Für eine starke Gemeinde
Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 28.11.2006, über die Einwohnergemeindeversammlung vom 24.11.2006
Für eine starke Gemeinde
Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 28.11.2006, über die Einwohnergemeindeversammlung vom 24.11.2006
© Bremgarter Bezirks-Anzeiger; Ausgabe vom 28.11.2006
Eggenwil: Die Stimmbürger sagen mit grossem Mehr Ja zum Ausbau des Gemeindehauses
Nicht jeder Gemeinde geht es finanziell so gut wie Eggenwil: Daher konnten die Stimmbürger auch problemlos den Kredit von 850 000 Franken für die Erweiterung und Renovation des Gemeindehauses sprechen. Zudem konnten sie den Steuerfuss um zwei Prozent senken.
Fabienne Krauer
"Wir sind und bleiben eine starke Gemeinde, welche auch die Zukunft alleine und eigenständig meistern kann", sagte Ammann Thomas Endres. Die Gemeinde ist in einer sehr soliden finanziellen Lage und ist immer noch weiter im Wachstum begriffen. Aktuell zählt sie 764 Einwohner, per Ende 2008 sollen es über 900 Einwohner sein und bis 2020 sogar 1200 Einwohner. Seit 1997 konnten die Steuern um 24 Prozent gesenkt werden. "Im Vergleich mit den 80 Aargauer Gemeinden mit einer Einwohnerzahl von unter 1000 Personen belegen wir mit 102 Prozent immer noch einen Spitzenplatz", freute sich der Ammann weiter.
Damit die Gemeinde in Zukunft weiter gedeihen kann, braucht sie auch ein optimal eingerichtetes Gemeindehaus. Der 1987 erstellte Bereich wird mit einem Anbau über alle drei Geschosse mit einer Gebäudegrundfläche von 70 Quadratmetern ergänzt. Damit können sämtliche Verwaltungsabteilungen auf einem Boden arbeiten und das Bauamt erhält den nötigen Platz, um effektiv arbeiten und vor allem auch in verbesserter Form die administrativen Arbeiten erledigen zu können.
Elf waren dagegen
Mit 64 Ja- zu 11 Neinstimmen sagten die 83 Anwesenden Ja zum Kredit in Höhe von 850 000 Franken. Ausser der Frage, warum man nicht zuerst die noch nicht ausgelasteten und/oder vermieteten Räume für die Verwaltung im Obergeschoss verwende, bevor man weiterbaue, wollte kein Anwesender mehr wissen. "Die Verwaltung auf einer Fläche habe nur Vorteile und das Kosten-Nutzen-Verhältnis sei mit dem gewählten Projekt besser, als wenn man nur einen eingeschossigen Anbau fürs Bauamt machen würde", erklärte Gemeindeschreiber Walter Bürgi.
Leisten kann sich die Gemeinden den Anbau allemal. Die Stimmbürger stimmten daher auch gerne der Steuerfussreduktion um zwei Prozent zu. Neu beträgt der Steuerfuss 102 Prozent. Der Antrag von Ruedi Mäder, den Steuerfuss um 5 auf 99 Prozent zu senken, wurde mit 9 zu 67 Stimmen deutlich bachab geschickt.
Die Anwesenden sagten mit grossem Mehr auch Ja zum Kredit von 190 000 Franken für die Sanierung der Mess- und Trafostation Dorf der Elektra Eggenwil. Ebenfalls ohne Gegenstimme wurde die Sanierung der Trottengasse sowie die Erweiterung der elektrischen Versorgungsanlagen genehmigt. Die genehmigte Kreditsumme beläuft sich auf 210 000 Franken. Mit der Annahme des Kredites von brutto 445 000 Franken für den Bau der Sanierungsleitungen Schützenhaus und Waldhütte zur abwassertechnischen Erschliessung sind in Kürze alle privaten und öffentlichen Liegenschaften an der Gemeindekanalisation angeschlossen.
Kochkurs für Kommandanten
Ebenfalls genehmigt wurden die Kreditabrechnungen "Nutzungsplanung Baugebiet und Kulturland" sowie "Erstellung der elektrischen Groberschliessungsanlagen im Baugebiet Buech". Mit einem Delikatessenkorb sowie einem Gutschein für einen Kochkurs wurde Feuerwehrkommandant Robert Grossenbacher verabschiedet. Er gehörte der Eggenwiler Feuerwehr seit 1991 an und präsidierte sie während der vergangenen sechs Jahre. In Abwesenheit wurde auch Schulpflegepräsident Jörg Schmid aus seinem Amt verabschiedet. Er trat der Schulpflege 2004 bei und präsidierte sie seit 2005.
Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 27.11.2006, zur EGV vom 24.11.2006