Amtliche Publikation vom 06.10.2006
Einführung des Computers an der Primarschule im kommenden Jahr; Sanierung der Mess- und Trafostation Dorf der Elektra Eggenwil
Amtliche Publikation vom 06.10.2006
Einführung des Computers an der Primarschule im kommenden Jahr; Sanierung der Mess- und Trafostation Dorf der Elektra Eggenwil
Einführung des Computers an der Primarschule im kommenden Jahr
Der Gemeinderat hat dem pädagogischen und technischen Grundkonzept sowie dem Kreditantrag der Schulpflege für die Einführung des Computers an der Primarschule Eggenwil im kommenden Jahr zugestimmt.
Die gesellschaftlich-technologische Entwicklung macht die vermehrte Nutzung von Informatikmitteln, Multimedia und Internet im Lehr- und Lernbereich erforderlich. Die Anwendung der Informations- und Kommunikationstechnologien gehört heute zu den Grundfertigkeiten, die zukünftig im beruflichen, kulturellen und individuellen Bereich wichtig sind. Durch die Integration des Computers in den Unterricht sollen alle Schüler die Möglichkeit erhalten, die Geräte und ihre Funktion kennen zu lernen, den Computer als Spiel-, Lern- und Übungsinstrument zu erfahren und sich mit möglichen Auswirkungen dieser Technologien auf Familienleben und Freizeitverhalten auseinander zu setzen. Bei diesem Projekt geht es der Schulpflege und dem Gemeinderat auch darum, die Chancengleichheit zu gewährleisten, da nicht alle Schüler zu Hause über einen Computer verfügen.
Auf der Primarschulstufe ist Informatik kein Schulfach. Der Computer dient primär als Hilfsmittel für Gestaltung, Informationsbeschaffung und Kommunikation. Die didaktischen Grundsätze für den Einsatz von Computern orientieren sich an den Leitsätzen des Lehrplans für die Volksschule des Kantons Aargau und unterstützen die im Lehrplan formulierten Ideen für das Lehren und Lernen. Der Kanton stellt die erforderliche Weiterbildung der Lehrpersonen sicher.
Das Projekt sieht vor, in zwei Klassenzimmern je zwei und im Kindergarten einen Computer zu installieren. Die fünf neuen Arbeitsstationen werden mit einer so genannten "Powerline"-Lösung, das heisst über die hausinterne Stromversorgung mit der Basisstation im Lehrerzimmer vernetzt. Dadurch wird gegenüber der "Wireless"-Alternative (Datenaustausch per Funk) eine Strahlenbelastung ausgeschlossen. Die Internet-Verbindung erfolgt über das Netzwerk der Gemeindeverwaltung.
Die Investitionskosten belaufen sich auf insgesamt 30 000 Franken. Für Software, Betreuung und Wartung ist mit einem jährlichen Betriebsaufwand von 3 000 Franken zu rechnen. Der Gemeinderat wird der Einwohnergemeindeversammlung vom 24. November den entsprechenden Budgetkredit im Rahmen des Voranschlages 2007 beantragen.
Sanierung der Mess- und Trafostation Dorf der Elektra Eggenwil
Die bestehende Mess- und Trafostation Dorf der Elektra Eggenwil muss aufgrund der fortschreitenden Überbauung des Quartiers Buech mit einem zweiten Transformator verstärkt werden. Im Weiteren werden durch die Anordnung der Niederspannungsverteilung, welche zudem über keine Reserven mehr verfügt, die Grenzwerte bezüglich Strahlenschutzverordnung des Bundes überschritten. Schliesslich hat die AEW Energie AG mitgeteilt, dass durch Anpassungen am übergeordneten Netz mittelfristig Massnahmen bezüglich Erdschlussschutz bei den Netzeinspeisepunkten erforderlich sind.
Für die Verstärkung der Trafostation waren im Rahmen des von der Einwohnergemeindeversammlung vom 22. November 2002 genehmigten Verpflichtungskredites für die elektrischen Groberschliessungsanlagen im Baugebiet Buech 30 000 Franken vorgesehen. Die Anlage, welche als Kopf der Energieversorgung Eggenwil bezeichnet werden kann, wurde im Jahre 1978 in Betrieb genommen und hat somit rund drei Viertel ihrer betrieblichen Lebensdauer erreicht. In Anbetracht der gegebenen Verhältnisse erachtet es der Gemeinderat nicht als sinnvoll, in eine Anlage zu investieren, die in den nächsten fünf bis zehn Jahren ohnehin saniert werden muss. Stattdessen sollen mit einer Gesamterneuerung der bestehenden elektrischen Einrichtungen nebst der erforderlichen Leistungserhöhung gleichzeitig die übrigen anstehenden Massnahmen realisiert werden.
Der im kommenden Jahr vorgesehene Ausbau umfasst den Ersatz der bestehenden Mittelspannungsschaltanlage durch eine Kompaktschaltanlage sowie eine Erdschlusserfassung beim Leitungseingang der AEW Energie AG. Weiter wird nebst dem Einsatz eines zweiten, strahlungsoptimierten Transformators von 630 kVA der bestehende Transformator mit Steckern ausgerüstet. Damit wird die gesamte Anlage komplett berührungssicher. Sodann ist vorgesehen, die bestehende Niederspannungsverteilung, welche heute die Strahlungsprobleme verursacht, durch eine neue Verteilung zu ersetzen. Die bestehenden Kabel können einzeln auf die neue Verteilung umgeschaltet werden. Die betrieblichen Einschränkungen werden dadurch auf ein Minimum reduziert. Am Gebäude der Trafostation sind keine baulichen Veränderungen erforderlich.
Mit den vorgesehenen Massnahmen wird, ausser dem bestehenden Transformator, die gesamte elektrische Einrichtung der Trafostation ersetzt. Dadurch steht wieder eine neuwertige Anlage mit einer zu erwartenden Betriebsdauer von 30 bis 40 Jahren zur Verfügung, welche allen gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüchen genügt. Zudem wird die sanierte Station sämtliche Anforderungen bezüglich Berührungsschutz erfüllen und sich wieder auf dem neusten Stand der Technik befinden. Das Projekt bedarf der Bewilligung durch das eidgenössische Starkstrominspektorat.
Gemäss Kostenschätzung des Ingenieurbüros E. Kern, Spreitenbach, ist für die geplante Sanierung der Mess- und Trafostation Dorf mit Kosten von 190 000 Franken zu rechnen. Diese Investition kann vollumfänglich mit Eigenmitteln finanziert und ohne Gebührenerhöhung getragen werden. Das Geschäft wird der Einwohnergemeindeversammlung vom 24. November zur Beschlussfassung unterbreitet.