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Baugesuche leichter gemacht

Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 27.07.2012, zum Onlineangebot im Bauwesen

© Bremgarter Bezirks-Anzeiger Ausgabe 60 (27.07.2012)

Region/Kelleramt

Baugesuche leichter gemacht
Eggenwil: Innovatives Angebot auf der Gemeindehomepage

Das Bauwesen ist ein komplexes und deshalb anspruchsvolles Gebiet. Um Architekten und Bauherren die Vorbereitung von Gesuchen zu erleichtern, hat Eggenwils Gemeindeschreiber Walter Bürgi das Onlineangebot der Kommune verfeinert.

André Widmer

Was alles braucht es für ein Baugesuch? Wo und wie organisiert man sich das Formular «Projektgenehmigung für Pflichtschutzräume»? Befindet sich das betreffende Grundstück im Bereich der Hochwassergefährdung? Ist der Standort für Erdwärmenutzung geeignet? Es sind Fragen über Fragen, an die ein Bauherr oder dessen Architekt bei der Vorbereitung eines Baugesuchs zu denken hat. Die Anforderungen haben in den letzten Jahren zugenommen und einher damit auch die Erwartungshaltung an die Verwaltungen in den Gemeinden.

Links aus dem Formular

Für Eggenwil ist nun der kommunale Baugesuchsumschlag per sofort online erhältlich. Man ergänzt damit die E-Governmentpalette. Die Gemeindehomepage wartet nun damit auf, dass das entsprechende PDF auch elektronisch ausgefüllt und abgespeichert werden kann. Innovativ sind insbesondere die Links aus dem Formular, welche beispielsweise zu den Antworten für die eingangs dieses Artikels gestellten Fragen, aber auch zu vielen weiteren führt. Die Verlinkung zu kantonalen Fachstellen und deren Informationsangebot ist sehr hilfreich und bietet zudem eine Vertiefung der Materie an. Checklisten und Merkpunkte zu Begleitunterlagen und Auskunftsstellen komplettieren die Informationsfülle.

«Persönliche Beratung wird dadurch nicht ersetzt»

Treibende Kraft hinter diesem in der Region einzigartigen Angebot ist Gemeindeschreiber Walter Bürgi. Motiviert durch die Erfahrungen aus einem Baubewilligungsverfahren mit einem ausserkantonalen Architekten machte sich der Verwaltungsleiter an die Umsetzung. Zwar können alle beteiligten Seiten dank des Onlineangebotes einiges an Aufwand, Zeit und vielleicht sogar Geld sparen. «Die persönliche Beratung soll aber dadurch nicht ersetzt werden, sondern es geht hiermit vielmehr um Formelles wie Gesuchsformulare oder rechtliche Bewilligungen», erklärt Walter Bürgi. Eine Vorabklärung mit der Gemeinde durch das Einreichen eines Entwurfes ist möglich. Gemäss Bürgi kann die Gemeinde so eine erste grundsätzliche Beurteilung abgeben. Diese ist aber nicht rechtsverbindlich. Dass das gesamte Baugesuchsverfahren online durchgeführt werden kann, davon ist man aber noch weit weg. Neben der erwähnten sinnvollen persönlichen Beratung gibt es noch einen weiteren Punkt, der dies derzeit verunmöglicht. Die elektronische Signatur für das Baugesuch gibt es noch nicht. «Die Unterschrift muss persönlich geleistet werden», erklärt Bürgi.

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