Amtliche Publikation vom 06.02.2009
Bauprojekt «Dorfplatz» liegt öffentlich auf; Erfreulicher Rechnungsabschluss 2008 der Einwohner- und Ortsbürgergemeinde
Amtliche Publikation vom 06.02.2009
Bauprojekt «Dorfplatz» liegt öffentlich auf; Erfreulicher Rechnungsabschluss 2008 der Einwohner- und Ortsbürgergemeinde
Bauprojekt «Dorfplatz» liegt öffentlich auf
Im November 2008 genehmigte die Gemeindeversammlung mit grossem Mehr einen Verpflichtungskredit von 395 000 Franken für das Projekt «Dorfplatz», das heisst für die Neugestaltung der Parzellen 182 und 180 im Dorfkern zwischen Buech- und Badenerstrasse mit gleichzeitiger Sanierung beziehungsweise Neuerstellung der Altstoffsammelstelle und des gedeckten Warteraums der Bushaltestelle.
Weiter hiess der Souverän einstimmig Kredite von insgesamt 409 000 Franken für den Einbau der Deckbeläge auf der Buechstrasse, dem Buechweg, der Tobelstrasse, der Trottengasse sowie der Kochsmattstrasse samt flankierenden baulichen Massnahmen zur Verkehrsberuhigung in den Tempo-30-Zonen gut.
Nach unbenütztem Ablauf der Referendumsfrist sind sämtliche Beschlüsse Ende Dezember in Rechtskraft erwachsen.
Zwischenzeitlich hat der Gemeinderat die Detailplanung in Angriff genommen, das Baubewilligungsverfahren für den Dorfplatz eingeleitet und das Baugesuch der Procap, Beratungsstelle für behindertengerechtes Bauen, sowie dem Kanton zur Beurteilung unterbreitet. Architekt Rolf Rey, Zufikon, wurde mit den weiteren Architekturleistungen sowie der Bauleitung beauftragt. Die Submissionsverfahren für die Bauarbeiten und sonstige Aufträge erfolgen voraussichtlich ab Mitte März.
Für den Einbau der Deckbeläge auf den erwähnten Gemeindestrassen wurden bereits sechs Strassen- und Tiefbauunternehmen zur Offertstellung eingeladen. Mit den Ingenieurleistungen und der Bauleitung hat der Gemeinderat das Ingenieurbüro Faes + Stierli, Bremgarten, betraut. Die Strassenbauarbeiten werden gesamthaft an eine Unternehmung pauschal vergeben und in Abstimmung mit den Arbeiten für den Dorfplatz im Juni und Juli ausgeführt.
Für die Gesamtleitung und Koordination der Projekte «Dorfplatz» und «Deckbelagseinbauten» zeichnet Gemeindeschreiber und Bauverwalter-Stv. Walter Bürgi verantwortlich.
Das Baugesuch für den Dorfplatz kann bis zum 9. März bei der Gemeindekanzlei im Rahmen der öffentlichen Auflage begutachtet werden. Vorbehältlich allfälliger Einsprachen rechnet der Rat Anfang Mai mit dem Baubeginn. Die Bauvollendung wird vor den Sommerferien erwartet. Das Einweihungsfest unter Mitwirkung der Vereine ist auf den 22. August geplant.
Erfreulicher Rechnungsabschluss 2008 der Einwohner- und Ortsbürgergemeinde
Einwohnergemeinde
Die Laufende Rechnung der Einwohnergemeinde schliesst um rund 288 000 Franken besser ab als budgetiert. Der Voranschlag rechnete mit einem Cash Flow von 161 320 Franken. Tatsächlich wurde ein Ertragsüberschuss von 449 767 Franken realisiert und als indirekte und vorausgenommene Abschreibungen (zusätzliche Abschreibungen) verbucht.
Der Stand der vorausgenommenen Abschreibungen (Reserve, welche zur Abschreibung von künftigem Verwaltungsvermögen dient) beläuft sich per Jahresende auf 231 376 Franken. Zusätzlich verfügt die Einwohnergemeinde über ein Eigenkapital von 250 000 Franken. Im Weiteren weist die Rechnung einen Finanzierungsfehlbetrag von 413 375 Franken aus (Budget: 1 136 680 Franken). Das verzinsliche Nettovermögen beträgt per Jahresende rund 430 000 Franken.
