Mehr als «nur» die Kirche
Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 09.12.2008, über die Beschlüsse der Versammlung der katholischen Kirchgemeinde Eggenwil-Widen vom 07.12.2008
Mehr als «nur» die Kirche
Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 09.12.2008, über die Beschlüsse der Versammlung der katholischen Kirchgemeinde Eggenwil-Widen vom 07.12.2008
© Bremgarter Bezirks-Anzeiger; Ausgabe 98 (9.12.2008)
Mehr als «nur» die Kirche
Widen: Katholiken sagen Ja zum Projektierungskredit für die Innenrenovation
Erika Obrist
Soll man das Pfarreizentrum tatsächlich renovieren angesichts der wenigen Kirchgänger? Ja, sagte die Versammlung, denn das Zentrum wird von verschiedenen Gruppen rege genutzt.
Das Pfarreizentrum in Widen mit Kapelle, Kirche und Pfarreiräumen soll innen renoviert werden. Die Versammlung der katholischen Kirchgemeinde Eggenwil-Widen genehmigte am letzten Sonntag den Projektierungskredit von 120'000 Franken einstimmig. Dies nach einer umfassenden Präsentation des Istzustands und nach ein paar bemerkenswerten Voten.
Vorgebracht wurde, dass die Besucher des Sonntagsgottesdienstes nicht einbezogen worden seien in die Bedürfnisabklärung. Was Kirchenpfleger Franz Rutzer, zuständig für den Gebäudeunterhalt in Widen, zu widerlegen wusste. Ein zweiter Versammlungsteilnehmer stellte die Notwendigkeit infrage. «Für wen wird renoviert?» Es werde sehr viel Geld ausgegeben für die vielen Nichtkirchengänger.
Ausführungskredit womöglich schon in einem Jahr
Gemeindeleiterin Edith Rey Kühntopf zeigte danach auf, wie viele Gruppen die Räume des Zentrums auf welche Weise nutzen: Frauengemeinschaft, Jubla, Meditationsgruppe, Religionsunterricht und Gottesdienste. Und dass die Räume Spuren der vielfältigen Nutzung aufweisen, war im Versammlungslokal augenfällig.
Vom gesprochenen Projektierungskredit sind 60 000 Franken für die Zustandsanalyse vorgesehen und fürs Erarbeiten der Grundlagen. Die restlichen 60 000 Franken für die eigentliche Projektierung der Innenrenovation samt Kostenvoranschlag. Der optimistische Fahrplan sieht vor, dass bis Ende März 2009 der Architekt und das Planerteam bestimmt sind. Die Analyse sollte bis Ende Juni vorliegen, der Kostenvoranschlag bis Ende September. Der Ausführungskredit könnte so bereits an der Kirchgemeindeversammlung in einem Jahr vorgelegt werden. Möglich ist auch eine ausserordentliche Versammlung zu einem späteren Zeitpunkt.
Doris Fröhlich verabschiedet
Die Versammlung, an der 53 von 1435 Stimmberechtigten teilnahmen, genehmigten sowohl die Rechnung 2007 als auch den Voranschlag 2009 ohne jede Gegenstimme. Katy Meier-Geser, Präsidentin der Kirchenpflege, verabschiedete Doris Fröhlich, die Leiterin der Jubla-Singers. Fröhlich hatte die Gruppe aufgebaut und während Jahren geleitet. Und für die Nachfolge war sie auch besorgt: Ihr Sohn Benjamin wird die Jubla-Singers künftig leiten.
Gemeindeleiterin Edith Rey Kühntopf informierte über das erfreulich lebendige Pfarreileben. Bei den Freiwilligen finde derzeit ein Generationenwechsel statt; es sei leichter als auch schon, Menschen zu finden, die bereit sind, sich freiwillig zu engagieren. Bei der Jubla seien fünf Junge aus dem Leiterteam ausgetreten und zwölf neue hinzugekommen. «Die Netze, die in den letzten Jahren geknüpft wurden, beginnen zu tragen», freute sie sich.Weiter informierte sie, dass der Bischof in den nächsten Wochen die Region Mutschellen als Pastoralraum festlegen wird. Das Seelsorgeteam werde daher ein Pastoralkonzept erarbeiten; dazu sei eine Klausur im Februar vorgesehen.Mit einem kräftigen Applaus honorierten die Versammelten zum Schluss die gute Arbeit der Kirchenpflege und des Seelsorgeteams.