Navigieren in Eggenwil

Weiterhin schwarze Zahlen

Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 18.02.2011, über das Ergebnis des Rechnungsabschlusses 2010 der Einwohner- und Ortsbürgergemeinde Eggenwil

© Bremgarter Bezirks-Anzeiger Ausgabe 14 (18.02.2011)


Region Bremgarten

Weiterhin schwarze Zahlen
Eggenwil: Die Gemeinde präsentiert einen Ertragsüberschuss

Gemeindehaus Eggenwil
Eggenwil (hier das Gemeindehaus) hat seit 16 Jahren durchwegs positive Rechnungsabschlüsse. Bild: André Widmer

Die laufende Rechnung 2010 der Einwohnergemeinde weist einen Ertragsüberschuss von 255 000 Franken aus, der als vorgeschriebene und zusätzliche Abschreibungen verbucht wurde. Der Gemeinderat rechnete mit einem Cashflow von 208 000 Franken.

Damit schreibt die Eggenwiler Rechnung seit 16 Jahren in Folge schwarze Zahlen. Trotz der realisierten grossen und weit in die Zukunft reichenden Projekte konnte in der gleichen Zeit der Steuerfuss um 28 Prozentpunkte reduziert werden.

Die Nettoinvestitionen im vergangenen Jahr belaufen sich auf 176 000 Franken. Die Einwohnergemeinde weist weiterhin ein Eigenkapital von 250 000 Franken aus. Die Rechnung schliesst mit einem Finanzierungsüberschuss von 79 000 Franken. Im Budget wurde mit einem Fehlbetrag von 323 000 Franken gerechnet. Einige Investitionen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz, haben sich verzögert und sind noch nicht in der budgetierten Höhe angefallen. Per Jahresende beträgt die verzinsliche Nettoschuld der Einwohnergemeinde rund 300 000 Franken.

Auch weniger Aufwand

Der Nettoaufwand ist gegenüber dem Voranschlag um 11 Prozent, im Vergleich zur Vorjahresrechnung um 9 Prozent tiefer ausgefallen. In allen Verwaltungsabteilungen – mit Ausnahme der Gesundheit – resultieren Minderaufwendungen. Dieser erfreuliche Umstand ist einerseits durch Sparmassnahmen und andererseits aufgrund nicht ausgeführter Projekte oder Mehrerträge zustande gekommen. Gleichzeitig wurden aber auch weniger Steuern eingenommen. Der Nettogemeindesteuerertrag (Einkommens-/ Vermögenssteuern, Aktien- und Quellensteuern) beläuft sich auf 2,19 Millionen Franken und fällt damit knapp 9 Prozent unter Budget und 7 Prozent tiefer als im Vorjahr aus. Der Ausstand der Gemeindesteuern betrug per Jahresende 172 000 Franken (Vorjahr: 209 000 Franken) oder 8 (9) Prozent.

Die Wasserversorgung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 33 000 Franken (Budget: 7000 Franken). Der Finanzierungsüberschuss beträgt 74 000 Franken anstelle des budgetierten Fehlbetrages von 119 000 Franken. Die positive Abweichung bei der laufenden Rechnung begründet sich durch tiefere Aufwendungen und keine ausserordentlichen Kosten. Das Eigenkapital der Wasserversorgung beträgt per Jahresende 1 263 000 Franken.

Die Abwasserbeseitigung weist einen Ertragsüberschuss von 47 000 Franken (Budget: 16 000 Franken) aus. Auch hier schlugen sowohl Mehreinnahmen als auch Minderaufwendungen positiv zu Buche. Das Eigenkapital der Abwasserbeseitigung beträgt per Ende 2010 2,1 Millionen Franken.

Gewinn bei Abfallbewirtschaftung

Auch die Abfallbewirtschaftung schliesst im Plus. Die laufende Rechnung kann einen Gewinn (vorgeschriebene und zusätzliche Vorschussabtragungen) von 16 000 Franken ausweisen. Im Voranschlag wurde mit einem solchen von 6000 Franken gerechnet. Ebenso kann die Rechnung der Elektrizitätsversorgung (Netz und Energie) gesamthaft schwarze Zahlen aufweisen. Es resultiert ein Ertragsüberschuss von 130 000 Franken. Das Eigenkapital der Elektra beläuft sich per Jahresende auf 579 000 Franken.

Ortsbürgergemeinde

Zum Ausgleich der Ortsbürgerverwaltung konnten 6000 Franken an die Forstwirtschaft vergütet werden. Die Forstwirtschaft musste schliesslich zum Ausgleich der Rechnung 3000 Franken der Forstreserve entnehmen. Da die budgetierten Waldkäufe noch nicht im Jahr 2010 getätigt wurden, fiel die Entnahme aus dem Fonds nicht in der geplanten Höhe von 41 000 Franken an. Der Stand des Forstreservefonds beträgt per Jahresende 69 000 Franken. --gk

zur Liste