Corinna Ganzoni Stettler wird Ausbildnerin
Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 02.05.2009, über die Generalversammlung der Spitex
Corinna Ganzoni Stettler wird Ausbildnerin
Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 02.05.2009, über die Generalversammlung der Spitex
© AZ-Tabloid / MLZ; 02.05.2009; Seite 7
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Corinna Ganzoni Stettler wird Ausbildnerin
Die Spitex Bremgarten, Eggenwil, Hermetschwil-Staffeln, Zufikon schafft einen ersten Ausbildungsplatz
Lukas Schumacher
Die Spitex der Region Bremgarten engagiert sich als erste Spitex des Bezirks in der Berufsausbildung von Schulabgängern. Im August 2010 kann im Spitex-Zentrum Bremgarten erstmals ein Ausbildungsplatz angeboten werden.
Bei städtischen, grösseren Spitex-Organisationen im Aargau ist die berufliche Ausbildung junger Leute gang und gäbe. Im Freiamt war die Spitex Muri und Umgebung die bisher einzige Ausbildungsanbieterin. Hinzu gesellt sich nun die Spitex der Region Bremgarten als erste des Bezirks Bremgarten. Kürzlich traf die kantonale Bildungsbewilligung auf dem Spitexstützpunkt Bremgarten ein. Die regionale Spitex-Organisation zeichnet zuständig für die 12 000 Einwohner der vier Gemeinden Bremgarten, Eggenwil, Hermetschwil-Staffeln und Zufikon.
Ausbildnerin in Schulung
Pflegefachfrau Corinna Ganzoni Stettler aus Waltenschwil, im Spitexstützpunkt Bremgarten Stellvertreterin von Leiterin Vreni Stingelin, lässt sich derzeit zur Ausbildnerin schulen. Ab August 2010 wird Corinna Ganzoni Stettler dann erstmals eine geeignete Schulabgängerin, eine Real- oder Sekschülerin, beim dreijährigen Ausbildungslehrgang «Fachangestellte Gesundheit» begleiten und betreuen. Corinna Ganzoni Stettler arbeitet seit zehn Jahren für die Spitex der Region Bremgarten; seit sechs Jahren ist sie Stellvertreterin der Stützpunktleiterin.
«Das wird für mich eine schöne, reizvolle Herausforderung sein», sagte Corinna Ganzoni Stettler an der Spitex-Generalversammlung in Bremgarten. Laut Spitex-Präsidentin Erna Staub (Eggenwil) ist «die relativ neue Ausbildung zur Fachangestellten Gesundheit im Bildungswesen gut verankert. Die Arbeitsfelder stimmen bestens überein mit den Aufgaben in der Spitex.»
Einsätze und neue Gesichter
2008 leistete die Krankenpflege der Bremgarter Spitex in den vier Gemeinden 5219 Arbeitsstunden (2007: 5470 Stunden). Mit 3868 (3978) verrechneten Arbeitsstunden waren auch die Einsätze der Haushalthilfen leicht rückläufig. Die Zahl der Spitex-Klientinnen und -Klienten betrug letztes Jahr 213 (2007: 225). Laut den Spitex-Verantwortlichen nehmen die Arbeitseinsätze im aktuellen Jahr 2009 wieder zu.
Im Vorstand gab es zwei Wechsel: Aktuarin Irène Wiedemeijer (Zufikon) trat nach fünf Jahren zurück, sie wird ersetzt durch Fränzi Hübscher (Hermetschwil-Staffeln). Als neue Gemeindevertreterin wirkt Susanne Egloff (Eggenwil) anstelle von Claudia Breitenstein (Bremgarten) im Vorstand mit. Vor einem Jahr wurde der Mahlzeiten-Dienst in die Spitex integriert. Dem Mahlzeiten-Team gehören an: Beatrice Aebischer, Annelies Ammann, Theres Siegrist, Friedrich Wegmüller und Ruth Trutmann. Als Hauspflegerin arbeitet seit letztem Herbst Martha Borlat bei der Spitex-Organisation der Region Bremgarten mit.
Spitex-Eigenkapital schrumpft
Mit den vier regionalen Spitex-Trägergemeinden wurde vereinbart, das zu hohe Spitex-Eigenkapital auf 350 000 Franken zu senken. 2008 ist das Kapital in einem ersten Schritt um 87 000 auf 488 000 Franken abgebaut worden. Dieses Jahr steht die nächste Reduktion im Betrag von 138 000 Franken an. So dürfte Ende 2009 die Zielvorgabe von rund 350 000 Franken erreicht werden. «Ein Polster dieser Grössenordnung reicht als Reserve aus», lautet der fast einhellige Tenor.
Die Schrumpfkur des Eigenkapitals erfolgt mittels Ausgabenüberschüssen in den Jahresrechnungen 2008 und 2009. In diesen zwei Jahren richten die vier Gemeinden tiefere Beiträge an die Spitex-Organisation aus: total 200 000 Franken fürs Jahr 2008 und 255 000 Franken fürs Jahr 2009. Ab dem Jahr 2010 werden Bremgarten, Eggenwil, Hermetschwil-Staffeln und Zufikon höhere Beiträge zahlen müssen. (sl)