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Gemeindemitteilung vom 13.01.2016

Gemeindeversammlungsbeschlüsse sind rechtskräftig; Tieferer Gemeindesteuerertrag 2015; Anzahl Betreibungen im Jahr 2015 erneut gestiegen; Steuerbussen 2015; Gratulation an Markus Belser zum 10-jährigen Arbeitsjubiläum; Vereinbarung über die Pflege und Verjüngung des Waldes verlängert; Neue Hundedatenbank; 14 Robidogs sollten ausreichen; Geschwindigkeitskontrolle auf der Kantonsstrasse; Aus der Gemeinde-Statistik 2015

Gemeindeversammlungsbeschlüsse sind rechtskräftig

Nach unbenütztem Ablauf der Referendumsfrist sind sämtliche Beschlüsse der Einwohnergemeindeversammlung vom 20. November am 28. Dezember in Rechtskraft erwachsen. Die Beschlüsse der Ortsbürgergemeindeversammlung vom 25. November wurden abschliessend gefasst.

Tieferer Gemeindesteuerertrag 2015

Mit 2,55 Millionen Franken liegt der Nettogemeindesteuerertrag 2015 um 128 000 Franken oder 4,8 Prozent unter dem Budget. Gegenüber dem Vorjahr muss basierend auf einem gleichbleibendem Steuerfuss von 102 Prozent ein Minus von 75 000 Franken oder 2,9 Prozent verzeichnet werden. Bei einer marginal angestiegenen Einwohnerzahl ist auch die Steuerkraft pro Einwohner (auf 100 Prozent umgerechneter Gemeindesteuersollbetrag, dividiert durch die Gesamteinwohnerzahl) von 2786 Franken im Jahr 2014 auf 2692 Franken gesunken. Der Netto-Ausstand der Gemeindesteuern (provisorisch und definitiv veranlagt) betrug per Jahresende 174 000 Franken oder 6,9 Prozent. Davon waren 38 Prozent nicht in Verzug. Für verspätete Steuerzahlungen wurden 4000 Franken Verzugszinsen erhoben. Auf der anderen Seite gewährte die Gemeinde Vergütungszinsen im Betrag von 4200 Franken.

Bereits im Laufe des letzten Jahres zeichnete sich ab, dass der budgetierte Steuerertrag 2015 nicht erreicht werden kann. Folglich hat der Gemeinderat sowohl im Rechnungsjahr 2015 als auch im Rahmen der Budgetierung 2016 weitere Sparmassnahmen getroffen. Ebenso basiert das im November genehmigte Budget 2016 auf einem entsprechend reduzierten Steuerertrag.

Anzahl Betreibungen im Jahr 2015 erneut gestiegen

Mit 200 nahm die Gesamtzahl der Betreibungsbegehren im Vergleich zum Vorjahr (177) zu. Davon wurden 23 (13) Begehren zurückgewiesen. Die in Betreibung gesetzten Forderungen der Gläubiger sind mit 500 868 Franken gegenüber dem Vorjahr (399 238 Franken) ebenfalls markant angestiegen. Total wurden 194 917 Franken (147 802 Franken) an die Gläubiger überwiesen, davon entfallen 23 035 Franken (38 726 Franken) auf Zahlungen an die Gemeinde. Nach wie vor betreffen die meisten Zahlungsbefehle offene Steuerforderungen, Mehrwertsteuern und Krankenkassenprämien. Weitere Zahlen aus dem Betreibungsamt: Fortsetzungsbegehren: 116 (123), Eigentumsvorbehalte: 0 (1), Rechtshilfegesuche: 7 (2), Rechtsvorschläge 9 (13), Konkursandrohungen: 6 (4), Pfändungsvollzüge: 116 (89), Verwertungen: 97 (79), Verlustscheine: 58 (56), erteilte Auskünfte (Auszüge aus dem Betreibungsregister): 200 (187).

Steuerbussen 2015

Gemäss Steuergesetz fällt die Hälfte der vom kantonalen Steueramt verfügten Ordnungsbussen wegen Nichtabgabe der Steuererklärung den Gemeinden zu. Aus dem Rechnungsjahr 2015 ergibt sich für Eggenwil ein Gemeindeanteil von 4611 Franken (Vorjahr: 3732 Franken).

