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Ein klares Bekenntnis zur Selbstständigkeit

Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 03.12.2007, über die Einweihung des erweiterten und modernisierten Gemeindehauses vom 01.12.2007

Ein klares Bekenntnis zur Selbstständigkeit

Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 03.12.2007, über die Einweihung des erweiterten und modernisierten Gemeindehauses vom 01.12.2007

© AZ-Tabloid / MLZ; 03.12.2007; Seite 7

Wohlen

Ein klares Bekenntnis zur Selbstständigkeit

Eggenwil Grosses Interesse an der feierlichen Einweihung des neu sanierten und erweiterten Gemeindehauses

Susanna Vanek

Das neue Gemeindehaus soll ein «Haus der Gemeinde» sein, allen offen stehen und kundenorientierte Dienstleistungen anbieten. So lautete der Tenor bei der Einweihung.

Das Interesse am neuen Gemeindehaus in Eggenwil war gross, nicht alle Anwesenden fanden im Festzelt Platz. Gekommen waren auch Vertreter der umliegenden Gemeinden. Trotz Regen blieb die Stimmung gut. «Ihr habt eben Sonne im Herzen», für diese Bemerkung erntete der Eggenwiler Gemeindeammann Thomas Endres einige Lacher.

Wer investiere, glaube an die Zukunft, erläuterte Endres in seiner Begrüssungsrede. Eggenwil sei und bleibe eine starke Gemeinde, die ihre Zukunft selbstständig meistern werde. «Wäre dem nicht so, hätte der Gemeinderat trotz den bestehenden räumlichen Probleme keinen Ausbau des Gemeindehauses beantragt und die Gemeindeversammlung hätte diesem Projekt schon gar nicht derart deutlich zugestimmt.»

Unter einem Dach

Weswegen die Gemeindeverwaltung mehr Platz braucht, das hatte Endres bereits zu Anfang seiner Rede erläutert. Seit dem Bezug des Gemeindehauses vor 20 Jahren ist die Eggenwiler Bevölkerung um 40 Prozent gewachsen, von 540 auf 770. In Anbetracht der regen Bautätigkeit sei davon auszugehen, dass in Eggenwil Ende des nächsten Jahres gegen 900 Personen leben werden, bis zum Jahr 2012 werde seine Gemeinde wohl 1200 Einwohner zählen. Gleichzeitig seien die Anforderungen an die Gemeindeverwaltung komplexer geworden. Gerade eine kleine Gemeinde wie Eggenwil müsse ihre Dienstleistungen kundenorientiert, wirksam und wirtschaftlich erbringen. Darum sei zum Beispiel Anfang des Jahres die Trennung der Aufgabenbereiche Finanzen und Steuern erfolgt. Dank der Sanierung und dem Anbau könnten alle Dienstleistungen auch in Zukunft weiterhin direkt vor Ort und unter einem einzigen Dach angeboten werden.

Besser erlebbar

Durch den 150 Quadratmeter grossen Anbau, der das Gebäude näher zur Strasse rücke, sei das Gemeindehaus besser erlebbar, führte der Architekt und Planer, Rolf Rey, aus. Er sei stolz darauf, dass auch nach dem Spatenstich vom 12. April 2007 der Schalterbetrieb während der ganzen Bauzeit habe aufrechterhalten werden können. Als Geschenk übergab Rey der Gemeinde ein grosses Brot in Schlüsselform.

Marianne Reifers und Edith Rey, die das neue Haus der Gemeinde segneten, wünschten sich, dass hier alle, vom guten Steuerzahler bis zum Sozialhilfeempfänger, die gleiche Behandlung erhielten. Sie hatten einen Adventskranz mitgebracht und jeder Kerze einen Begriff zugeordnet. Der Gemeindeammann zündete als erste Kerze diejenige mit dem Zettel «Frieden» an.

Geschenk von Gemeinden

Ein besonderes Geschenk hatten sich die umliegenden Gemeinden einfallen lassen: ein Bild des Badener Künstlers Sven Spiegelberg. Man habe ihm zuerst gesagt, dass er bei der Wahl seines Motivs völlige Freiheit habe, führte Spiegelberg aus, «dann hat mir der Gemeindeschreiber Walter Bürgi die Wappen der umliegenden Gemeinden gebracht und gemeint, die müssten auch aufs Bild.» Die Anwesenden konnten sich davon überzeugen, dass Spiegelberg die Aufgabe sehr gut gemeistert hat. Er nennt sein Werk Balance.

Musikalisch untermalt wurde die Feier durch die Musikgesellschaft Eggenwil und durch die Eggenwiler Schulkinder und Kindergärtler, die drei Lieder sangen und dafür einen grossen und wohlverdienten Applaus erhielten.

  

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