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Gemeindemitteilung vom 27.02.2014

Erfreulicher Rechnungsabschluss 2013; Weiterführung Projekt "Erweiterung und Sanierung Schul- und Mehrzweckanlage", neue Schulorganisation ab 1.8.2014; Erteilte Baubewilligungen; Führung des Betreibungsamtes erstmals kostenneutral; Eggenwil nimmt weiterhin Asylsuchende auf; Seniorin oder Senior für den Waldkindergarten gesucht

Erfreulicher Rechnungsabschluss 2013

Einwohnergemeinde

Die Laufende Rechnung 2013 der Einwohnergemeinde weist einen Ertragsüberschuss von 226 000 Franken aus, der als vorgeschriebene Abschreibungen und als Einlage ins Eigenkapital verbucht wurde. Der Gemeinderat rechnete mit einem Cash Flow von 101 000 Franken.

Die Nettoinvestitionen im vergangenen Jahr belaufen sich auf 177 000 Franken. Die Einwohnergemeinde weist ein Eigenkapital von 451 000 Franken aus. Die Rechnung schliesst mit einem Finanzierungsüberschuss von 49 000 Franken. Im Budget wurde mit einem Fehlbetrag von 187 000 Franken gerechnet. Insbesondere beim Hochwasserschutzprojekt sind die Aufwendungen noch nicht in der geplanten Höhe angefallen. Per Jahresende beträgt die verzinsliche Nettoschuld der Einwohnergemeinde 500 000 Franken. Eine Fremdverschuldung besteht indes nicht. Das benötigte Kapital wird von den Eigenwirtschaftsbetrieben intern verrechnet und entsprechend verzinst.

Der Nettoaufwand ist gegenüber dem Budget um sechs Prozent tiefer und im Vergleich zur Vorjahresrechnung um neun Prozent höher ausgefallen. Insbesondere Minderaufwendungen bei der Feuerwehr, bei den Berufsschulgeldern und im Gesundheitswesen (tiefere Spitalkostenbeiträge und Beiträge an die Pflegefinanzierung) sowie gegenüber dem Budget um 35 000 Franken höhere Sondersteuern (Nach-/Strafsteuern, Grundstückgewinnsteuern und Erbschafts- und Schenkungssteuern) führten zum besseren Ergebnis.

Mit 2,454 Millionen Franken liegt der Nettogemeindesteuerertrag (Einkommens- und Vermögenssteuern, Aktien- und Quellensteuern) um zwei Prozent unter Budget und drei Prozent über dem Vorjahr. Die Steuerkraft pro Einwohner ist von 2719 Franken im Jahr 2012 auf 2764 Franken gestiegen. Der Nettoausstand der Gemeindesteuern (provisorisch und definitiv veranlagt) beträgt per Jahresende 147 000 Franken oder sechs Prozent. Davon war per Jahresende die Hälfte nicht in Verzug. Für verspätete Steuerzahlungen wurden 5000 Franken Verzugszinsen erhoben. Auf der anderen Seite gewährte die Gemeinde Skonti und Vergütungszinsen im Betrag von 7000 Franken.

Eigenwirtschaftsbetriebe

Die Wasserversorgung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 43 000 Franken (Budget: 35 000 Franken). Der Finanzierungsüberschuss beträgt 89 000 anstelle der budgetierten 15 000 Franken. Zum besseren Gesamtergebnis trugen insbesondere noch nicht ausgeführte Investitionen bei. Die positive Abweichung bei der Laufenden Rechnung begründet sich durch tiefere Aufwendungen und keine ausserordentlichen Kosten. Das Eigenkapital der Wasserversorgung beträgt per Jahresende 1,51 Millionen Franken.

Die Abwasserbeseitigung weist einen Aufwandüberschuss von 24 000 Franken (Budget: 46 000 Franken) aus. Anstelle des budgetierten Finanzierungsüberschusses von 213 000 Franken resultiert ein Finanzierungsfehlbetrag von 51 000 Franken. Die Abweichung gegenüber dem Budget ist insbesondere darin begründet, dass wesentlich weniger Anschlussgebühren für bewilligte aber noch nicht realisierte Bauten vereinnahmt werden konnten. Im Weiteren fielen im Jahr 2013 noch Kosten für den Anschluss der Gemeinde Eggenwil an die ARA Bremgarten an. Das Eigenkapital der Abwasserbeseitigung beträgt per Ende 2013 800 000 Franken.

Die Abfallbewirtschaftung schliesst im Plus. Die Laufende Rechnung kann ein Gewinn (Einlage in Spezialfinanzierung) von 18 000 Franken ausweisen. Im Budget wurde mit einem solchen von 9 000 Franken gerechnet. Minderaufwendungen führten zum besseren Ergebnis. Das Eigenkapital der Abfallbewirtschaftung beläuft sich per Jahresende auf 29 000 Franken.

