Herzliche Gratulation an unsere ehemalige berufslernende Kauffrau Claudia Burkart
Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 05.01.2007, über Claudia Burkart, die neue Gemeindeschreiberin von Unterlunkhofen
Herzliche Gratulation an unsere ehemalige berufslernende Kauffrau Claudia Burkart
Artikel Bremgarter Bezirks-Anzeiger, Ausgabe vom 05.01.2007, über Claudia Burkart, die neue Gemeindeschreiberin von Unterlunkhofen
© Bremgarter Bezirks-Anzeiger; Ausgabe vom 05.01.2007
Ein Flair für die Beratung
Unterlunkhofen: Die neue Gemeindeschreiberin Claudia Burkart hat sich gut eingelebt
Sie ist in Unterlunkhofen aufgewachsen. Nach der Lehre in Eggenwil und der Anstellung in Merenschwand hat Claudia Burkart die Nachfolge von Rosmmarie Mader angetreten.
Fabienne Krauer
«Ich bin für viele Einwohnerinnen und Einwohner ein bekanntes Gesicht. Die Leute kennen mich und ich bin sehr gut aufgenommen worden», freut sich Claudia Burkart. Bis jetzt seien ihr nur positive Reaktionen zu Ohren gekommen. Lange hatte sie überlegt und gewisse Hemmschwellen waren da, in dem Dorf, in dem sie aufgewachsen ist, Gemeindeschreiberin zu werden.
«Doch alles hat gut gepasst und ich war damals ohnehin auf der Suche nach einer Stelle als Gemeindeschreiberin», sagt sie. Sie war bis September stellvertretende Gemeindeschreiberin in Merenschwand. Doch ihr Ziel war immer klar: Eines Tages selbst Gemeindeschreiberin zu werden. Als dann Rosmarie Mader plötzlich ihren Rücktritt bekannt gab, war der Tag gekommen. «Ich habe zu dieser Zeit Ausschau gehalten nach einer Gemeinde mit einer solchen Grösse und Struktur», sagt die 24-Jährige. Ähnlichen Verhältnissen also, wie sie auch an ihrem Lehrort in Eggenwil geherrscht hatten.
Bereits zu Hause wurde oft politisiert
An ihrer Tätigkeit schätzt sie das vielfältige Arbeiten. Schon immer zeigte Burkart ein reges Interesse am Geschehen in den Gemeinden. Sie hat sich schon sehr früh entschieden, Gemeindeschreiberin zu werden und nach der Schnupperlehre war für sie alles klar. Auch bei den Eltern stand Politik Hoch im Kurs. Ihr Vater Toni war während vielen Jahren Ammann in Unterlunkhofen. «Mir hat es allerdings immer besser gefallen auf der Verwaltungsseite», sagt Burkart.
Besonders gut in Erinnerung ist ihr die Lehrzeit in Eggenwil. «Ich habe dort eine sehr gute Ausbildung genossen und war mit Freude und Begeisterung dabei», blickt sie zurück. Als ebenfalls lehrreich empfindet sie ihre Zeit auf der Merenschwander Verwaltung, wo sie hauptsächlich für die Bereiche Sozialamt und Vormundschaft zuständig war. Sie habe sehr selbständig arbeiten können und müssen. «Die Gemeinderatssitzungen haben der Gemeindeschreiber und ich von Anfang an aufgeteilt», erklärt Burkart. Sie habe also direkt nach der Lehre «an die Säcke» müssen. Es sei wie ein Sprung ins kalte Wasser gewesen. Dennoch freut sie sich darüber, diese Chance erhalten zu haben, denn es sei nicht selbstverständlich, dass man als Lehrabgänger diese Möglichkeit bekomme. Geschätzt hat sie auch, dass sie sofort mit dem Grundkurs zur Gemeindeschreiberin beginnen konnte. «Dort habe ich sehr gutes Rüstzeug erhalten, sonst wäre das alles nie möglich gewesen», sagt sie.
Freude an renovierter Kanzlei
Nun arbeitet sie im frisch renovierten Gemeindehaus in Unterlunkhofen. «Ich habe viel Platz und es ist sehr schön hier», freut sie sich. Auch durfte sie von Rosmarie Mader einen tipptopp geführten und organisierten Betrieb übernehmen. Die Arbeiten in Unterlunkhofen seien in etwa dieselben wie in Merenschwand, aber das Team sei kleiner. Etwas vermisst sie, dass der gewohnte Austausch nicht mehr wie in Merenschwand möglich ist. «Wenn es zwei Gemeindeschreiber gibt, kann man miteinander Ideen und neue Sichtweisen zu einem bestimmten Fall entwickeln», erklärt sie. Aber natürlich gäbe es einen regen Austausch mit den anderen Gemeindeschreibern zu allgemeinen aktuellen Problem und Herausforderungen.
Burkart will als Gemeindeschreiberin vor allem offen sein. «Die Menschen sollen sich trauen, in der Kanzlei vorbei zu kommen und sich nicht davor fürchten oder ungern auf die Verwaltung kommen. Sie sieht die Beratung der Einwohnerinnen und Einwohner vielmehr als eine ihrer Hauptaufgaben. Dies vor allem auch in rechtlichen Belangen.
Wichtig ist ihr auch, erst einmal eine gewisse Zeit und Rückmeldungen von der Bevölkerung und vom Gemeinderat abzuwarten, bevor sie selbst irgendetwas auf der Kanzlei im grossen Stil ändert. «Es macht keinen Sinn Bewährtes zu ändern», erklärt sie. So will sie erst einmal ihre Aufgaben in der Kanzlei erledigen. Daher ist im Moment auch keine grosse berufliche Weiterbildung geplant oder Spezifizierung auf einen Fachbereich.
Als Ausgleich zum Kopflastigen bewegt sich die Unterlunkhoferin in ihrer Freizeit gerne in der Natur, sei es nun Velofahren, Joggen, Skifahren oder Squashen. Aber auch Konzerte oder Musicals besucht sie gerne. Sich mit Kollegen treffen und Kontakte pflegen ist ihr ebenfalls sehr wichtig.
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Claudia Burkart absolvierte von 1998 bis 2001 ihre Lehre als Kaufmännische Angestellte bei der Gemeindeverwaltung Eggenwil und schloss die Ausbildung an der Lehrabschlussprüfung mit der Gesamtnote 5,4 im 2. Rang aller KV-Absolventen am BBZ Freiamt ab. Nach 2 1/2-jähriger Weiterbildung bestand sie im Herbst 2004 die Höhere Fachprüfung für Führungspersonal der Gemeinden und erwarb den Fachausweis Fachrichtung Gemeindeschreiber. Gleichzeitig absolvierte sie auch den Ausbildungskurs für Ausbildnerinnen und Ausbildner gemäss Bundesgesetz über die Berufsbildung.
Gemeinderat und Verwaltung der Gemeinde Eggenwil gatulieren Claudia Burkart nochmals an dieser Stelle herzlich zur Wahl als Gemeindeschreiberin von Unterlunkhofen und wünschen ihr viel Erfolg und Befriedigung bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe. (gk)