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«Aufwand, der sich lohnt»

Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 28.05.2010, über die Einführung der integrativen Schulung ab August 2010

© Bremgarter Bezirks-Anzeiger; Ausgabe 28 (28.05.2010)


Region/Kelleramt

«Aufwand, der sich lohnt»

Eggenwil: Orientierung über die Einführung der integrativen Schule ab August 2010

Ab dem kommenden Schuljahr 2010/2011 führt auch Eggenwil die integrative Schule ein - als eine der letzten Gemeinden in der Region.

André Widmer

Dies erklärte Marlène Nogara, kantonale Inspektorin, diese Woche anlässlich einer Infoveranstaltung. Sie fügte aber auch an, dass bisher in der kleinen Schule Eggenwil hervorragende Integrationsarbeit geleistet wurde. Die Aussonderungsquote sei in Eggenwil bisher besonders tief gewesen.

Sechs Wochenlektionen

Nogara erklärte den interessierten Eltern und Behördenvertretern, dass die Einführung der integrativen Schule im Kanton Aargau nötig sei. Mit 14 Prozent war die kantonale Aussonderungsquote, das heisst die Umplatzierung von Schülern in besondere Klassen und Institutionen, rund doppelt so hoch als gesamtschweizerisch. Darunter litten auch die Ergebnisse der Pisa-Studie. Aufgrund diverser Einflüsse wie Medien, Migrationshintergrund oder verschiedener Familienentwürfe entstünden heute heterogenere Klassen in Bezug auf Wissen und sozialem Verhalten. Die Integrative Schule (IS) sei die Antwort darauf.

Die Eggenwilerin Kaye Sue Warden, welche am Projekt der Einführung von IS in der Ortschaft mitgearbeitet hat, teilte mit, dass aufgrund des von der Schulfplege erarbeiteten Konzepts für Eggenwil vom BKS (Departement Bildung, Kultur und Sport) rund sechs Wochenlektionen für Heilpädagogik bewilligt wurden. Diese werden je nach Fällen verteilt von der ersten bis zur fünften Klasse. Stundenplantechnisch sei dies noch nicht genau festgelegt. Personell konnte eine interne Lösung gefunden werden. «Ein Aufwand, der sich lohnt».

Schulleiter Peter Herzog bemerkte, dass es ab August an seiner Nachfolgerin Gabriela Schneider liege, seine Vorbereitungen umzusetzen. Am 18. Juni wird an der Gemeindeversammlung über eine Pensenerhöhung für die Schulleitung von 25 auf 40 Prozent abgestimmt, wie Schulpflegepräsident André Heinrich die Anwesenden informierte.

  

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