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Gemeindemitteilung vom 24.02.2017

Budgets 2017 durch den Kanton genehmigt; Gyrenstrasse zum Schutz der Amphibien nachts gesperrt; Mittagstisch war auch 2016 gefragt; Im vergangenen Jahr erbrachte Sozialhilfe; Ausgeglichene Rechnung des Betreibungsamts; Abfallstatistik 2016; Ab März wieder wöchentliche Grüngutabfuhren; Verkauf von Samen und Kartoffelsaatgut am «Dorfplatz-Märt»; Geschwindigkeitskontrolle auf der Kantonsstrasse

Budgets 2017 durch den Kanton genehmigt

Das kantonale Gemeindeinspektorat hat die Budgets 2017 der Einwohner- und Ortsbürgergemeinde genehmigt. Laut dem vorliegenden Prüfungsbefund fehlen bei der Einwohnergemeinde 84 150 Franken oder rund drei Steuerprozentpunkte zur gesetzlichen Ausgabendeckung, welche jedoch voraussichtlich durch Bilanzüberschüsse abgedeckt werden kann. Das mittelfristige Haushaltsgleichgewicht respektive das mittelfristig kumulierte Ergebnis der Erfolgsrechnung ist nachgewiesen. Die Kennzahlenauswertung zum Budget 2017 kann bei der Abteilung Finanzen eingesehen werden.

Gyrenstrasse zum Schutz der Amphibien nachts gesperrt

Sobald im Frühling in feuchten Nächten die Temperaturen über fünf Grad Celsius liegen, beginnen verschiedene Amphibien (Frösche, Kröten und Molche) ihre Laichplätze aufzusuchen. Um die Tiere bei ihrem Laichzug im Bereich des Gyrenweihers in Widen zu schützen, werden auch dieses Jahr alle Zufahrtsstrassen zum Gyrenweiher (Gyrenstrasse ab Abzweigung Heinrütiweg in Eggenwil bis zum Weiher, Rebbergstrasse ab Liegenschaft Nummer 33 und Wolfeggstrasse ab Einmündung der Strasse Im Rebberg) während der Nacht zwischen 19 und 5 Uhr gesperrt. Davon ausgenommen ist einzig der Zubringerdienst zu den beiden Liegenschaften Gyrenstrasse 50 und 52. Die Verkehrsbeschränkung wurde diese Woche signalisiert. Die Gemeinderäte Widen und Eggenwil danken den Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis.

Mittagstisch war auch 2016 gefragt

Aufgrund der positiven Erfahrungen aus dem vorangegangenen einjährigen Pilotprojekt sprach sich die Gemeindeversammlung im Sommer 2010 für die definitive Einführung des Mittagstisches aus. Gleichzeitig wurde das seit Beginn des Schuljahres 2006/2007 bestehende Angebot an Betreuungsstunden und Aufgabenhilfe erweitert, so dass bei genügenden Anmeldungen in Kombination mit dem Mittagstisch an zwei Tagen in der Woche eine Ganztagesbetreuung angeboten werden kann. Für dieses Gesamtpaket an familienergänzenden Tagesstrukturen genehmigte der Souverän einen Verpflichtungskredit von jährlich 30 000 Franken als maximales Kostendach im Sinne einer Defizitgarantie.

Die bedarfsgerechte Verpflegungsmöglichkeit im Foyer des Mehrzweckgebäudes wird – koordiniert mit dem Schulstundenplan und unterrichtsunabhängigen Betreuungsangebot – ausserhalb der Unterrichtszeiten sichergestellt. Das Angebot steht an vier Tagen pro Woche allen in Eggenwil wohnhaften Kindern, die den Kindergarten oder die Volksschule besuchen, offen. Gelegentlich nehmen auch Schulleitung und Lehrerschaft teil. Jeweils am Montag sind ebenso die Eggenwiler Seniorinnen und Senioren herzlich willkommen. Während der Schulferien und an Feiertagen findet der Mittagstisch nicht statt.

Im vergangenen Jahr wurden an insgesamt 154 Tagen (Vorjahr: 148 Tage) total 2381 (2608) Mittagessen zubereitet. Durchschnittlich wurden pro Tag 15 (18) Personen verpflegt. Für das leibliche Wohl sorgt Riikka Franz, gelernte Grossküchenleiterin. Zudem werden die Kinder während des Mittagstischs durch Betty Kisoso Pascali als leitende Betreuerin und bei Bedarf auch von Katharina Stadler oder Monika Dittrich betreut. Für das ergänzende Betreuungsangebot zeichnen Betty Kisoso Pascali und Riikka Franz verantwortlich.

