«Abbruch-Apéro» als Volksfest
Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 26.08.2006, über den Abbruch des Zgraggenhauses und die geplante Arealüberbauung an der Trottengasse
«Abbruch-Apéro» als Volksfest
Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 26.08.2006, über den Abbruch des Zgraggenhauses und die geplante Arealüberbauung an der Trottengasse
Pläne und Modell der Neuüberbauung stossen auf reges Interesse. Bild: AZ/sl
Eggenwil Das letzte Stündlein des Zgraggen-Hauses mit Infos zur Gesamtüberbauung zog 80 Personen an.
Lukas Schumacher
Zu einem festlich-informativen Dorfanlass hat sich der von der Gemeinde Eggenwil offerierte «Abbruch-Apéro» beim 200-jährigen Zgraggen-Haus entwickelt.
Der Auftakt zum Abbruch des Eggenwiler Zgraggen-Hauses, eines dorfgeschichtlich bedeutenden und mittlerweile verlotterten Gebäudes unweit der Kantonsstrasse, erwies sich als Renner. Nicht weniger als 80 Leute Baufachleute, Dorfbewohner und Gemeindevertreter feierten an der Trottengasse den ersten Beseitigungsakt der zum Schandfleck verkommenen Liegenschaft.
Voraussichtlich eine Woche dauern die Abbruch- und Aufräumarbeiten, ehe nichts mehr an das alte Haus erinnern wird, vielleicht mit Ausnahme des gut drei Meter tiefen dortigen Sodbrunnens. Entgegen der ursprünglichen Absicht bleibt der Brunnen möglicherweise doch erhalten.
Baueingabe Ende September
Auf dem Zgraggen-Gelände will Bauherr Anton Steiner (Bremgarten) eine Areal-Überbauung mit acht freistehenden Einfamilienhäusern realisieren sowie, anstelle des Zgraggen-Hauses, eine neue Wohnbaute mit je zwei Maisonette-Wohnungen im Parterre und Dachgeschoss erstellen; Volumen und Ausmasse des Altgebäudes werden übernommen.
Architekt Markus Ruch wird das Vorprojekt überarbeiten und das Baugesuch in einem Monat, Ende September, bei der Gemeinde einreichen. Noch ungelöst ist die Dachform der geplanten Einfamilienhäuser: Sanfte Walmdächer oder begrünte Flachdächer?
Im Frühling 2007 will die Bauherrschaft Steiner-Immobilien den Spatenstich vollziehen. Die Realisierung soll nicht in mehreren Schritten erfolgen, sondern in Form einer einzigen Bauetappe, wobei zuerst die Tiefgarage und das Mehrfamilienhaus erstellt werden.
Gut eineinhalb Jahre dürfte die Bauzeit der Neusiedlung dauern. Falls alles reibungslos vonstatten geht, sollte die Überbauung im Herbst 2008 bezugsbereit sein.
Mitfinanzierung der Gemeinde
Vor dem Spatenstich auf dem Gelände winken der Ausbau der Trottengasse sowie Verlegungen und Erneuerungen von Werkleitungen. Diese Erschliessungsfragen und deren Finanzierung hat der Gemeinderat in Form eines öffentlich-rechtlichen Vertrags mit dem Bauherrn geregelt.
Demnach übernimmt Anton Steiner zwei Drittel der rund 350 000 Franken kostenden Erschliessung und die Gemeinde den restlichen Drittel, also voraussichtlich 120 000 Franken. Der fair ausgehandelte Kostenteiler bedarf der Zustimmung durch die Gemeindeversammlung Eggenwil. An der «Wintergmeind» vom 24. November wird darüber abgestimmt. (mz/sl/ves)
Einladung zur Info-Veranstaltung mit "Abbruch-Apéro" vom 24.8.2006