Der Grund für das erfreuliche Resultat liegt im Umstand, dass der Nettoaufwand (ohne Berücksichtigung der Sondersteuern) um gut vier Prozent tiefer ausfiel und rund sechs Prozent mehr Einkommens- und Vermögenssteuern vereinnahmt werden konnten. Während die Erträge aus den Quellensteuern massiv gestiegen sind, resultiert bei den Aktiensteuern gegenüber dem Budget ein deutliches Minus. Die Erträge aus den Grundstückgewinn- sowie Erbschafts- und Schenkungssteuern sind ebenfalls wesentlich höher ausgefallen.
Von den per Ende 2008 ausstehenden Einkommens- und Vermögenssteuern (inklusive Kantons-, Feuerwehr- und Kirchensteuern) in Höhe von 625 829 Franken (Vorjahr: 613 320 Franken) waren 242 423 Franken (205 645 Franken) erst provisorisch veranlagt. Von den definitiv veranlagten Steuern im Gesamtbetrag von 383 406 Franken (407 675 Franken) waren 259 245 Franken in Verzug. Ein grosser Teil davon ist gemahnt beziehungsweise betrieben, mit den übrigen Steuerpflichtigen wurden Ratenzahlungen vereinbart.
Der Ausstand der Gemeindesteuern (provisorisch und definitiv veranlagt) betrug per Jahresende 280 429 Franken (278 803 Franken) oder 12,9 Prozent (14,2 Prozent). Für verspätete Steuerzahlungen wurden 8742 Franken (9233 Franken) Verzugszinsen erhoben. Auf der anderen Seite gewährte die Gemeinde Skonti und Vergütungszinsen im Betrag von 13 768 Franken (11 963 Franken).
Eigenwirtschaftsbetriebe
Die Wasserversorgung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 36 762 Franken (Budget: 22 240 Franken). Der Finanzierungsüberschuss beträgt 153 778 Franken anstelle der budgetierten 62 240 Franken. Zum besseren Ergebnis führten insbesondere Mehreinnahmen bei den Anschlussgebühren. Das Eigenkapital der Wasserversorgung beträgt per Jahresende 1 137 000 Franken.
Die Abwasserbeseitigung weist einen Ertragsüberschuss von 48 762 Franken (Budget:
23 260 Franken) aus. Der Finanzierungsüberschuss beläuft sich auf 166 976 Franken anstatt des veranschlagten Finanzierungsfehlbetrages von 122 740 Franken. Auch hier konnten wesentlich mehr Anschlussgebühren als budgetiert vereinnahmt werden. Zudem sind die Investitionsausgaben nicht in der budgetierten Höhe angefallen respektive haben sich verzögert. Das Eigenkapital der Abwasserbeseitigung beläuft sich per Ende 2008 auf
1 874 000 Franken.
Bei der Abfallbewirtschaftung konnte ein Ertragsüberschuss von 8952 Franken verbucht werden (Budget: 2740 Franken). Vor allem die durch den Gemeinderat ausgehandelten tieferen Verbrennungskosten führten zum erfreulichen Ergebnis. Der Stand des Eigenkapitals beträgt per Jahresende 53 000 Franken.
Ebenso kann die Rechnung der Elektrizitätsversorgung schwarze Zahlen aufweisen. Es resultiert ein Ertragsüberschuss von 49 655 Franken anstelle der budgetierten 26 590 Franken. Im Weitern verbucht die Elektrizitätsversorgung eine Nettoinvestitionszunahme von 29 267 Franken (Budget: 56 000 Franken). Somit beläuft sich der Finanzierungs- überschuss auf 20 389 Franken und das Eigenkapital per Jahresende auf 540 000 Franken.
Ortsbürgergemeinde
Zum Ausgleich der Ortsbürgerverwaltung wurden 4481 Franken (Budget: 2940 Franken) von der Forstwirtschaft vergütet. Die Forstwirtschaft konnte schliesslich zum Ausgleich der Rechnung 7157 Franken in den Forstreservefonds einlegen (budgetiert war eine Entnahme aus dem Fonds von 4990 Franken). Damit steigt der Forstreservefonds wieder und beläuft sich per Jahresende auf 78 367 Franken.