Ebenso kann die Rechnung der Elektrizitätsversorgung (Netz und Energie) gesamthaft schwarze Zahlen aufweisen. Es resultiert nach Abschreibungen auf den Werkanlagen von 16 000 Franken ein Ertragsüberschuss von 47 000 Franken. Im Weiteren weist die Elektrizitätsrechnung ein Finanzierungsüberschuss von 72 000 Franken (Budget 73 000 Franken) aus. Das Eigenkapital der Elektra beläuft sich per Jahresende auf 683 000 Franken.

Ortsbürgergemeinde

Dank den Mehrerträgen aus den Waldhüttenvermietungen konnten zum Ausgleich der Ortsbürgerverwaltung 6000 Franken (Budget: 4000 Franken) an die Forstwirtschaft vergütet werden. Die Forstwirtschaft konnte schliesslich zum Rechnungsausgleich 200 Franken in die Forstreserve einlegen (Budget: 2000 Franken). Der Stand des Forstreservefonds beträgt per Jahresende 63 000 Franken.

Weiterführung Projekt "Erweiterung/Sanierung Schul- und Mehrzweckanlage";
Neue Schulorganisation ab 1.8.2014

Im November stimmte die Einwohnergemeindeversammlung dem redimensionierten Projekt "Erweiterung und Sanierung der Schul- und Mehrzweckanlage" zu und genehmigte hierfür einen Baukredit von 2,69 Mio. Franken. Der Gegenantrag um Auslagerung der 5. und 6. Primarklasse nach Bremgarten wurde abgelehnt. Nach unbenütztem Ablauf der Referendumsfrist ist der Beschluss im Januar in Rechtskraft erwachsen.

Inzwischen hat der Gemeinderat die weiterführende Planung an die Hand genommen, eine Baukommission aus Vertretern der Schul- und Gemeindebehörden eingesetzt, den Zeitplan festgelegt und die Aufträge für die Erarbeitung des Bauprojekts, das Bewilligungsverfahren sowie die Ausschreibung erteilt an: Architekt Rolf Rey, Zufikon, für die Architekturleistungen. – Ingenieurbüro Kaufmann und Partner AG, Rupperswil, für die Bauingenieurarbeiten. – Ingenieurbüro SERO GmbH, Oberrohrdorf, für die Haustechnik-Ingenieurarbeiten Heizung und Sanitär. – Melliger Partner Elektroengineering GmbH, Wohlen, für die Elektroingenieurarbeiten.

Gemäss aktuellem Planungsstand ist von April bis Juni das Baubewilligungs- und Submissionsverfahren vorgesehen. Nach der Ausführungsplanung und den Vorbereitungen wird Mitte August der Baubeginn erwartet. Der Ersatz der Ölheizung durch eine Holzschnitzel-/Pelletsheizung ist im Oktober, der Einbau der Liftanlage im März kommenden Jahres geplant. Mit dem Bezug des neuen Kindergartens im Anbau an das Schulhaus sowie des erweiterten Foyers des Mehrzweckgebäudes für den Mittagstisch rechnen die Schul- und Gemeindebehörden im Juni 2015. Danach sollen im Juli und August die Sanierungen und Umbauten im Schulhaus und in der Turnhalle erfolgen.

Aufgrund der vom Aargauer Volk im März 2012 angenommenen Schulreform "Stärkung der Volksschule" dauert ab dem Schuljahr 2014/15 die Primarschule – wie in allen anderen Kantonen der Schweiz, mit Ausnahme des Tessins – auch im Aargau sechs anstatt fünf Jahre. Die Schule Eggenwil wird wie vorgesehen per Anfang August in gesamthaft vier 2-klassige Abteilungen (1./2. Kindergarten, 1./2., 3./4., 5./6. Primarklasse) umstrukturiert (heute 1./2. Kindergarten, 1./2./3., 4./5. Primarklasse). Die kantonale Abteilung Volksschule hat die vier Abteilungen und die entsprechenden Pensen für das kommende Schuljahr bewilligt.

Gemeinde- und Schulbehörde setzen alles daran, einen reibungslosen Übergang in die neue Schulorganisation und während der anschliessenden Bauzeit einen weitgehend normalen Unterricht zu gewährleisten. Gleichzeitig soll wenn immer möglich auf teure Provisorien – insbesondere Schulcontainer – verzichtet werden. Es ist deshalb vorgesehen, der Schule das grosse Sitzungszimmer im Obergeschoss des Gemeindehauses vorübergehend zur Verfügung zu stellen. Zudem werden temporär angepasste Stundenpläne und alternative Unterrichtsformen während der Bauzeit geprüft.

