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Mit Schwung ins neue Jahr

Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 04.01.2007, über die geplante Erweiterung und Renovation des Gemeindehauses sowie die per 01.01.2007 reorganisierte Gemeindeverwaltung

Mit Schwung ins neue Jahr

Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 04.01.2007, über die geplante Erweiterung und Renovation des Gemeindehauses sowie die per 01.01.2007 reorganisierte Gemeindeverwaltung

© Mittelland Zeitung; 04.01.2007

Tabloid Wohlen

Einweihungsfest ist bereits fixiert

Eggenwil Die Gemeinde Eggenwil treibt die Detaiplanung der Gemeindehausvergrösserung voran und hat die Gemeindeverwaltung neu organisiert. Am 1. Dezember wird das dann sanierte und vergrösserte Gemeindehaus eingeweiht werden.

Lukas Schumacher

Mit der Erweiterung des Gemeindehauses und einer verwaltungsinternen Neuorganisation vollzieht Eggenwil wichtige Schritte zum Beibehalten der Eigenständigkeit.

Demnächst wird der Terminplan zum 850 000-fränkigen Anbau des Eggenwiler Gemeindehauses zusammengestellt. Der genaue «Fahrplan» folgt also noch, das Datum des Einweihungsfestes dagegen steht schon fest: 1. Dezember 2007. «Wir gehen davon aus, dass Mitte Februar das bereinigte Projekt vorliegen wird», sagt Gemeindeschreiber Walter Bürgi. Er gehört der vierköpfigen Arbeitsgruppe «Gemeindehaus-Erweiterung» an, gemeinsam mit Gemeindeammann Thomas Endres, Gemeinderat Roger Hausherr und Architekt Rolf Rey.

Voraussichtlich Ende Februar sollen das Baubewilligungsverfahren und zugleich das Submissionsverfahren in Form von Einladungswettbewerben lanciert werden. Der Baubeginn wird im Frühling vollzogen, die Fertigstellung ist im Oktober geplant, nach einer rund fünfmonatigen Bauzeit. «Auch während der Bauerei wird die Gemeindekanzlei stets geöffnet sein», teilt Walter Bürgi mit.

Verwaltung reorganisiert

Nebst der Gemeindehausvergrösserung unterstreicht eine eingeleitete Neuorganisation den Willen, die Eigenständigkeit als politische Gemeinde zu wahren. So sind per 1. Januar die Finanz- und die Steuerverwaltung getrennt worden. Als neue Steueramtsvorsteherin mit einem Pensum von 50 Prozent stellte der Gemeinderat die 33-jährige Martina Egger (Möriken) ein. Die Steuerfachfrau, ehemalige Steueramtsvorsteher-Stellvertreterin in Zofingen, wird den Dorfbewohnern Eggenwils fortan jeden Montag und Freitag während der Schalteröffnungszeiten für Auskünfte in Steuerfragen zur Verfügung stehen, erstmals morgen Freitag, 5. Januar. Daneben ist Martina Egger als Leiterin der Gemeindezweigstelle der Sozialversicherungsanstalt zuständig bei Fragen betreffend Sozialversicherungen, AHV-/IV-Renten, Prämienverbilligungen Krankenkasse etc. Ursula Staubli, bisher Finanz- und Steuerverwalterin, wird fortan die Finanzverwaltung leiten sowie die Einwohnerkontrolle, das Arbeits- und das Sozialamt.

Wieso gliederte Eggenwil das Steueramt nicht aus? «Ein Outsourcing nach Oberwil-Lieli stand zur Diskussion», erläutert Gemeindeschreiber und Verwaltungsleiter Walter Bürgi, «wir wären aber kostenmässig nicht günstiger gefahren als mit dem neuen 50-Prozent-Pensum.» Ausserdem entspreche der gewährte Service public im eigenen Dorf dem Wunsch vieler Eggenwiler.

64 Ja- gegen 11 Nein-Stimmen

Dass die kleine Gemeinde Eggenwil mit ihren 760 Bewohnern den Alleingang wagt und keine Fusionsgespräche mit einer grösseren Gemeinde führt, hat handfeste Gründe. So die soliden Gemeindefinanzen, ein bekömmlicher Steuerfuss von 102 Prozent, die gut ausgebaute, ständig verfeinerte Infrastruktur, ein beachtliches Entwicklungspotenzial, die rege Bautätigkeit und das vorbildliche Einvernehmen der Gemeindeverantwortlichen. Die Mehrheit der Dorfbewohner unterstützt den gemeinderätlichen Kurs «Wahrung der Gemeindeautonomie». Bei der Abstimmung zur Gemeindehaus-Vergrösserung resultierten 64 Ja und 11 Nein. (sl)

     

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