Sanierungen im «Bärenmatt» winken
Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 11.04.2007, über die geplanten Erneuerungen im Regionalen Altersheim und die aktuellen Belegungsquoten der angeschlossenen Gemeinden
Sanierungen im «Bärenmatt» winken
Artikel Aargauer Zeitung, Ausgabe vom 11.04.2007, über die geplanten Erneuerungen im Regionalen Altersheim und die aktuellen Belegungsquoten der angeschlossenen Gemeinden
© AZ-Tabloid / MLZ; 11.04.2007
Sanierungen im «Bärenmatt» winken
Bremgarten Erneuerung der Wasserleitungen und Innenrenovation im Regionalen Altersheim geplant
Lukas Schumacher
Die Abgeordneten des Regionalen Altersheimverbandes Bremgarten, Mutschellen, Kelleramt befinden am 25. April über zwei Sanierungskredite im Heim Bärenmatt. Kostenpunkt: rund 560 000 Franken.
Die Rohre des Kalt- und Warmwassersystems im Altersheim Bärenmatt sind zu gross. In den Rohren mit den überdimensionierten Durchmessern fliesst das Wasser sehr langsam. Als Folge davon setzen sich Schwebestoffe auf den Rohrböden ab, was zu Beschädigungen am Rohrmantel führt. Eine Reinigung der Leitungen und der Einbau von neuen, kleineren Rohren sind unumgänglich. Rund 316 000 Franken kostet die Rohrsanierung.
Die Abgeordneten der elf Altersheimverbandsgemeinden stimmen am 25. April über einen zweiten Sanierungskredit im Bremgarter Heim ab. Zu Kosten von 245 000 Franken soll der Flur im zweiten Obergeschoss saniert und soll das dortige Stationszimmer ausgebaut werden. Das Projekt sieht vor, das Stationszimmer zu vergrössern, den Aufenthaltsraum neu zu gestalten und die Toilette zu verlegen sowie behindertentauglich einzurichten.
Finanziell Bestens im Schuss
Ein Hauptthema der Tagung vom 25. April werden die Finanzen sein. Nach dem schwachen Betriebsergebnis 2005 mit einem Verlust von rund 28 000 Franken war fürs Jahr 2006 ein Defizit von 50 000 Franken budgetiert worden. Es kam indes ganz anders, resultierte doch ein Gewinn von 469 000 Franken. Zu diesem unerwartet guten Ergebnis steuerten das Heim Widen rund 277 000 Franken, das Heim Bremgarten 124 000 und der Altersheim-Gemeindeverband 68 000 Franken bei, dies bei einem Gesamtumsatz von je rund 8,2 Millionen Franken Einnahmen und Ausgaben. Als Gründe für den vorteilhaften Abschluss 2006 führen die Verbandsverantwortlichen ins Feld: einen unerwartet hohen Wertschriftenertrag des Verbandes, ein optimales Kosten-Ertrags-Verhältnis bei der Pflege im Heim Widen sowie Einsparungen im Heim Bremgarten.
Ein ansehnliches Polster
Beachtlich sind auch das ausgewiesene Eigenkapital des Verbandes sowie der Stand der zwei Reservefonds der Heime Widen und Bremgarten. Das Eigenkapital beträgt derzeit 2,35 Millionen Franken, im Reservefonds Bremgarten befinden sich 1,33 Millionen und im Reservefonds Widen 1,26 Millionen Franken. Aus den Reservefonds werden jeweils die Ersatzinvestitionen finanziert. Gespeist werden die Fonds durch Rückstellungen im Umfang von 5 Prozent der jährlichen Heimausgaben und durch die Zinserträge. So kamen fürs Heim Widen letztes Jahr rund 237 000 Franken zusammen. Auf der anderen Seite mussten aus dem Fonds die fast 300 000 Franken teuere Dachsanierung des Heims Widen sowie weitere Unterhalts- und Instandstellungsarbeiten in Höhe von fast 200 000 Franken berappt werden.
Rudolfstetten ziert Tabellenspitze vor Bremgarten
Wie die 141 Heimzimmer von den Pensionären aus den 11 Gemeinden genutzt werden
Die 70 Pensionärszimmer im Heim Bremgarten und die 71 Zimmer im Heim Widen werden fast ausschliesslich von Pensionären aus den elf Verbandsgemeinden beansprucht. In der aktuellen Rangliste gemäss Zimmerbelegung/Zuteilungsquote liegen die Gemeinden Rudolfstetten und Bremgarten an der Spitze. Rudolfstetten hätte Anspruch auf 12 Zimmer, belegt aber 20. Bremgarten hätte 37 Zimmer zugute, nutzt aber 47. Ebenfalls mehr Zimmer als vorgesehen nutzt Widen, nämlich 18 statt 22.
Bei Pensionären aus vier Gemeinden entspricht die aktuelle Zimmerbelegung exakt den Ansprüchen anhand der einst geleisteten Baubeiträge der Gemeinden. So nutzt Unterlunkhofen alle 4 Zimmer, Oberlunkhofen sämtliche 5, die Gemeinde Hermetschwil-Staffeln alle 4 und die Gemeinde Berikon alle ihre 16 Zimmer.
Vier Gemeinden weisen eine unterdurchschnittliche Belegunsquote auf. Zufikon stünden 23 Zimmer zur Verfügung, es belegt derzeit aber nur 12. Oberwil-Lieli besitzt Anspruch auf 9 Zimmer und nutzt derzeit lediglich 4. Kein einziges Zimmer beanspruchen momentan die Gemeinden Jonen und Eggenwil; Jonen könnte 8 Zimmer belegen, Eggenwil 4. Bewohner aus diesen zwei Gemeinden haben bei den nächsten Zimmerbelegungsrunden Vorrang.
In den übrigen 7 Zimmern der beiden Altersheime wohnen 5 Personen, die aus einem anderen Kanton zuzogen, und 2 Personen aus Aargauer Gemeinden, die nicht dem Regionalverband angehören. (sl)