Alfredo Studer gewinnt Gleitschirm-Weltcup in Frankreich
Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 25.05.2012: Alfredo Studer aus Eggenwil gewinnt Gleitschirm-Weltcup in Frankreich
© Bremgarter Bezirks-Anzeiger Ausgabe 42 (25.05.2012)
Bremgarten/Region
Im zweiten Einsatz erster Sieg
Eggenwil: Alfredo Studer gewinnt Gleitschirm-Weltcup in Frankreich
Die Schweizer Delegation der Gleitschirmpiloten ist mit einem grossen Erfolg aus Talloires in den französischen Alpen zurückgekehrt. Zuboerst auf dem Siegespodest standen jedoch für einmal nicht die erfolgsverwöhnten Berner Oberländer. Diese mussten sich allesamt mit einem Platz im Mittelfeld begnügen.
In die Bresche gesprungen sind im Nachbarland Alfredo Studer aus Eggenwil und Joel Debons aus Sion. Sie belegten die Plätze eins und zwei. Dass Alfredo Studer bereits in seinem erst zweiten Weltcupeinsatz die gesamte Weltelite hinter sich liess, überrascht den 48-jährigen Piloten selber. «Ich habe mir einen Rang unter den ersten 30 als Ziel gesetzt», sagt der Informatiker, «umso schöner, dass es nun gleich zum Sieg gerreicht hat.»
Erfahrung als Streckenpilot
Dass ihm bei seinem überraschenden Erfolg auch etwas Glück zur Seite stand, streitet Studer nicht ab: «Es braucht immer Glück, um einen Wettkampf gewinnen zu können.» Was aber niemand verneinen kann, ist, dass Studer im anspruchsvollen, von starken Winden und ausgeprägter Thermik geprägten Lauf, eine taktisch einwandfreie Leistung ablieferte. Bei diesen schwierig einzuschätzenden und zu beherrschenden Bedingungen profitierte Studer von seiner immensen Erfahrung, die er sich während Jahren als äusserst erfolgreicher Streckenpilot zugelegt hat.
Das erwähnte Glück stand Studer dann aber trotzdem Pate: Zum einen, als der Lauf just in jenem Moment abgebrochen wurde, als er in Führung lag und zum zweiten Mal, weil die Wetterbedingungen keine weiteren Läufe mehr zuliessen.
Gleitschirmweltcup Talloires, Frankreich (Schlussresultat nach einem Wertungslauf): Herren: 1. Alfredo Studer, Eggenwil, 917 Punkte; 2. Joel Debons, Sion, 914; 3. Charles Cazaux und Pierre Remy, beide Frankreich, 908. --zg