Gratulation an Markus Belser zum 10-jährigen Arbeitsjubiläum

Am 1. Januar 2006 trat Markus Belser als Angestellter technische Betriebe und Schulhauswart in den Dienst der Gemeinde Eggenwil ein. Er übernahm damals die Stelle von Bruno Meier, der als Nachfolger von Paul Leuenberger zum Leiter technische Betriebe befördert worden war. Zu seinen umfangreichen Aufgaben gehören unter anderem die Aufsicht, Reinigung und der Unterhalt von Schulanlage und Waldhütte, die Koordination der Benützung und die Vermietung von Mehrzweckhalle und Waldhütte sowie die Mitarbeit in allen technischen Bereichen wie Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Abfallbewirtschaftung und Elektrizitätsversorgung. Im Herbst 2008 schloss der gelernte Schreiner nach einer zweieinviertel Jahre dauernden berufsbegleitenden Weiterbildung die anspruchsvolle Eidgenössische Berufsprüfung für Hauswartinnen und Hauswarte erfolgreich ab. Gemeinderat und Verwaltung danken Markus Belser für seine engagierte, pflichtbewusste und kompetente Mitarbeit zum Wohl der Gemeinde Eggenwil herzlich und wünschen ihm weiterhin viel Freude und Genugtuung bei seinen verantwortungsvollen Aufgaben.

Vereinbarung über die Pflege und Verjüngung des Waldes verlängert

Der Kanton Aargau und der Bund leisten Beiträge an die Pflege von Jungwaldbeständen und die Begründung von Beständen aus seltenen und wertvollen Baumarten. Ziel ist die Schaffung naturnaher, nachhaltig stabiler Waldbestände. Der Gemeinderat hat mit dem Kanton wiederum eine Vereinbarung über die Pflege und Verjüngung des Waldes für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2019 über die gesamte Waldfläche der Ortsbürgergemeinde Eggenwil von 24,65 Hektaren, davon 4,2 Hektaren Jungwaldfläche, abgeschlossen.

Neue Hundedatenbank

In Eggenwil sind rund 80 Hunde registriert. Per 1. Januar 2016 wurde nun die zentrale Heimtierdatenbank «ANIS» durch das System «AMICUS» abgelöst. Künftig ist das Anmeldeverfahren für Ersthundehaltende zweistufig. Hundehaltende müssen sich nach Anschaffung ihres ersten Hundes bei den Einwohnerdiensten Eggenwil als Hundehalter registrieren lassen. Sobald die Gemeinde die Personendaten des Hundehalters in «AMICUS» erfasst hat, kann der Hund auch beim Tierarzt registriert werden. Nach der Erfassung aller Daten schickt die Datenbankbetreiberin den Ersthundehaltenden eine sogenannte «Petcard» zu.

Adressdaten von Hundehalter werden künftig ausschliesslich von den Gemeinden mutiert. Hundehaltende können ihre Telefonnummer und Mail-Adresse sowie ein allfälliges Todesdatum des Hundes über die Zugangsdaten auf der «Petcard» selber eintragen.

14 Robidogs sollten ausreichen

Auf dem Gemeindegebiet sind insgesamt 14 Robidog-Behälter installiert. Die grosse Mehrheit der Hundehalter nutzt diese Einrichtungen ordnungsgemäss und leistet damit einen wertvollen Anteil zur Sauberhaltung von Natur und Landschaft. Leider gibt es aber trotzdem immer wieder Hundehalter, die sich nicht um den von ihren Tieren zurückgelassenen Kot auf Strassen, Plätzen, Rabatten und Wiesen kümmern. Dies zum grossen Ärger von Fussgängern und der Landwirte. Aber auch Rollstuhlfahrer sind von diesem Missstand betroffen.

Der Gemeinderat macht die fehlbaren Personen einmal mehr auf die Bestimmungen des Polizeireglementes aufmerksam: «Tierhaltende haben dafür zu sorgen, dass der öffentliche und private Grund Dritter nicht durch ihre Tiere verunreinigt werden. Sie sind verpflichtet, den Kot ihrer Tiere aufzunehmen und sachgerecht zu entsorgen». Widerhandlungen gegen diese Vorschriften werden vom Gemeinderat mit Geldbussen bis zu 2000 Franken bestraft.

Der Rat dankt im Namen Aller (Tier und Mensch) für die Kooperation und wünscht allen Zwei- und Vierbeinern weiterhin erholsame Spaziergänge.

