Gemeindemitteilung vom 24.01.2013
Voranschläge 2013 durch den Kanton genehmigt; Konstante Nachfrage nach Postdienstleistungen; Mehr Betreibungen im Jahr 2012; Informationen zur Steuererklärung 2012
Voranschläge 2013 durch den Kanton genehmigt
Das kantonale Gemeindeinspektorat hat die Voranschläge 2013 der Einwohner- und Ortsbürgergemeinde zum Vollzug genehmigt. Die Ausgabendeckung gemäss Gemeindegesetz ist erreicht. Die Daten beruhen auf dem von der Einwohnergemeindeversammlung vom 30. November 2012 genehmigten Budget mit einem unveränderten Steuerfuss von 98 Prozent. Der im Voranschlag enthaltene Verpflichtungskredit Erweiterung/Sanierung Schulanlage mit 3'830'000 Franken wurde an der Gemeindeversammlung abgelehnt. Aufgrund des zustande gekommenen Referendums wird am 3. März 2013 eine Urnenabstimmung stattfinden. Durch das Abstimmungsresultat kann sich das Rechnungsergebnis entsprechend verändern. Die Kennzahlenauswertung zum Voranschlag 2013 kann bei der Abteilung Finanzen eingesehen werden.
Konstante Nachfrage nach Postdienstleistungen
Im Jahr 2012 wurden während der offiziellen Öffnungszeit von 32 Stunden pro Woche durchschnittlich 102 (Vorjahr: 105) Kunden am Schalter bedient. Davon beanspruchten 54 (54) Prozent ein Angebot der Post, 37 (36) Prozent ein solches der Gemeindeverwaltung und 9 (10) Prozent nahmen gleichzeitig Dienstleistungen von Post und Gemeinde in Anspruch.
Die Schalterfrequenz am Samstagmorgen liegt durchschnittlich bei acht (8) Personen. Besonders geschätzt werden die Öffnungszeiten am Montagabend bis 18.30 Uhr. Mit durchschnittlich 29 (30) Kunden ist der Montag der am stärksten frequentierte Tag. Rund 39 (38) Prozent aller Postgeschäfte sind Sendungsaufgaben, gefolgt von den Sendungsabholungen mit 32 (30) Prozent. Die übrigen postalischen Dienstleistungen bewegen sich seit der Integration der Postagentur in die Gemeindeverwaltung am 1. September 2008 in einem konstanten Rahmen. Einzig die Verkäufe, insbesondere Autobahn- und Velovignetten, sind naturgemäss saisonalen Schwankungen unterworfen.
Während des vergangenen Jahres wurden bei der Postagentur Eggenwil insgesamt 11 098 (10 625) Briefe und Pakete mit Hilfe des Sendungsmoduls selbstbedient frankiert und anschliessend über die Schalterkasse der Gemeindeverwaltung abgerechnet. Hinzu kommt eine stattliche Anzahl bereits vorfrankierter Sendungen, die bei der Postagentur abgegeben werden (nicht transaktionsabhängige Leistungen). 267 (270) Personen machten vom Bargeldbezug Gebrauch und bezogen insgesamt 78 269 (83 455) Franken. Total 318 (334) oder durchschnittlich 27 (28) Personen pro Monat erledigten ihre Einzahlungen am Schalter.
Die Gemeinde erbringt die Postdienstleistungen im Namen der Post auf ihre eigene Rechnung. Die Abgeltung der Post für die Leistungen des Partners setzt sich aus fixen, variablen sowie Bonuskomponenten zusammen. Der fixe Teil der Abgeltung entschädigt für nicht transaktionsabhängige Leistungen. Der variable Teil wird in Abhängigkeit vom erzielten Umsatz und/oder der Anzahl durchgeführter Transaktionen ausgerichtet. Die Bonuskomponente wird bei Erfüllung der Qualitätsstandards ausgerichtet.
Die zu Beginn von der Schweizerischen Post prognostizierte Abgeltung von 19 000 Franken pro Jahr oder rund 1600 Franken pro Monat wurde seit der Integration der Post in die Verwaltung in jedem Monat wesentlich übertroffen. Sie betrug 2012 durchschnittlich 2160 (2160) Franken pro Monat. Damit konnte die Postagentur auch im vergangenen Jahr kostendeckend betrieben werden. Der Gemeinderat dankt dem Verwaltungsteam für die ausgezeichnete Arbeit und den Verantwortlichen der Schweizerischen Post für die partnerschaftliche Zusammenarbeit.
Mehr Betreibungen im Jahr 2012
Mit 199 nahm die Gesamtzahl der Betreibungsbegehren im Vergleich zum Vorjahr (173) zu. Davon wurden 41 (24) Begehren zurückgewiesen. Die in Betreibung gesetzten Forderungen der Gläubiger sind mit 965 976 Franken gegenüber dem Vorjahr (707 505 Franken) ebenfalls gestiegen. Total wurden 413 915 Franken (209 025 Franken) an die Gläubiger überwiesen, davon entfallen 115 045 Franken (47 809 Franken) auf Steuerzahlungen an die Gemeinde respektive zugunsten der Eggenwiler Bevölkerung. Nach wie vor betreffen die meisten Zahlungsbefehle offene Steuerforderungen und Krankenkassenprämien. Weitere Zahlen aus dem Betreibungsamt: Fortsetzungsbegehren: 113 (94), Eigentumsvorbehalte: 1 (0), Rechtshilfegesuche: 1 (6), Rechtsvorschläge 17 (26), Konkursandrohungen: 7 (10), Pfändungsvollzüge: 90 (76), Verwertungen: 89 (74), Verlustscheine: 36 (61), erteilte Auskünfte (Auszüge aus dem Betreibungsregister): 172 (134).
Informationen zur Steuererklärung 2012
In den nächsten Tagen wird die Steuererklärung (StE) 2012 zugestellt. Es sind die folgenden Neuerungen zu beachten:
Künftig werden allfällig zuviel bezahlte Steuern direkt auf ein Konto ausbezahlt. Zu diesem Zweck werden bei allen Steuerpflichtigen die Kontoangaben erhoben. Wenn bereits ein Bank- oder PC-Konto zur Rückerstattung der Verrechnungssteuer bekannt ist, wird dieses als Vorschlag aufgeführt. Es kann im EasyTax oder in der StE bestätigt oder geändert werden. Sobald eine Kontoverbindung bekannt ist, fällt das bisherige Verfahren mit dem violetten Postscheck (ASR) weg. Das betreffende Konto wird bereits ab Februar 2013 für die Rückerstattung zuviel bezahlter direkter Bundessteuern verwendet. Bei den kantonalen Steuern wird das neue Rückerstattungsverfahren im Juli 2013 eingeführt.
Fristerstreckung zur Abgabe der Steuererklärung für die Steuerperiode 2012 können neu auch mit der Applikation eFristen übers Internet beantragt werden. Zur Sicherheit und Identifikation wird der persönliche Code benötigt. Dieser ist auf Seite 1 der StE am linken Rand aufgedruckt.
Unter www.steuern-easy.ch wurde eine Seite mit Informationen und Tipps zum Thema Steuern aufgeschaltet. Der Inhalt richtet sich im Besonderen an Jugendliche und junge Steuerpflichtige.