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Nur der letzte Schritt fehlt noch

Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 20.09.2006, über den vorgesehenen Anschluss der restlichen betroffenen Liegenschaften an die öffentliche Kanalisation und über die geplante Erweiterung und Renovation des Gemeindehauses

Nur der letzte Schritt fehlt noch

Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 20.09.2006, über den vorgesehenen Anschluss der restlichen betroffenen Liegenschaften an die öffentliche Kanalisation und über die geplante Erweiterung und Renovation des Gemeindehauses

© Mittelland Zeitung; 20.09.2006

Tabloid Wohlen

Nur der letzte Schritt fehlt noch

Eggenwil Die abwassertechnische Sanierung aller Dorfgebäude befindet sich auf der Zielgeraden.

Lukas Schumacher

Die 720 Einwohner zählende Kleingemeinde Eggenwil verhält sich vorbildlich sauber. In Bälde werden praktisch alle Liegenschaften im Dorf ans Kanalisationsnetz angeschlossen sein. Dabei lässt sich die Gemeinde nicht lumpen.

Vor rund drei Jahren realisierte Eggenwil die aufwändige Entwässerung des Weilers Hohfoor. Von den zehn anschlusspflichtigen dortigen Liegenschaften sind inzwischen zehn ans Kanalisationsnetz der Gemeinde angeschlossen. Die restlichen zwei sowie die Liegenschaft Belser oben im «Wisli» sollen bis im Frühling 2007 den Anschluss schaffen.

Bei der Finanzierung dieses beachtlich grossen Abwasser-Sanierungswerks gebärdete sich die Gemeinde grosszügig. Sie übernahm nicht nur die Hälfte der Gesamtkosten, sondern berappte auch die Zusatzkosten in der Grössenordnung von rund 90 000 Franken, die wegen der schwierigen Baugrundverhältnisse anfielen. Alles in allem kamen die dortigen Grundeigentümer mit rund 170 000 Franken weg, während die Gemeinde ungefähr 260 000 Franken locker machte. Dieses Geld wurde selbstredend nicht dem Gemeindekässeli entnommen, sondern dem Abwasserkässeli; die Abwasserbeseitigung wird als eigenständiger Gemeindebetrieb geführt.

Letzte Lücke schliessen
Die Gemeindebehörde will zügig vorwärts machen. Demnächst soll der letzte abwassertechnische Erschliessungsschritt im Gemeindegebiet ausgeführt werden. Zu dieser Schlussetappe gehören die drei noch nicht ans Kanalisationsnetz angeschlossenen Privatliegenschaften Badenerstrasse 32, alte Badenerstrasse 37 und Ibisguetstrasse 15 sowie das ehemalige Schützenhaus, das die Einwohnergemeinde quasi geerbt hat, und die im Besitz der Ortsbürgergemeinde stehende Waldhütte. Genau besehen besteht keine Anschlusspflicht für die zwei erwähnten Gemeindegebäude. Die Verantwortlichen der Einwohner- und der Ortsbürgergemeinde indes haben beschlossen, die öffentliche Hand soll bei der Entwässerung mit gutem Beispiel vorangehen. Daher entwirft das Ingenieurbüro Porta + Partner (Brugg) ein Anschlussprojekt mit Kanalisationsleitungen zu den drei Privatliegenschaften und den beiden Gemeindegebäuden.

«Fifty-fifty»
Mit dem Projekt und dessen Finanzierung befasst sich die Gemeindeversammlung vom 24. November. Dass Ortsbürgergemeinde und Einwohnergemeinde (via Abwasserkasse) ihre Anschlüsse selber finanzieren müssen, versteht sich von selbst. Zur Diskussion hingegen steht die Frage, wie weit die Gemeinde sich an den Kanalisationsleitungskosten der Privatliegenschaften beteiligen soll. Die Gemeindebehörde will auch hier den grosszügigen Hohfoor-Kostenteilschlüssel «Fifty-Fifty» anwenden. Demnach - und falls die Gemeindeversammlung grünes Licht gibt - werden die Grundeigentümer und die Gemeinde je die Hälfte dieser Kosten übernehmen.

Eggenwil soll eigenständig bleiben
Die Gemeindebehörde Eggenwil strebt keine Fusion mit einer grösseren Nachbargemeinde an. Vielmehr will der Gemeinderat die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der finanziell sehr solide dastehenden Reusstalgemeinde wahren. Unmissverständliches Zeichen dafür ist die geplante Erneuerung und Erweiterung der Räumlichkeiten im Gemeindehaus. So soll ein Gemeindehaus-Anbau zu Kosten von mehreren 100 000 Franken verwirklicht werden. Der Anbau wird ein Thema der Gemeindeversammlung vom 24. November sein. (sl)

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