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Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 26.10.2012, über die Einweihung der Infotafel im Gebiet Foort

© Bremgarter Bezirks-Anzeiger Ausgabe 86 (26.10.2012)
E-Paper Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 26.10.2012, Seite 5

Region/Kelleramt

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Eggenwil: Einweihung der Infotafel im Gebiet Foort

Thomas Egloff, Projektleiter Natur und Landschaft des Kantons Aargau, Thomas Endres, Gemeindeammann, Johannes Jenny,
Thomas Egloff, Projektleiter Natur und Landschaft des Kantons Aargau, Thomas Endres, Gemeindeammann, Johannes Jenny,
Geschäftsführer Pro Natura Aargau, Sarah Kreuzer, creaNatira, und Wolfgang Bischoff, Projektleiter Schutzgebiete bei Pro Natura.
Bild: BBA/vb

Mit der Renaturierung der Aue wurde ein dynamischer Lebensraum für viele seltene Tiere geschaffen. Neu erklärt eine Infotafel, was man im Foort alles entdecken kann.

Die Reuss ist seit dem 19. Jahrhundert in ein enges Korsett gezwängt. Der Bevölkerungsdruck machte es damals notwendig, mehr Landwirtschaftsland nutzbar zu machen, und so wurden die Flüsse kanalisiert.

Heute geht der Trend in die andere Richtung, weil man erkannt hat, dass dynamische Lebensräume für viele Tiere die Lebensgrundlage bilden. So hat man sich in Eggenwil entschieden, zusammen mit Pro Natura eine intakte Auenlandschaft zu schaffen. Von 2003 bis 2005 wurden zwei Seitenarme zur Reuss geformt, verschiedene Fusswege für die Bevölkerung angelegt und ein Rastplatz mit Sitzquadern und einer Badegelegenheit erstellt.

Erfolgreiche Bemühungen

Heute kann man sehen und hören, dass diese Bemühungen erfolgreich waren. So war während der Einweihung der Infotafel immer wieder ein Eisvogel zu hören. Er braucht die senkrechten Uferabrisse, um zu überleben. Obwohl der Laubfrosch so laut quakt, dass man nach Suva-Norm einen Gehörschutz braucht, war er nicht zu hören.

Dennoch soll die einzige Baumfroschart, die in der Schweiz lebt, des Öfteren im Foort gesichtet worden sein. Ebenfalls schwer zu sehen sind die Biber, die sich seit der Renaturierung wieder im Foort heimisch fühlen und schon zwei Familien gegründet haben sollen. Diverse Frassspuren legen Zeugnis ihrer Anwesenheit ab. Auch viele andere Tiere und Pflanzen nutzen die neuen Gegebenheiten.

Vorbildliche Gemeinde

So erstaunt es nicht, dass anlässlich der Einweihung der Infotafel alle voll des Lobes waren. «Ich habe noch nie eine so engagierte Gemeinde erlebt. Ich durfte sogar die 1.-August-Rede in Eggenwil halten», freute sich Johannes Jenny, Geschäftsführer der Pro Natura Aargau. Auch der Projektleiter Natur und Landschaft des Kantons Aargau Thomas Egloff hieb in die gleiche Kerbe: «Speziell war die uneingeschränkte Unterstützung durch den Gemeinderat.» Dieser, vertreten durch den Gemeindeammann Thomas Endres, zeigte sich stolz auf das schöne Auengebiet und sieht darin einen Standortvorteil für die Gemeinde: «Potenzielle Neuzuzüger fragen nach Erholungsangeboten und nicht nach dem Steuerfuss.»

Die Infotafel wurde nach den Regeln der besucherorientierten Interpretation gestaltet. «Die Tafel muss am richtigen Ort stehen, damit man auf etwas Spannendes verweisen kann und der Betrachter etwas zu entdecken hat», erklärte Wolfgang Bischoff, Projektleiter Schutzgebiete bei Pro Natura. Denn es sei wichtig, die Leute abzuholen und zu informieren, damit sie den Sinn der Anlage sehen und sich entsprechend verhalten. So sind zum Beispiel Hunde an der Leine zu führen. Die Tafel bietet interessante Geschichten und Hintergründe zu den Pflanzen und Tieren, die man im Foort entdecken kann. Für ihre Gestaltung war Sarah Kreuzer von creaNatira zuständig. --vb

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Mehr Informationen zum Naturschutzgebiet «Foort» finden Sie hier.

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