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Religiöse und weltliche Lieder

Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 11.12.2007, über das Adventskonzert der Musikgesellschaft Eggenwil vom 09.12.2007 in der kath. Kirche Eggenwil; Porträt des Dirigenten Daniel Fankhauser

Religiöse und weltliche Lieder

Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 11.12.2007, über das Adventskonzert der Musikgesellschaft Eggenwil vom 09.12.2007 in der kath. Kirche Eggenwil; Porträt des Dirigenten Daniel Fankhauser

© Bremgarter Bezirks-Anzeiger; Ausgabe 98 (11.12.2007)

Religiöse und weltliche Lieder

Eggenwil: Der Musikgesellschaft ist ein besinnliches Adventskonzert geglückt

Vincenz Brunner

Wer sich von der Hektik des Bremgarter Weihnachtsmarktes zurückziehen wollte, war am Sonntag in der Kirche Eggenwil genau richtig. Hier wurde nichts verkauft, auch der Eintritt war frei.

Mit besinnlichen und beschwingten Liedern stimmte die Musikgesellschaft Eggenwil das Publikum auf die Adventszeit ein. Eröffnet wurde das Konzert mit dem Alegro Spirituoso von Georg Friedrich Händel. Das darauffolgende Lied «The Little Drummerboy» erzählte die Geschichte eines Sklavenjungen, der von Herodes’ Plänen, alle Erstgeborenen umzubringen, erfuhr und die drei Könige warnte. Die Rhythmusgruppe erinnerte hier ein wenig an Ravels «Bolero» mit ihrem intensiven, sich steigernden Takt, der den Boden für die Bläser bereitete. Dass auch heute noch schöne Weihnachtslieder komponiert werden, bewies «Feliz Navidad», ein modernes Stück aus Südamerika.

Lernfreudige Jungbläser

In der Mitte des Programms hatten die Jungbläser ihren Auftritt. Unterstützt von Dirigent Daniel Fankhauser spielten sie drei Weihnachtslieder und wurden mit einem «Samichlaussäckli» dafür belohnt. Die Nachwuchsarbeit ist Dirigent Daniel Fankhauser sehr wichtig. «Die Jungbläser lernen sehr schnell und man kann sie sehr gut lenken», lobt er die Fortschritte seiner Jungmannschaft.

Erika Tobler, die durch das Programm führte, konnte aber nicht nur weihnachtliche Lieder ansagen. Mit «My Way», das durch Frank Sinatra 1968 zu einem Welthit wurde, kam auch ein Evergreen zum Zuge. Auch «Across the Mountains» wurde nicht für Weihnachten komponiert, sondern für den Film «Alexander der Grosse».

Zum Abschluss wurde es dann wieder sehr weihnachtlich. «Christmas Is Coming» war der Titel des letzten Stücks, eines modernen Potpourris aus verschiedenen Weihnachtsliedern. Als erste Zugabe wurde das Andante Religioso gespielt und danach wurde es richtig festlich. Für das letzte Lied kamen die Jungbläser auf die Bühne und das Licht wurde gelöscht. Auf den von Kerzen erleuchteten Notenblättern standen die Noten eines Stücks, das jeder kannte. Daniel Fankhauser munterte das Publikum dazu auf mitzumachen. Beim gemeinsamen Singen von «Stille Nacht» zur Blasmusikbegleitung in der nur noch von Kerzen erleuchteten Kirche war die Hektik des Alltags entgültig vergessen.

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Meister der Konzerte
Angetroffen: Daniel Fankhauser, Möriken

Dirigent Daniel Fankhauser ist im Freiamt bekannt als Leiter der Musikschulen Zufikon und Eggenwil. Dazu dirigiert er auch die Musikgesellschaft Eggenwil. Sein wievieltes Adventskonzert es am Sonntag war, kann er nicht sagen. «In Eggenwil war es das achte, gesamthaft sind es aber unzählige.» Der Möriker ist in jungen Jahren zur Musik gekommen. 1951 spielte er das erste Mal Blockflöte. Beim Singen stach der Sohn einer 12-köpfigen Familie besonders hervor. Damals gab es noch keine Musikschulen, also war der Weg in die Stadt vorgegeben. In Luzern besuchte er das Konservatorium und die Stadtmusik. Da seine Eltern der Meinung waren, er müsse auch einen «richtigen» Beruf lernen, arbeitete er nachts als Konditor. 1971 machte er das eidgenössische Dirigenten-Diplom in Zürich. Seither hat er viele Jugendliche und Erwachsene an den verschiedensten Instrumenten ausgebildet. Unter ihnen der bekannte 800-Meter-Läufer André Bucher und viele andere, die heute selber Musikgesellschaften dirigieren.

«Als Dirigent bin ich der Motor des Orchesters, egal ob ich Jugendliche oder Erwachsene dirigiere», erklärt Daniel Fankhauser. Gerade die Arbeit mit den jungen Musikern bedeutet ihm viel. «Die Jungmusiker kann man besser schulen und sie sind die Zukunft der Musik», ist der Dirigent überzeugt. Manchmal fällt es schwer, alle Hobbys der Jugendlichen unter einen Hut zu bringen. Das ist aber Daniel Fankhauser lieber als Jugendliche, die nichts mit ihrer Zeit anzufangen wissen. «Ein fleissiger Musikschüler wird nie Probleme in der Lehre haben», ist er sich sicher. Wenn Daniel Fankhauser ausnahmsweise nicht musiziert, pflegt er seinen Garten. Seine vier Kinder sind ausgeflogen und die fünf Enkelkinder haben bestimmt bereits eine Blockflöte geschenkt gekriegt. --vb

  

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