Generationen auf der Bühne
Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 30.10.2012, über das 25. Herbstfest der Volkstanzgruppe Eggenwil
© Bremgarter Bezirks-Anzeiger Ausgabe 87 (30.10.2012
E-Paper Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 30.10.2012, Seite 6
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Generationen auf der Bühne
Eggenwil: Volkstanzgruppe feierte zum 25. Mal das traditionelle Herbstfest
Eingespielte Teams tanzten auf der Bühne. Auch die ganz Kleinen kamen zu ihrem grossen Auftritt. Die Kolpingfamilie begeisterte mit ihrem Theater die Zuschauer. Bilder: BBA/uek
Seit einem Vierteljahrhundert existiert die Volkstanzgruppe Eggenwil nun schon. Und nach wie vor vereint sie erfolgreich Jung und Alt zum Brauchtum.
Im Oktober 1987 war es so weit. Das erste Eggenwiler Herbstfest der Volkstanzgruppe wurde durchgeführt und fand auch gleich Anklang – eine beeindruckende Leistung, wenn man weiss, dass der Verein selbst nur ein paar Monate vorher, im April, gegründet wurde. Dies sei genau richtig gewesen, meint Werner Vogel, Tanzleiter. «Man musste die Leute anspornen.»
Genau diesem Elan ist es vermutlich zu verdanken, dass die Gruppe heute, 25 Jahre später, immer noch zum Fest rufen kann. Das Jubiläum wurde denn auch zünftig gefeiert, mehr Platz hätte die Halle nicht bieten können. Und die Besucherinnen und Besucher wurden auch nicht enttäuscht.
Ordnung muss schliesslich sein
Generationenübergreifend: Kleine und grosse Tänzer zeigten ihr Können neben den schon erfahreneren Mitgliedern, standen ihnen jedoch in nichts nach. Dass einzelne Kinder dabei mehr Augen für das Publikum als für die Bühne hatten, sorgte für Belustigung im Saal. Doch koordiniert wurden kleinere Gedankenschweife unterbrochen und die Ordnung wiederhergestellt.
Musikalisch unterstützt von der Ländlerkapelle «Türmli Buebe» schwangen Männer ihre Frauen über die Tanzfläche – und umgekehrt. In der Pause sorgte die altbewährte Tombola für Kurzweil und für einige Minuten waren alle nur mit Loseöffnen beschäftigt.
Was für ein Theater
Im Anschluss folgte die Theateraufführung der Kolpingfamilie aus Bremgarten. Ihr Stück mit dem Namen «Zwei Manne im Stroh» liess die Besucher sich vor Lachen den Bauch halten. Mit viel Slapstick und Wortwitz meisterten zwei Bauern – mit einer Sehnsucht nach der grossen Bühne – die Bedrohung durch eine miese Tante. Das Werk von Rolf Staudenmann bildete einen fantastischen Schlusspunkt des offiziellen Programms. Danach blieb Markus Vogel, Präsident der Volkstanzgruppe, nur noch, die Bühne für andere Tanzwütige zu eröffnen. So schnell ging aber niemand nach Hause. - uek