Erteilte Baubewilligungen

Unter Auflagen und Bedingungen wurden Baubewilligungen erteilt an:

Daniel Zimmermann, Eggenwil, für die Erhöhung und Sanierung des Dachs sowie die Sanierung der Fassade und des Vorplatzes beim Heulager des Ökonomiegebäudes, Gebäude Nr. 55, Parzelle Nr. 333, Wyderstrasse 3A;

Fritz und Marie-Theres Hausherr-Wetli, Eggenwil, für die Erstellung eines gedeckten Gartensitzplatzes auf Parzelle Nr. 110, südlich EFH Gebäude Nr. 181, Erlismattweg 3;

Max und Susanne Egloff-Hof, Eggenwil, für den Neubau eines Einfamilienhauses mit angebauter Garage und den Teilabbruch des bestehenden Garagengebäudes Nr. 88, Parzelle Nr. 159, Kirchrainstrasse 4;

Bernhard Kessler-Zeller, Eggenwil, für die Errichtung eines Glas-Gewächshauses auf Parzelle Nr. 204, nordwestlich EFH Gebäude Nr. 136, Rotrainstrasse 19;

Wilhelm Villiger-von Matt, Eggenwil, für die Änderung der Dachkonstruktion des Schopfs auf Parzelle Nr. 63, östlich EFH Gebäude Nr. 107, Kirchrainstrasse 8.

Führung des Betreibungsamtes erstmals kostenneutral

Seit Anfang 2011 wird das Betreibungsamt Eggenwil im Rahmen eines Gemeindevertrages zentral im Gemeindehaus Zufikon durch die dortige Betreibungsbeamtin geführt. Diese ist von der Gemeinde Zufikon angestellt und erhält – im Unterschied zum Sportelnsystem – unabhängig der Anzahl Amtshandlungen eine feste Entlöhnung. Die Gebühren aus den Betreibungshandlungen fliessen – wie dies auch bei allen anderen Einnahmen der Kommunen der Fall ist – in die Gemeindekasse. Im Sinne einer Vollkostenrechnung werden sämtliche Aufwendungen und Erträge belastet respektive gutgeschrieben. Nettoertrag oder Nettoaufwand werden im Verhältnis der in den Gemeinden im Rechnungsjahr neu angehobenen Betreibungen verursachergerecht auf die Vertragsgemeinden aufgeteilt. Im vergangenen Jahr waren für Zufikon und Eggenwil 993 Betreibungsbegehren (Eggenwil: 142) zu bearbeiten. Es resultierte ein Nettoertrag von 5600 Franken (Eggenwil: 794 Franken) zu Gunsten der Gemeinden. Damit konnte die Führung des Betreibungsamtes für die Zufiker und Eggenwiler Steuerzahler erstmals kostenneutral erfolgen.

Eggenwil nimmt weiterhin Asylsuchende auf

Die Ehegatten Solomon Tesfay und Bosena Alemu mit ihrem Sohn lebten seit Februar 2013 in Eggenwil. Die Familie aus Eritrea hat im Oktober letzten Jahres vom Bundesamt für Migration einen positiven Asylentscheid erhalten und ist Mitte Januar nach Aarau gezogen.

Die Gemeinde beherbergt seit 1990 nahezu ununterbrochen Asylsuchende in der Unterkunft neben dem Gemeindehaus. Da der Zustrom von Asylsuchenden in die Schweiz nach wie vor hoch und die Unterbringungssituation im Kanton Aargau angespannt ist, hat der Gemeinderat aus Gründen der Solidarität entschieden, wiederum Asylsuchende aufzunehmen. Mitte Februar zog die eritreische Familie Tesfahun-Yohanes, eine Mutter mit ihren beiden Kindern im Primarschulalter, in den Wohncontainer.

Mit drei im Dorf wohnhaften Asylsuchenden erfüllt die Gemeinde ihre Aufnahmepflicht (Aufnahmequote von zwei Personen), weshalb dem Kanton keine Ersatzabgabe zu leisten ist.

Seniorin oder Senior für den Waldkindergarten gesucht

Für den Waldmorgen im Kindergarten jeweils am Freitag von 8.15 bis 11.50 Uhr sucht die Schule Eggenwil eine Seniorin oder einen Senior, der die Waldkindergärtnerin Esther Werder und die 15 Kinder begleitet. Interessenten melden sich bitte bei der Schulleiterin Franziska Pedersen unter 056 641 90 96 oder direkt bei Esther Werder unter 056 631 79 09.

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