Den Eltern wurde für das erste Kind pro Familie ein Betrag von 15 Franken bei fixer Anmeldung (für weitere Kinder je 13 Franken) und 17 Franken für das erste respektive 15 Franken für weitere Kinder bei sporadischer Inanspruchnahme des Angebots in Rechnung gestellt. Die Pauschalbeiträge sind für alle Eltern, unabhängig ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, gleich. Wie die Rechnung 2016 zeigt, ergab sich für den Mittagstisch bei einem Aufwand von 53 882 (56 791) Franken gegenüber einem Ertrag von 32 266 (35 381) Franken ein Defizit von 21 616 (21 410) Franken. Für die Betreuungsstunden resultierte bei einem Aufwand von 4331 (3988) Franken gegenüber keinem Ertrag (0) ein Fehlbetrag von 4331 (3988) Franken. Damit wurden die Kosten für Löhne, Verbrauchsmaterial und Administration zu rund 55 (58) Prozent durch Elternbeiträge gedeckt. Mit der Übernahme des Gesamtdefizits von 25 947 (25 398) Franken durch die Gemeinde wurde das bewilligte Kostendach um 4053 (4602) Franken unterschritten. Raumnutzung und Nebenkosten wie Strom, Wasser etc. wurden nicht berechnet respektive blieben in der Abrechnung Tagesstrukturen unberücksichtigt.

Gemeinderat und Schulpflege danken allen an der Organisation und Durchführung des Mittagstischs sowie der Betreuungsstunden beteiligten Personen für die engagierte und kompetente Mitarbeit.

Im vergangenen Jahr erbrachte Sozialhilfe

Im Jahr 2016 musste in insgesamt zehn Fällen beziehungsweise Dossiers materielle Hilfe im Sinne der Sozialhilfegesetzgebung an elf schweizerische und ausländische Staatsangehörige (ohne Asylsuchende) gewährt werden. Nebst immaterieller Unterstützung von verschiedenen Personen durch die Sozialen Dienste wurden netto 62 874 Franken an die Hilfesuchenden ausbezahlt. Im Weiteren bevorschusste die Gemeinde in einem Fall die Unterhaltsbeiträge für ein Kind; die Kosten wurden vollumfänglich durch den Kindsvater rückerstattet. Per Jahresende mussten noch vier Personen im Rahmen von vier Dossiers durch die Gemeinde unterstützt werden. Mittlerweile konnte ein Fall abgeschlossen werden, drei weitere Fälle sind neu oder wieder hinzugekommen, so dass sich die aktuelle Zahl der Sozialhilfebeziehenden auf sieben Personen respektive sechs Fälle beläuft.

Ausgeglichene Rechnung des Betreibungsamts

Seit Anfang 2011 wird das Betreibungsamt Eggenwil im Rahmen eines Gemeindevertrages zentral im Gemeindehaus Zufikon durch die dortige Betreibungsbeamtin geführt. Diese ist von der Gemeinde Zufikon angestellt und erhält – im Unterschied zum einstigen Sportelnsystem – unabhängig der Anzahl Amtshandlungen eine feste Entlöhnung. Die Gebühren aus den Betreibungshandlungen fliessen – wie dies auch bei allen anderen Einnahmen der Kommunen der Fall ist – in die Gemeindekasse. Im Sinne einer Vollkostenrechnung werden sämtliche Aufwendungen und Erträge belastet respektive gutgeschrieben. Nettoertrag oder Nettoaufwand werden im Verhältnis der in den Gemeinden im Rechnungsjahr neu angehobenen Betreibungen verursachergerecht auf die Vertragsgemeinden aufgeteilt.

Im vergangenen Jahr waren für Zufikon und Eggenwil 1205 (Vorjahr: 1098) Betreibungsbegehren zu bearbeiten, wovon 155 (200) auf Eggenwil entfielen. Es resultierte ein Nettoaufwand von 236 Franken (Nettoertrag von 8800 Franken). Der auf Eggenwil entfallende Aufwand belief sich auf 41 Franken. Im Budget 2016 wurde mit einem Nettoaufwand von 1000 Franken gerechnet.

Abfallstatistik 2016

Im Jahr 2016 wurden in Eggenwil 129 Tonnen (Vorjahr: 134) Hauskehricht und Sperrgut eingesammelt und der Kehrichtverbrennungsanlage in Dietikon zugeführt. Das ergibt 133 Kilogramm (143) pro Einwohnerin und Einwohner, was einem sehr guten Wert entspricht. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 produzierten die Aargauerinnen und Aargauer gemäss kantonaler Abfallstatistik pro Kopf 169 (174) Kilogramm Kehricht und Sperrgut.

