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Reizvoller neuer Rundgang

Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 08.05.2007, über den Waldumgang vom 5. Mai

Reizvoller neuer Rundgang

Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 08.05.2007, über den Waldumgang vom 5. Mai

© Bremgarter Bezirks-Anzeiger; Ausgabe vom 08.05.2007

Reizvoller neuer Rundgang
Gut besuchter Waldumgang trotz strömenden Regens in Eggenwil

Trotz des Regens liessen es sich 40 Personen nicht nehmen, sich den neuen Rundgang im Pflanzerholz zeigen zu lassen. Schmuckstück dieser neuen Strecke ist ein Biotop.

Fabienne Krauer

«Das neu erstellte Biotop bietet optimale Lebensbedingungen für Amphibien», sagte Förster Urs Huber. Das neue Biotop sei eine klare Aufwertung der Eggenwiler Landschaft. Der einstige Weiher wurde wesentlich vergrössert und ist nun 150 Quadratmeter gross sowie rund einen Meter tief. Aufgewertet wurde er zudem mit Findlingen aus dem Dorf, aus dem Gebiet Buech. «Wir sind stolz, hier eine weitere Plattform für Mensch, Tier und die Natur geschaffen zu haben», freute sich der Förster. Das Biotop wurde ergänzt mit einem Wurzelstock. Die Efeusäulen, in denen Vögel nisten, werden weiterhin stehen bleiben.

Das Biotop ist denn auch die Zierde des neu geschaffenen, 850 Meter langen Rundganges im Pflanzerholz. Der Standort ist für so ein Projekt sehr gut geeignet - und der Baumbestand mit Esche, Ahorn, Linde und Kirschbaum passend für das Vorhaben. Damit das Wasser im neuen Biotop bleibt und nicht gleich abfliesst, wurde die Sohle mit Lehm verdichtet. Rund 100 Kubik Lehm wurden eingebracht. Das Biotop kann auf der Seite überlaufen, sodass das Wasser bei sehr viel Regen nicht einfach auf die neu geschaffene Waldstrasse fliesst.

Eine Schnitzelpiste verschönert den Rundgang

Bereits haben sich Lebewesen angesiedelt; Frösche, Molche und Libellen leben bereits im Gewässer. Bald wird es ums Biotop auch grüner werden, denn die ersten Pionierpflanzen werden sich ansiedeln. «Die 6000 Franken, die wir fürs Projekt aufgewendet haben, sind ein bescheidener Beitrag», erklärte Huber. Das Biotop bringe sehr viel, auch bezüglich Vernetzung der verschiedenen Amphibienstandorte. Aufgewertet wurde der Rundgang zudem mit einer Schnitzelpiste entlang dem Pflanzerbach.

Auf die Wichtigkeit des Naturschutzes im Wald wies auch Kreisförster Erwin Jansen hin. «Es ist wichtig, dass auch die Gemeinden und nicht nur der Kanton und Pro Natura etwas tun.» Er erwähnte auch das Nachfolgeprogramm Wald, welches Projekte wie Feuchtbiotope, Waldrandaufwertungen, Altholzinseln fördert. Auch soll es vermehrt Eichenwälder geben, denn diese Bäume sind robuster und halten die warmen Sommermonate besser aus.

Baum des Jahres gepflanzt

Einmal mehr wurden zum Waldumgang auch junge Familien eingeladen. Wer in den vergangenen zwei Jahren Nachwuchs bekam, durfte beim Waldhaus einen Baum des Jahres, nämlich eine Baumföhre, setzen. Elf Familien machten bei der Pflanzaktion mit und können nun regelmässig im Wald beobachten, wie ihr kleines Bäumchen gedeiht.

Der Forstbetrieb und die Ortsbürgerkommission präsentierten ausserdem den neuen Brunnen beim Forsthaus, der rechtzeitig zum Umgang fertig wurde. Anschliessend gabs für alle eine Wurst vom Grill sowie Getränke.

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