Eben «typisch schwiizerisch»
Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 23.03.2010, über das diesjährige Jahreskonzert der Musikgesellschaft Eggenwil
© Aargauer Zeitung / MLZ; 23.03.2010
Eben «typisch schwiizerisch»
Das diesjährige Jahreskonzert der Musikgesellschaft Eggenwil lud zu einem abwechslungsreichen Konzert unter dem Motto «...typisch schwiizerisch» ein. Der Höhepunkt am Samstagabend war der Auftritt der Jungbläser, die Hoffnung der Musikgesellschaft.
Zahlreiche Gäste fanden den Weg in die Mehrzweckhalle Eggenwil. Mit Alphörnern, Karton-Kühen, Strohballen und Milchkannen war die Halle passend auf das Thema dieses Abends geschmückt worden. Im ersten Teil des Jahreskonzerts, unter der Leitung von Daniel Fankhauser, präsentierte die Musikgesellschaft Stücke, die vor allem mit Sport oder der Schweiz zu tun haben. Die Ansagerin Erika Tobler erklärte die Hintergründe der Musikstücke und leitete zum jeweils nächsten Lied über.
Grosser Auftritt für Jungbläser
Wie der Präsident Bruno Meier in seiner Ansage eröffnete, hatte die Hoffnung der Musikgesellschaft, die Jungbläser, im Anschluss ihren grossen Auftritt. Die kleinen Solisten Dimitri, Silvana, Jessica und Joel spielten voller Hingabe Lieder, die jeder kennt, wie beispielsweise «Im Aargau sind zwei Liebi» oder «Muss i denn zum Städtele hinaus». Dass sie sogar noch eine Zugabe spielen mussten, schien ihnen nichts auszumachen. Als Zuschauer war man jedoch erstaunt, woher die kleinen Bläser die Ausdauer und vor allem die viele Luft hernahmen.
Für den zweiten Teil waren den Gästen ein paar Überraschungen versprochen worden. Das Duo Sonja und Adrian fand sich in Alltagssituationen wieder � wie im ersten Sketch, in dem Sonja einen Frühlingsspaziergang geniessen wollte und Adrian den Sinn und Zweck dieser Lauferei einfach nicht einsehen wollte.
Auch die Musiker überraschten in diesem Teil, denn sie hatten sich nun ganz nach dem Motto «...typisch schweizerisch» kostümiert. Feuerwehrstiefel, Trachtenhemd, Skibrille und Mütze oder Wander- Outfit, jeder hatte sich etwas anderes einfallen lassen. Diese zweite Hälfte des Konzertes wurde dadurch locker, und die Zuschauer, angeheizt durch die Sketches, wurden immer ausgelassener.
Handörgeli und Holzlöffel
«Hopp Schwiiz» von Polo Hofer, «Trybguet» von Büne Huber und «Heimweh» von Plüsch � Schweizer Hits, die alle mitsingen konnten, bildeten unter anderem den zweiten Block. Beim «En urchige Muotithaler» stiess dann Alois Hubli, Eggenwil, mit seinem Handörgeli dazu. Und wie es zur traditionellen Volksmusik dazugehört, war auch ein Musikant mit Holzlöffeln dabei. Bei diesem urchigen Volkslied verlangten die Zuschauer eine Zugabe und kaum einer konnte still auf seinem Stuhl sitzen bleiben. «...typischschwiizerisch» halt.(bib)