Rauch in der Tiefgarage
Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 31.08.2010, über die Atemschutz-Regionalübung vom 27.08.2010 in Eggenwil
© Bremgarter Bezirks-Anzeiger; Ausgabe 69 (31.08.2010)
Region Bremgarten
Rauch in der Tiefgarage
Eggenwil: Übung der Atemschutzgruppen regionaler Feuerwehren
Rund 70 Atemschützer bewältigten den Gemeinschaftstest mit Bravour. Alle Figuranten wurden «gerettet».
Das Krisenszenario, das die Atemschützer der drei an der Übung beteiligten Feuerwehren Eggenwil, Bremgarten/Hermetschwil-Staffeln und Zufikon antrafen, war klar: starke Rauchentwicklung in einer Tiefgarage an der Pflanzerfeldstrasse, Brandherd im hinteren Teil der Garage, mehrere Verletzte.
Hohe Anforderungen
Die Übung stellte hohe physische und psychische Anforderungen an die 70 beteiligten Feuerwehrleute. Nicht nur, dass der (künstliche) Rauch die Sicht stark behinderte, es gab auch kaum Licht. Gruppenweise kämpften sich die Atemschützer, nachdem sie mustergültig instruiert wurden, in die Untergrundgarage vor.
Bepackt mit Sauerstoffflaschen galt es, in der dunklen und verwinkelten Anlage die mehreren Figuranten zu bergen, den Brandherd zu lokalisieren und zu bekämpfen. Zudem waren die Zugänge zu sichern. Ein Feuerwehrauto stand derweil draussen am Rande des Übungsplatzes immer bereit, falls es in der Region zu einem tatsächlichen Ernsteinsatz kommen sollte.
Retten, dann löschen
«Es gilt immer, zuerst retten und erst dann löschen», erklärte Eggenwils Feuerwehrkommandant Roger Hausherr, der die unter Atemschutzchef und Übungsleiter Biagio Incollingo sowie Einsatzleiter Thomas Hausherr stehende Übung genau beobachtete. Das Fazit nach mehr als einer Stunde Einsatz war ebenso klar, wie der klare Auftrag gewesen: mit gutem Erfolg erfüllt. Ein gewisses Defizit machte man lediglich in der Tatsache aus, dass die zwei bereitstehenden Wärmebildkameras ungenügend eingesetzt wurden, so Biagio Incollingo.
Ein lehrreiches Objekt
«Speziell für die Feuerwehr Eggenwil war diese Übung aus taktischen Gründen sehr lehrreich. Wir wissen nun genau, wie sich der Rauch in dieser speziellen Garage bei einem Ernstfall verhält», so Incollingo. Mithilfe eines starken Lüfters der Feuerwehr Bremgarten konnte der Rauch durch die Lichtschachtöffnungen aus der Garage verbannt werden. Kommt hinzu, dass für solche Bauten bereits genau definierte Einsatzpläne bestehen und man im Bilde ist, wo sich beispielsweise Ausgänge und Öffnungen befinden.
Im Anschluss an die Übung trafen sich die Feuerwehrleute zum Bräteln, wo der Kameradschaft gefrönt werden konnte. --aw