsabhängige Leistungen darstellen. 265 (287) Personen machten vom Bargeldbezug Gebrauch und bezogen insgesamt 92 693 (91 783) Franken. Total 246 (228) oder durchschnittlich 20 (19) Personen pro Monat erledigten ihre Einzahlungen am Schalter.

Die Gemeinde erbringt die Postdienstleistungen im Namen der Post CH AG auf ihre eigene Rechnung. Die Abgeltung der Post für die Leistungen des Filialpartners setzt sich aus fixen, variablen sowie Bonuskomponenten zusammen. Der fixe Teil der Abgeltung entschädigt für nicht transaktionsabhängige Leistungen. Der variable Teil wird in Abhängigkeit vom erzielten Umsatz und/oder der Anzahl durchgeführter Transaktionen ausgerichtet. Die Bonuskomponente wird bei Erfüllung der Qualitätsstandards ausbezahlt, was im vergangenen Jahrzehnt ausnahmslos der Fall war.

Die zu Beginn von der Schweizerischen Post prognostizierte Abgeltung von 19 000 Franken pro Jahr oder rund 1600 Franken pro Monat wurde seit der Integration der Post in die Verwaltung in jedem Monat übertroffen. Sie betrug 2018 durchschnittlich 1800 (1880) Franken pro Monat. Damit konnte die Postfiliale auch im vergangenen Jahr weitgehend kostendeckend betrieben werden. Allerdings schlägt die stetige Abnahme der Brief- sowie der nicht vorfrankierten Paketsendungen erneut negativ zu Buche. Dieser Trend dürfte sich weiter fortsetzen.

Der Gemeinderat dankt dem Verwaltungsteam für die ausgezeichnete Arbeit und den Verantwortlichen der Schweizerischen Post für die partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Abfallstatistik 2018

Im Jahr 2018 wurden in Eggenwil 124 Tonnen (Vorjahr: 121) Hauskehricht und Sperrgut eingesammelt und der Kehrichtverbrennungsanlage in Dietikon zugeführt. Das ergibt 118 Kilogramm (121) pro Einwohnerin und Einwohner, was in Relation zum kantonsweiten Durchschnitt einem sehr guten Wert entspricht. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 produzierten die Aargauerinnen und Aargauer pro Kopf 164 Kilogramm Kehricht und Sperrgut.

Weiter wurden in der Gemeinde letztes Jahr 129 (130) Tonnen biogene Abfälle aus den privaten Haushaltungen der Grüngutverwertung in Nesselnbach weitergeleitet. Hinzu kam die Entsorgung von 36 (39) Tonnen Altpapier/Karton, 39 (37) Tonnen Altglas, 4 (4) Tonnen Altmetall gemischt, 3 (3) Tonnen Aluminium/Weissblech, 450 (640) Kilogramm mineralische Abfälle (Bauschutt), 580 (600) Liter Speise-/Motorenöl und Fette, 90 (130) Kilogramm Batterien/Akkus, 54 (88) Kilogramm Korkzapfen sowie 6,5  (7) Tonnen Textilien/Schuhe.

Bei dem im Juni 2018 zum achten Mal durchgeführten Spezialsammelabend auf dem Dorfplatz wurden ausserdem 673 (804) Kilogramm Elektro- und Elektronikgeräte und 206 (232) Kilogramm Sonderabfälle wie Farben, Dispersionen, Säuren, Laugen, Lösungs- und Reinigungsmittel, Pestizide und Medikamente kostenlos abgegeben.

Die in Eggenwil seit über 20 Jahren vollumfänglich nach dem Verursacherprinzip finanzierte Abfallwirtschaft schloss auch im vergangenen Jahr mit schwarzen Zahlen ab. Wie bereits Mitte Dezember mitgeteilt, konnte die Grundgebühr per Anfang dieses Jahres um zehn Prozent gesenkt werden.

Waldhütten-Vermietungen weiterhin auf hohem Niveau

2018 wurde die Waldhütte Cheserholz der Ortsbürgergemeinde Eggenwil insgesamt 102 Mal vermietet (Vorjahr: 115 Vermietungen). Damit lag die Auslastung auf weiterhin hohem Niveau. Die Mieteinnahmen beliefen sich auf 23 530 Franken (26 050 Franken). Die meisten Anfragen und Buchungen erfolgen online via Reservationssystem auf der Gemeindehomepage.

Der Gemeinderat dankt Markus und Andrea Belser für ihre hervorragende Arbeit als Hüttenwart/Verwalter.

Gemeindekanzlei Eggenwil
Walter Bürgi, Gemeindeschreiber
Eggenwil, 24. Januar 2019

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