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Zwei Biberfamilien im «Foort»

Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 25.10.2012, über die neue Informationstafel im Naturschutzgebiet «Foort»

© Aargauer Zeitung
E- Paper Ausgabe AZ Freiamt, Donnerstag, 25. Oktober 2012, Seite 32

Donnerstag, 25. Oktober 2012 | Nordwestschweiz

Freiamt

Mindestens zwei Biberfamilien im «Foort»

Eggenwil
Im Gebiet Foort wurde eine Informationstafel erstellt, welche Besuchern die Bedeutung der Auenlandschaft näherbringen soll.

Stolz vor der neuen Tafel: Thomas Egloff, Projektleiter Natur und Landschaft des Kantons Aargau, Thomas

Stolz vor der neuen Tafel: Thomas Egloff, Projektleiter Natur und Landschaft des Kantons Aargau, Thomas Endres, Gemeindeammann von Eggenwil, Johannes Jenny, Geschäftsführer Pro Natura Aargau, Sarah Kreuzer von CreaNatira sowie Wolfgang Bischoff, Projektleiter Schutzgebiete bei Pro Natura (von links). AMA

VON ANDREA MARTHALER

Inmitten der Auenlandschaft Foort in Eggenwil, zwischen den beiden realisierten Seitenarmen der Reuss, macht seit gestern eine Informationstafel Wanderer und Einheimische auf die Geschichte und die Bedeutung des Naturschutzgebietes aufmerksam. «Wir Fachleute sind überzeugt von der Renaturierung. Jetzt geht es darum, auch andere zum Staunen und Entdecken des Lebensraumes zu bringen», erklärte Wolfgang Bischoff, Projektleiter Schutzgebiete bei Pro Natura.

Eine, die sich überzeugen liess, ist Sarah Kreuzer. In ihrer Kantizeit arbeite sie während einer Projektwoche beim Holzschlag der Fichten mit, die gefällt wurden, um der natürlichen Auenvegetation wieder mehr Platz zu geben. «Nun durfte ich diese Informationstafel realisieren», sagte sie. Mittlerweile arbeitet sie bei Crea-Natira, einer Tochtergesellschaft von Pro Natura Aargau.

Seltene Arten angesiedelt

Die beiden Seitenarme der Reuss wurden im Winter 2003/04 sowie 2004/05 ausgehoben und haben eine halbe Million Franken gekostet. Dass der Lebensraum den Tierarten entspricht, konnten die Vertreter von Pro Natura gestern bestätigen. So habe man Kenntnis von mindestens zwei Bibern, wahrscheinlicher jedoch sogar zwei Biberfamilien, von denen je eine im oberen und im unteren Seitenarm ihren Lebensraum hat. Auch der Eisvogel ist in Eggenwil wieder heimisch. In den Wänden der Wasserläufe habe er seine Nester. Und auch der Laubfrosch, ebenfalls eine bedrohte Art, hat sein Zuhause in den Teichen der Aue gefunden. In den Sommernächten sei sein lautes Balzquaken jeweils unüberhörbar.

Stolz sind die Verantwortlichen auf die gute Zusammenarbeit, die half, das Naturschutzgebiet überhaupt zu realisieren. Eine Knacknuss vor der Renaturierung war, das nötige Land mittels Landkäufen sowie Landabtausch zu bekommen. «Insbesondere der Abtausch des Waldgebietes öffnete die Türen», sagte Thomas Egloff, Projektleiter Natur und Landschaft des Kantons Aarau. Heute gehört das Gebiet Foort Pro Natura sowie Pro Natura Aargau. Nicht immer war aber alles einfach: «Nach der ersten Sitzung im Gemeindehaus habe ich gedacht, das Projekt liesse sich nie realisieren», blickte Johannes Jenny, Geschäftsführer von Pro Natura Aargau noch einmal zurück. Nachher sei die Zusammenarbeit aber so gut gewesen wie noch nie. Eggenwils Gemeindeammann Thomas Endres betonte die Bedeutung für die Gemeinde: «Das Naherholungsgebiet ist für uns ein grosses Plus.»

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Mehr Informationen zum Naturschutzgebiet «Foort» finden Sie hier.

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