Schwarz, schwärzer - Eggenwil
Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 08.02.2008, über den erfreulichen Rechnungsabschluss 2007
Schwarz, schwärzer - Eggenwil
Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 08.02.2008, über den erfreulichen Rechnungsabschluss 2007
© Bremgarter Bezirks-Anzeiger; Ausgabe 11 (08.02.2008)
Schwarz, schwärzer - Eggenwil
Eggenwil: Der Rechnungsabschluss ist höchst erfreulich.
Höhere Steuereinnahmen als veranschlagt und der Aufwand leicht unter Budget: Zum wiederholten Mal präsentiert Eggenwil eine Rechnung mit schwarzen Zahlen. Das verzinsliche Nettovermögen beträgt rund 790 000 Franken.
Die Laufende Rechnung der Einwohnergemeinde schliesst um rund 218 000 Franken besser ab als budgetiert. Der Voranschlag rechnete mit einem Plus von 72 610 Franken, tatsächlich wurde ein Ertragsüberschuss von 290 572 Franken realisiert und als indirekte Abschreibungen (zusätzliche Abschreibungen) verbucht.
Der Stand der vorausgenommenen Abschreibungen (Reserve, die zur Abschreibung von künftigem Verwaltungsvermögen dient) beläuft sich nun auf 644 751 Franken. Zusätzlich verfügt die Einwohnergemeinde über ein Eigenkapital von 250 000 Franken. Im Weiteren weist die Rechnung einen Finanzierungsfehlbetrag von 428 186 Franken aus, budgetiert waren 848 390 Franken. Das verzinsliche Nettovermögen beträgt per Jahresende rund 790000 Franken.
Aktien- und Sondersteuern «schenkten ein»
Der Nettoaufwand (ohne Berücksichtigung der Sondersteuern) fiel um rund ein Prozent tiefer aus als erwartet. Anstelle eines Nettozinsaufwands von 10 000 Franken wurde ein Nettozinsertrag von 20 000 Franken erwirtschaftet. Der Steuerertrag der Einkommens- und Vermögenssteuern weicht mit knapp einem halben Prozent nur geringfügig vom budgetierten Betrag ab. Hingegen ist der Ertrag aus den Aktien- und den Sondersteuern insbesondere Nach- und Strafsteuern sowie Grundstückgewinnsteuern wesentlich höher ausgefallen.
Die Zusammenstellung des Steuerertrags ergibt folgendes Bild. An Einkommens- und Vermögenssteuern wurden 1 958 324.65 Franken in Rechnung gestellt (Budget: 1,95 Millionen), an Quellensteuern 25 703.10 Franken (25 000), an Aktiensteuern 53 976.65 (10000) Franken, an Grundstückgewinnsteuern 113 932.50 (15 000) Franken, an Nach- und Strafsteuern 20 813.00 (5000) Franken und an Erbschafts- und Schenkungssteuern 0 Franken (5000). Abgeschrieben werden mussten 3688.60 Franken (15 000). Insgesamt resultierte ein Betrag von 2 169 061.30 Franken (1 995 000). In der Rechnung 2006 waren es 1 868 756.55 Franken.
Einiges Geld noch ausstehend
Von den per Ende 2007 ausstehenden Einkommens- und Vermögenssteuern (inklusive Kantons-, Feuerwehr- und Kirchensteuern) in Höhe von 613 320 Franken (Vorjahr: 745 440) waren 205 645 Franken (376 175 Franken) erst provisorisch veranlagt. Von den definitiv veranlagten Steuern im Betrag von 407 675 Franken (369 265) waren 337 202 Franken (174 954) in Verzug. Ein grosser Teil davon ist gemahnt beziehungsweise betrieben; mit einigen Steuerpflichtigen wurden Ratenzahlungen vereinbart.
Der Ausstand der Gemeindesteuern (provisorisch und definitiv veranlagt) betrug per Jahresende 278 803 Franken (344 800) oder 14,2 Prozent (18,9). Für verspätete Steuerzahlungen wurden 9233 Franken (3600) Verzugszinsen erhoben. Auf der anderen Seite gewährte die Gemeinde Skonti und Vergütungszinse in Höhe von 11 963 Franken (10400).
Eigenwirtschaftsbetriebe mit Gewinn
Die Wasserversorgung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 51 879 Franken (Budget: 17 470). Der Finanzierungsüberschuss beträgt 266 837 Franken (34 470). Zum besseren Ergebnis führten Mehreinnahmen bei den Anschlussgebühren. Das Eigenkapital der Wasserversorgung beträgt nun 987 000 Franken.
Die Abwasserbeseitigung weist einen Ertragsüberschuss von 5402 Franken aus (Budget: 38 230). Der Finanzierungsüberschuss beläuft sich auf 818 972 Franken anstatt der veranschlagten 102 830 Franken. Auch hier konnten wesentlich mehr Anschlussgebühren als budgetiert eingenommen werden. Zudem wurden für die Sanierungsleitungen «Waldhütte» und «Schützenhaus» bereits Erschliessungsbeiträge eingenommen. Der Aufwand wird aber mehrheitlich erst in diesem Jahr anfallen. Das Eigenkapital der Abwasserbeseitigung beläuft sich auf 1 707 000 Franken.
Bei der Abfallbewirtschaftung konnte ein Ertragsüberschuss von 3032 Franken verbucht werden (Budget: 2990 Franken). Der Stand des Eigenkapitals beträgt per Jahresende 44000 Franken.
Ebenso weist die Rechnung der Elektrizitätsversorgung schwarze Zahlen aus. Es resultiert ein Ertragsüberschuss von 65 518 Franken anstelle der budgetierten 62 960 Franken. Verbucht wurde eine Nettoinvestitionsabnahme von 3986 Franken (Budget: Zunahme von 264 000 Franken). Somit beläuft sich der Finanzierungsüberschuss auf 69 504 Franken und das Eigenkapital per Jahresende auf 520 000 Franken.
Ortsbürgergemeinde im Minus
Zum Ausgleich der Ortsbürgerverwaltung wurden 35 239 Franken (Budget: 57 720) von der Forstwirtschaft vergütet. Erschliessungsbeiträge und Anschlussgebühren der Waldhütte an die Kanalisation verursachten den entsprechenden Aufwand. Die Forstwirtschaft musste schliesslich zum Ausgleich der Rechnung 30 260 Franken anstelle der budgetierten 56 400 Franken aus dem Forstreservefonds entnehmen. Dieser beträgt nun 71 210 Franken. --gk