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Waldweg als Standortmarketing

Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 22.07.2006, über den neu angelegten Waldrundgang im Pflanzerholz

Waldweg als Standortmarketing

Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 22.07.2006, über den neu angelegten Waldrundgang im Pflanzerholz

© Mittelland Zeitung; 22.07.2006

Tabloid Wohlen

Waldweg als Standortmarketing
Eggenwil Sitzplätze und Informationstafeln säumen den neuen Rundgang im Pflanzerholz.

Dino Nodari

Mit der Instandstellung des Waldrundgangs im Pflanzerholz wurde die zweite Bauetappe im Eggenwiler Wald abgeschlossen. Im Winter soll mit der Erstellung eines Biotops der «Umbau» abgeschlossen werden.

Über Jahre hinweg seien die Waldwege im Pflanzerholz vernachlässigt und teilweise lediglich für die Arbeit im Wald genutzt worden, meint der Eggenwiler Förster Urs Huber. Die Ortsbürgergemeinde hatte vor zwei Jahren vorgeschlagen, im Gebiet des Pflanzerholz einen Rundgang anzulegen. Dieser wurde vor kurzem instand gestellt und ausgebaut. Das Forstamt verband die beiden bestehenden Waldwege zudem über eine neu erstellte Holztreppe entlang dem Pflanzerbach.

Rund 850 Meter ist die neue Wegstrecke lang, die sich vom Waldrand Tobelstrasse bis zum Kuppelweg erstreckt. Gesäumt ist der Rundgang von drei sehr schön angelegten Sitzplätzen. «Dabei wurde bewusst auf eine Feuerstelle verzichtet», sagt der Eggenwiler Gemeindeschreiber Walter Bürgi. Und weiter: «Obschon wir die Abfallproblematik momentan sehr gut im Griff haben, gilt es, die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren.»

Keine Feuerstelle beim Biotop
Dies wird im Eggenwiler Wald mit elf verschiedenen Informationstafeln versucht. Fünf dieser Tafeln, die verschiedene Aspekte des Waldes thematisieren, stehen am Rand des neuen Waldrundgangs. Weitere Tafeln stehen im Gebiet des «Cheserholz» bei der Waldhütte.

Der Rundgang bei der Waldhütte bildete die erste Bauetappe und wurde vor einem Jahr fertig gestellt. «In diesem Winter werden die Arbeiten im Wald mit der Erstellung des Biotops vorerst abgeschlossen werden», erklärt Urs Huber. Das stehende Gewässer umfasst eine Fläche von rund 120 Quadratmetern und wird mit Findlingen aus dem Baugebiet Buech umrandet. Auch da wird es keine Feuerstelle geben. «Das Biotop ist ein Lebensraum für Tiere und kein Festplatz, zudem gibt es eine Feuerstelle bei der Waldhütte», so Urs Huber.

Kultureller Auftrag
So ganz uneigennützig war das fast 30 000 Franken teure Projekt aber nicht. «Immer mehr potenzielle Neuzuzüger interessieren sich für das Thema Naherholung», gesteht Walter Bürgi. War es früher meistens noch der Steuerfuss, der von erster Priorität war, umfasst das Standortmarketing einer Gemeinde heute auch eine ökologische Seite. Dies haben die Eggenwiler erkannt. «Der Wald gehört den Ortsbürgern, und diese haben, meiner Meinung nach, auch einen kulturellen Auftrag. Wir sind sehr zufrieden, was hier für die Bevölkerung getan wurde», sagt Walter Bürgi.


Weitere Informationen zum neuen Waldrundgang im Pflanzerholz und zu den Info-Tafeln Wald und Jagd finden Sie unter der amtlichen Publikation vom 30.06.2006

     

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