Baubeginn voraussichtlich im Oktober
Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 08.02.2011, über das beim Pflanzerbach geplante Entlastungsbauwerk
© Bremgarter Bezirks-Anzeiger Ausgabe 11 (08.02.2011)
Region/Kelleramt
Baubeginn voraussichtlich im Oktober
Eggenwil: Planungen für Pflanzerbach-Durchlass sind weit fortgeschritten
Neben dem bestehenden Pflanzerbachdurchlass soll rechts ein weiterer, grösserer gebaut werden. Bild: André Widmer
Neben dem bisherigen Durchlass wird ein weiterer, grösserer gebaut. Das Rohr wird dreimal grösser sein. Die Kosten von rund 620 000 Franken übernimmt der Kanton.
André Widmer
2007 wurde nach Überflutungen in Eggenwil im Bereich Pflanzerbach das Bachbett erweitert. Die Sohle und die Böschung unterhalb der Kantonsstrasse gestaltete man neu. Oberhalb der Strasse liess der Kanton einen Grobrechen vor dem Durchlass als Übergangslösung installieren. Als im Juni 2010 anlässlich von starken Regenfällen dieser durch Gesteins- und Holzmaterial versperrt wurde, bahnten sich die Wassermassen ihren Weg über die Kantonsstrasse und unterspülten den Belag. Ein Gebäude wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Strasse musste gesperrt und wieder instand gestellt werden.
Erosionen im «Tobel»
Die Gemeinde Eggenwil hat sich seitdem um eine rasche Problemlösung bemüht, allerdings wurden die wasserbaulichen Massnahmen vom Kanton im Rahmen der Priorisierung zurückgestellt. Jetzt aber plant man, vorbehältlich dem optimalen Verlauf des Bauprojektverfahrens, im Oktober 2011 mit dem Baubeginn. Zuständig ist das Departement BVU, Sektion Brücken und Tunnel. Neben dem bestehenden Durchlass mit einem Querschnitt von 1,80 Metern soll ein zweiter Durchlass mit 6,15 Metern geschaffen werden. Was den Rechen vor dem Durchlass anbelangt, wurden geeignete Vorrichtungen geprüft. Denkbar ist nun laut dem Eggenwiler Gemeindeschreiber Walter Bürgi, dass Staketen/Pfosten künftig grössere Gesteinsbrocken oder Holz aufhalten könnten. Die Seitenwände des «Tobels» im Wald oberhalb der Kantonsstrasse, wo der Pflanzerbach hindurchfliesst, erodieren aufgrund der morphologischen Voraussetzungen. Auf Eingriffe wurde dort verzichtet, da die Abteilung Landschaft und Gewässer dagegen plädierte. Die Kosten der nun geplanten Massnahmen von 620 000 Franken übernimmt der Kanton vollumfänglich.