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Senioren als wertvolle Helfer

Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 22.06.2007, über das Nachbarschaftshilfeprojekt «I guete Händ»

Senioren als wertvolle Helfer

Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 22.06.2007, über das Nachbarschaftshilfeprojekt «I guete Händ»

© Bremgarter Bezirks-Anzeiger; Ausgabe 49 (22.06.2007)

Senioren als wertvolle Helfer

Eggenwil: «I guete Händ» – Pensionierte verdienen sich Respekt für ihre Unterstützung

Fabienne Krauer

Eggenwiler Seniorinnen und Senioren helfen ihren Nachbarn im Haushalt und im Garten, aber auch den Lehrern in der Schule und im Kindergarten. Mit ihrer Lebenserfahrung und ihrem Wissen dienen sie der jüngeren Bevölkerung und unterstützen sie bei anfallenden Arbeiten.

«Unsere Seniorinnen und Senioren sind sehr aktiv. Mit dem Nachbarschaftshilfenetz können sie ihre Autonomie behalten und fühlen sich dadurch besser», sagt Hanni Käch, die das Projekt «I guete Händ» im Rahmen ihrer Ausbildung am Institut für soziale Arbeit an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten aufgegleist hat. Seniorinnen und Senioren wären durchaus in der Lage, auch in ihrem Alter noch vieles auf die Beine zu stellen. «Dank des Projekts Nachbarschaftshilfe merken sie, dass ihr Wissen und auch ihre Lebenserfahrung von den Jüngeren geschätzt wird und sie willkommene Helfer sind», so Käch weiter.

Das Ziel, mehr Kontakt zu haben, ist erreicht

Vor rund einem Jahr wurde das Projekt in Angriff genommen mit sieben engagierten Senioren. Inzwischen machen zehn Pensionierte mit. Die Wirkung des gesundheitsfördernden Projekts für Senioren ist im Grossen und Ganzen so herausgekommen, wie sich Käch das gedacht hat. «Sie sind durch ihre Aufträge mit verschiedenen Menschen aus der Gemeinde in Kontakt gekommen und auch innerhalb der Gruppe ist ein reger Austausch entstanden.»

Hauptsächlich halfen und helfen die Senioren mit bei Arbeiten im Haushalt und im Garten. «Sie leisten 200-prozentigen Einsatz und sie wollen die Arbeiten besonders gut machen», freut sich Käch über die motivierte Truppe. Für diese gabs von den Auftraggebern auch nur Lob. «Viele Senioren haben auch noch dieses und jenes für die Familien erledigt», weiss Käch. Aus einigen Aufträgen wurden Daueraufräge: Im zweiten Jahr häufen sich Anfragen, ob wieder dieselben Personen während der Ferienzeit Haus und Garten sowie allfällige Tiere betreuen können. «Das intensiviert die Kontakte weiter», freut sich Käch.

Inzwischen sind die Seniorinnen und Senioren auch in der Schule und im Kindergarten als wertvolle Helfer anerkannt und geschätzt. Sie leisten auch die Pausenaufsicht, was den Lehrerinnen erlaubt, in dieser Zeit ihre Besprechungen abzuhalten. «Die Lehrerinnen liessen sich sofort begeistern », weiss Käch. Sie hat sich auch darüber gefreut, dass eine ehemalige Schneiderin nun im Textilen Werken mithelfen darf. «Mit dieser Aufgabe ist die Frau überglücklich», sagt sie.

Unentgeltliche Hilfe

Käch freut sich, wenn sich das Projekt weiter gut entwickelt und noch mehr Personen von der Nachbarschaftshilfe Gebrauch machen. Die Hilfe ist unentgeltlich; die Senioren freuen sich aber über eine Anerkennung in irgendeiner Form. «Wir wollen auch noch mehr Senioren gewinnen, vor allem jene, welche bis jetzt noch eher zurückgezogen leben», so Käch. Nach Abschluss ihrer Ausbildung als Master of Advanced Studies in Gesundheitsförderung und Prävention reizt es sie, die Gesundheitsförderung auch in die Schulen zu bringen. «In der Romandie hat das Thema einen festen Platz im Schulalltag.» Noch ist es unbekannt. Und Hanni Käch gehen Ideen, wie man die Gesundheit von Menschen aus allen Alterskategorien fördern kann, bestimmt nicht so schnell aus. -- fk




  

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