Weiter wurden 131 (114) Tonnen biogene Abfälle aus den privaten Haushaltungen der Grüngutverwertung in Nesselnbach weitergeleitet. Hinzu kam die Entsorgung von 41 (46) Tonnen Altpapier/Karton, 39 (39) Tonnen Altglas, 5 (4) Tonnen Altmetall gemischt, 3 (3) Tonnen Aluminium/Weissblech, 16 (11) Kubikmeter mineralische Abfälle (Bauschutt), 700 (780) Kilogramm Speise-/Motorenöl und Fette, 120 (190) Kilogramm Batterien/Akkus sowie 40 (58) Kilogramm Korkzapfen.

Bei dem im Juni 2016 zum sechsten Mal durchgeführten Spezialsammelabend auf dem Dorfplatz wurden ausserdem 953 (940) Kilogramm Elektro- und Elektronikgeräte und 128 (256) Kilogramm Sonderabfälle wie Farben, Dispersionen, Säuren, Laugen, Lösungs- und Reinigungsmittel, Pestizide und Medikamente abgegeben.

Die in Eggenwil seit über 20 Jahren vollumfänglich nach dem Verursacherprinzip finanzierte Abfallwirtschaft schloss auch im vergangenen Jahr mit schwarzen Zahlen ab. Per Anfang dieses Jahres konnten deshalb die Verkaufspreise für Kehricht- und Sperrgutgebührenmarken um 12 Prozent gesenkt werden.

Ab März wieder wöchentliche Grüngutabfuhren

Ab Dienstag, 7. März, bis und mit November findet die Grüngutabfuhr wieder wöchentlich statt. Die zur Kompostierung geeigneten Haus-, Garten- und Gewerbeabfälle sind in normierten Behältern mit Kammschüttvorrichtung, in Behältern für Einzelleerungen oder mit verrottbaren Schnüren zu handlichen Bündeln verschnürt jeweils vor 13 Uhr am Strassenrand bereitzustellen. Über Gebühren und Höchstmasse gibt der im Dezember allen Haushalten zugestellte Abfallkalender 2017 Auskunft. Im beigelegten Informationsblatt finden sich die Liste mit allen Grüngutabfuhrdaten sowie ein Verzeichnis der zugelassenen und nicht zugelassenen Materialien. Diese und weitere Informationen zur Abfallwirtschaft können auch auf der Gemeindehomepage unter der Rubrik Versorgung/Entsorgung > Abfallwirtschaft abgerufen werden.

Verkauf von Samen und Kartoffelsaatgut am «Dorfplatz-Märt»

Gleichzeitig mit dem jeden Samstag stattfindenden «Dorfplatz-Märt» der Eggenwiler Hofgemeinschaft «Natur Manufaktur» bietet Annafried Widmer-Kessler am Samstag, 4. März, von 9 bis 12 Uhr, über 100 Sorten Samen von Tomaten, Bohnen, Blumen, Kräutern, Chili etc. sowie 20 verschiedene Sorten Saatkartoffeln in allen Farben, Grössen und Formen zum Verkauf an. Widmer vermehrt in ihrem «Lunexgarten» seit mehr als 20 Jahren für die Schweizerische Stiftung Pro Specie Rara Saatgut und berät Interessierte gerne über Anbau und Verwendung. Zudem bietet Kartoffelzüchter Stefan Griesser eine Auswahl seiner besonderen Gewächse an.

Geschwindigkeitskontrolle auf der Kantonsstrasse

Am 14. Februar führte die Regionalpolizei Bremgarten zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Geschwindigkeitskontrolle auf der Hauptstrasse, Höhe Badenerstrasse 24, Fahrtrichtung Baden, durch. Zwischen 05.50 und 08.30 Uhr haben von 262 gemessenen Fahrzeugen deren 56 oder 21,4 Prozent die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h überschritten. Die gefahrenen Geschwindigkeiten der Übertretungen ergaben nach Abzug der Messtoleranz von 3 km/h folgendes Bild: Zwischen 51 bis 55 km/h: 42 Übertretungen, zwischen 56 bis 60 km/h: 12 Übertretungen, zwischen 61 bis 65 km/h: eine Übertretung und zwischen 66 bis 74 km/h: eine Übertretung. Der schnellste Lenker war mit netto 73 km/h unterwegs und musste an die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten verzeigt werden.

Gemeindekanzlei Eggenwil
Walter Bürgi, Gemeindeschreiber
Eggenwil, 24. Februar 2017

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