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«Die Türe steht weiter offen»

Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 28.12.2010, zum Hochwasserschutzprojekt

© Bremgarter Bezirks-Anzeiger Ausgabe 103 (28.12.2010)


Region Bremgarten

«Die Türe steht weiter offen»
Eggenwil: Rück- und Ausblick von Gemeinderat Roger Hausherr zum Thema Hochwasserschutz


Roger Hausherr hofft auf eine baldige Realisierung des Ibisguetbach-Hochwasserschutzes. Bild: André Widmer

Der zuständige Ressortvorsteher hofft, dass die bisherigen Gegner sich konstruktiv am Projekt beteiligen. Bald geht es an die Ausarbeitung des Baugesuchs.

André Widmer

2009 an der «Gmeind» zurückgewiesen, stimmten dieses Jahr die Eggenwiler Bürger gleich zweimal für das Projekt einer Renaturierung und Offenlegung des Ibisguetbachs und den Kredit über 2,15 Millionen Franken. Im Juni hatte der Souverän an einer rekordverdächtigen Gemeindeversammlung dafür gestimmt. Dann ergriff eine Gruppe von Eggenwiler Bürgern – in erster Linie betroffene Landbesitzer und Anrainer – das Referendum.

Tüchtig wurde die Werbetrommel gerührt. Dennoch bestätigten die Eggenwiler am 26. September mit 215 Ja zu 159 Nein die Zustimmung zum Vorhaben, das gemäss Expertenberechnungen sämtliche Schutzdefizite gemäss kantonaler Gefahrenkarte Hochwasser beseitigen soll.

«Intensiv und einzigartig»

Nun ist etwas Zeit seit dem emotionalen Abstimmungskampf und dem Entscheid vergangen. «Die Gemüter hatten so die Gelegenheit abzukühlen, die Emotionen sacken zu lassen», erklärt der zuständige Gemeinderat Roger Hausherr. Er blickt auf einen «intensiven, für Eggenwil einzigartige Projektverlauf mit dem Gang durch die Instanzen» zurück. «Ein richtiger und weiser Entscheid der Stimmbürger», ist Hausherr nach wie vor felsenfest überzeugt. Die zuständigen Ingenieurbüros sollen bald das Bauvorhaben bewilligungspflichtig ausarbeiten. Nun gelte es, die bisherigen Gegner mit einzubinden. Im Februar 2011 sollen Gespräche aufgenommen werden, bei denen den betroffenen Landeigentümern die Gelegenheit geboten wird, Einfluss auf den Detailplanungen des Projekts zu nehmen.

«Hoffen auf konstruktive Zusammenarbeit»

Konkret, so Gemeinderat Hausherr, stehen in diesem Zusammenhang Fragen zum Unterhalt und zum Ort sowie der Grösse der Übergänge über den geöffneten Bach zur Disposition. Auch die Linienführung sei noch nicht zentimetergenau festgelegt. «Die Türen sind nach wie vor offen und wir hoffen auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit allfälligen Verbesserungsvorschlägen», reicht Hausherr den Betroffenen die Hand.

Der Gemeinderat sagt, dass man vom Projekt nach wie vor überzeugt sei. Da es sich aber um Hochwasserschutz handle, gelte es, dieses «auf jeden Fall voranzutreiben, damit wir keine Zeit verlieren». Denn das Ziel sei es ja, die im Perimeter befindlichen Liegenschaften zu schützen. Bund, Kanton und nicht zuletzt die Gemeinde stünden schliesslich hinter dem Projekt, so Hausherr.

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