Geschwindigkeitskontrolle auf der Kantonsstrasse

Am 6. Januar führte die Regionalpolizei Bremgarten zum ersten Mal in diesem Jahr eine Geschwindigkeitskontrolle auf der Hauptstrasse, Höhe Restaurant Sternen, Fahrtrichtung Baden, durch. Zwischen 14.15 und 16.30 Uhr haben von 293 gemessenen Fahrzeugen deren 56 oder 19,1 Prozent die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h überschritten. Die gefahrenen Geschwindigkeiten der Übertretungen ergaben nach Abzug der Messtoleranz von 3 km/h folgendes Bild: Zwischen 51 bis 55 km/h: 47 Übertretungen und zwischen 56 bis 60 km/h: neun Übertretungen. Der schnellste Lenker war mit netto 60 km/h unterwegs. Es musste niemand an die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten verzeigt werden.

Aus der Gemeinde-Statistik 2015

Im Jahr 2015 stehen 11 (Vorjahr: 10) Geburten 6 (1) Todesfällen und 74 (100) Zuzüge 73 (87) Wegzügen entgegen. Die Einwohnerzahl betrug per 31. Dezember 2015 940 (934) Personen, davon sind 325 (339) römisch-katholisch, 0 (0) christkatholisch, 198 (208) reformiert, 88 (78) anderer Konfession, 329 (308) konfessionslos und 448 (450) Frauen, 492 (484) Männer. Innerhalb der letzten zehn Jahre stieg der Anteil der konfessionslosen Einwohnerinnen und Einwohner von 16,6 auf 35 Prozent und übertrifft per Ende 2015 erstmals alle anderen Konfessionsgruppen.

Der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung inklusive Asylbewerber und vorläufig aufgenommene Ausländer betrug am Jahresende 169 (168) Personen oder 18 Prozent (18,0) aus 24 verschiedenen Nationen. Vor zehn Jahren betrug der Ausländeranteil 11,5 Prozent. Am stärksten vertreten sind die deutschen Staatsangehörigen mit 39,1 Prozent (42,9) der ausländischen Wohnbevölkerung.

Von der Gesamtbevölkerung sind 126 Personen zwischen 65 und 79 Jahre, 27 Personen über 80 Jahre alt. 161 Einwohner oder 17,1 Prozent befinden sich im Pensionsalter. 180 Personen oder 19,1 Prozent sind jünger als 20 Jahre.

Ende 2015 waren 639 (635) Stimmberechtigte verzeichnet, davon 32 (33) Ortsbürger, 317 (317) Frauen, 322 (318) Männer.

Per 30. September waren in der Gemeinde 847 (828) Motorfahrzeuge und Anhänger sowie 32 (27) Motorfahrräder registriert. Die Fahrzeugkategorien teilen sich wie folgt auf: 621 (604) Personenwagen, 1 (2) Kleinbusse, 38 (32) leichte, 4 (3) schwere und 2 (1) übrige Nutzfahrzeuge, 1 (1) Arbeitsmotorwagen sowie 31 (32) landwirtschaftliche Motorfahrzeuge. Ferner verkehrten 109 (110) Motorräder, 1 (3) Kleinmotorrad, 37 (38) Anhänger und 2 (2) Kollektiv-Fahrzeuge mit Händlerschild.

Es fanden im vergangenen Jahr 2 (2) ordentliche Einwohnergemeindeversammlungen statt. An der Rechnungsgemeinde beteiligten sich 45 Stimmberechtigte oder 7,0 Prozent, an der Budgetgemeinde 48 Stimmberechtigte oder 7,6 Prozent. Insgesamt wurden 5 (10) Sachgeschäfte behandelt und keine (0) Verpflichtungskredite bewilligt. Es wurde kein (0) fakultatives Referendum ergriffen. Die Ortsbürger hielten ebenfalls 2 ordentliche Versammlungen ab. Im Sommer nahmen 12 Stimmberechtigte oder 37,5 Prozent und im Winter 15 Stimmberechtigte oder 46,9 Prozent teil. Insgesamt wurden 7 (6) Sachgeschäfte behandelt und keine (0) Verpflichtungskredite bewilligt.

Der Gemeinderat hielt 20 (20) ordentliche Sitzungen ab, wobei insgesamt 928 (862) Geschäfte behandelt wurden. Das Gemeinderatsprotokoll umfasst rund 450 Seiten. Daneben waren die Behördenmitglieder an zahlreichen weiteren Sitzungen, Besprechungen und Augenscheinen engagiert.

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