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Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 29.12.2006, über die Prüfung einer möglichen Zusammenarbeit im Bereich Abwasserbeseitigung
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© Bremgarter Bezirks-Anzeiger; Ausgabe vom 29.12.2006
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Verschiedene Abwasserverbände in der Region Bremgarten prüfen eine mögliche Zusammenarbeit
Bei verschiedenen Kläranlagen in der Region besteht kurz- oder mittelfristig Sanierungs- oder Ausbaubedarf. Nun lassen die Vorstände abklären, ob allfällige Zusammenschlüsse sinnvoll sind.
Fabienne Krauer
«Wenn es um Abwasserbeseitigung geht, sollte man weit vorausschauen, denn das hat auch grossen Einfluss auf die Finanzplanungen der Gemeinden», sagt Walter Bürgi, Gemeindeschreiber in Eggenwil. Die Kläranlagen der Gemeinden Künten/Bellikon, Fischbach-Göslikon/Niederwil, Eggenwil und Stetten/Remetschwil/Niederwil wurden in den Siebzigerjahren in Betrieb genommen. Zustandsaufnahmen der einzelnen Anlagen zeigen, dass kurz- oder mittelfristig bei einigen Sanierungsbedarf besteht.
Auf Anregung des Abwasserverbandes Künten/Bellikon fand kürzlich eine Besprechung zwischen den zuständigen Personen der vier Kläranlagen statt. Die Vorstände sind übereingekommen, durch ein Ingenieurbüro abklären zu lassen, ob die Möglichkeit einer Zusammenarbeit besteht.
Handlungsbedarf weist vor allem die Anlage Fischbach-Göslikon/Niederwil auf. «Sie muss innerhalb der nächsten zwei, drei Jahre saniert werden», so Gemeindeschreiber Franz Bühlmann.
Wichtig für die Zonenplanungen
Etwas weniger eilt es beim Verband Künten/Bellikon. Innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre muss die Anlage saniert werden oder eine Zusammenarbeit mit umliegenden Verbänden gesucht werden. «Wir suchen nach einer geschickten Lösung», erklärt Gemeindeschreiber Hubert Notter, der das Projekt koordiniert. Er weist darauf hin, dass Bellikon die Zonenplanung vor sich habe und Künten daran sei. Die Anlage stammt aus dem Jahre 1973, wurde in den Jahren 1992 bis 1994 saniert und soll auf einen Einwohnergleichwert von 5000 ausgebaut werden. Heute beträgt er 3500. Notter erklärt auch, dass die Einleitbedingungen in verschiedenen Bereichen in den letzten Jahren immer strenger wurden.
Eggenwil in komfortabler Lage
In einer komfortablen Lage ist Eggenwil. Zum einen ist der Handlungsbedarf nicht dringend. Dennoch will man früh genug alle möglichen Varianten eines Alleinganges oder einer möglichen Zusammenarbeit abklären. Zum einen ist da der Ausbau der eigenen, 34 Jahre alten Anlage auf einen Einwohnergleichwert von 1500 Personen. Das würde rund 3,12 Millionen Franken kosten.
Ein Möglichkeit wäre auch der Anschluss an den Abwasserverband Bremgarten-Mutschellen oder an Künten/Bellikon. Der Bau der Transportleitung nach Sulz für den Anschluss an Künten/Bellikon käme auf 1,01 Millionen Franken zu stehen, eine Leitung nach Bremgarten würde 1,2 Millionen Franken kosten. Wie es mit der Beteiligung an beiden Orten steht, ist noch nicht abgeklärt.
Letzte Woche fanden erste Sondierungsgespräche statt bezüglich einer allfälligen Zusammenarbeit mit der Kläranlage Bremgarten-Mutschellen. Dorthin liefert Eggenwil im nächsten Jahr auch den Klärschlamm. Prinzipiell weist die ARA Kessel genügend Kapazität auf, dass Eggenwil sich anschliessen könnte. Voraussetzung ist aber, dass Fischbach-Göslikon und Niederwil nicht dazustossen.
Konkrete Zahlen im Januar
Noch liegt kein konkretes Angebot vor. Dieses soll bis Ende Januar 2007 erfolgen. Die Beteiligungskosten sollen analog von Hermetschwil erfolgen: Dort lag der Einkaufspreis bei 440000 Franken. «Da Eggenwil kleiner ist, wird der Betrag wohl geringer», so Bürgi.