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Pflanzerbach in erweitertem Bett

Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 16.10.2007, über die Sanierung des Pflanzerbaches

Pflanzerbach in erweitertem Bett

Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 16.10.2007, über die Sanierung des Pflanzerbaches

© AZ-Tabloid / MLZ; 16.10.2007; Seite 6

Wohlen

Pflanzerbach in erweitertem Bett

Hochwasserschutz Auf dem Gebiet dreier Gemeinden sind die Uferböschungen verstärkt worden.

Hans Rechsteiner

Letztmals trat der Pflanzerbach wegen starken Gewitterregens am 21. Juni über die Ufer. Er brachte wie gewohnt Erde, Geröll und Holz mit. Unter der Kantonsstrasse in Eggenwil gab er sich am unbändigsten. Jetzt war es dem Kanton genug.

Der Pflanzerbach ist an sich ein bescheidenes Gewässer, das man bei ruhigen Wetterlagen im Gelände kaum wahrnimmt. Er fliesst - in der Regel mit wenig Wasseranfall - von zuoberst auf dem Hasenberg durch Matten und Wälder, mehrheitlich auf Gemeindegebiet Widen, der Burkertsmatt zu (wo seine neue Linienführung Sorgen bereitet), am Altersheim vorbei durchs Siedlungsgebiet abwärts und zeigt auf ein paar hundert Metern die Gemeindegrenze zu Berikon an. Am Bachdurchlass unter der Mutschellenstrasse oberhalb Heinrütirank betritt er Zufiker Gemeindebann und sucht nach der unteren Querung auf Höhe der BD-Haltestelle Heinrüti seinen weiteren Weg in tiefen Kurven, um dann ganz unten auf Eggenwiler Waldboden die Badenerstrasse zu unterqueren und nach weiteren gut 300 Metern endlich die Reuss zu erreichen.

Schäden in Zufikon und Eggenwil

Die Landwirte im oberen Abschnitt, denen der Bach schon bei geringen Hochwassern Land abtrug und die Böschungen unterspülte, verlangten schon seit Jahren eine umfassende Hochwassersanierung. Im oberen Teil waren zwar vor Jahren Arbeiten begonnen worden. Jetzt aber war für alle Beteiligten «gnueg Heu» - äh, Wasser - «dunde».

Das kantonale Gewässerbauamt ergänzte die bestehenden Pläne um letzte Details, errechnete die Kosten und teilte den involvierten Gemeinden die Höhe ihrer Beteiligungen mit, anfangs allerdings deutlich zu niedrig. Wie der für den Pflanzerbach zuständige Walter Baumgartner der AZ erklärte, kostet der obere Abschnitt (Widen/Zufikon) etwa 80 000 Franken, ohne Landerwerb. Auf Eggenwiler Boden kann man von derselben Summe ausgehen. Die Gemeinden müssen gemäss Dekret einen Anteil von 45% übernehmen.

Ganz unten noch nicht fertig

Zwar ist die Feuerwehr Eggenwil jetzt eine grosse Sorge los und auch die Besitzerin des Bettler-Wohnhauses dürfte sehr erleichtert sein: Der Bachdurchlass wird nicht so schnell wieder verstopfen und der Pflanzerbach wird sich jetzt an sein Bett halten können. Die Gemeinde will auch die Unterquerung des Reussuferwegs an der Flussmündung in die Reuss sanieren und hat dazu eine Projektstudie in Auftrag gegeben.

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