Gemeindemitteilung vom 21.06.2018
Überprüfung der Schulraumplanung aufgrund massiv steigender Schülerzahlen; Beschlüsse der Ortsbürgergemeindeversammlung vom 20. Juni; Das Eggenwiler Nachbarschaftshilfenetz «I guete Händ» sucht Nachwuchs; Geschwindigkeitskontrolle auf der Pflanzerfeldstrasse – generell erfreuliche Bilanz seit Einführung der Tempo-30-Zonen im Jahr 2006
Überprüfung der Schulraumplanung aufgrund massiv steigender Schülerzahlen
Im Rahmen der kantonalen Schulreform «Stärkung der Volksschule» erfolgten per Anfang August 2014 umfangreiche Änderungen im Schulwesen: Sechs anstatt fünf Jahre Primarschule und die damit in Eggenwil einhergegangene Umstrukturierung der Primarschule in drei 2-klassige Abteilungen anstatt einer 3- und 2-klassigen Abteilung, das Obligatorium des 2-jährigen Kindergartens als Teil der Volksschule für alle Kinder ab vollendetem vierten Altersjahr und die Senkung der maximalen Klassen- respektive Abteilungsgrössen auf 25 Kinder. Deshalb und unter anderem wegen des damals ohnehin viel zu kleinen Kindergartens, der fehlenden Gruppenräume für die heutigen Lehr- und Lernformen sowie der ungeeigneten oder nicht vorhandenen Räume für die familien- und schulergänzenden Betreuungsangebote wie etwa den Mittagstisch ergaben sich in der Schulanlage zusätzliche Raumbedürfnisse. Im Weiteren war und ist die Belegungskapazität der Turnhalle ausgeschöpft. Zudem waren das 1968 erbaute Schulhaus samt maroder Ölheizung und die 1978 errichtete Turnhalle sanierungsbedürftig.
Dementsprechend beantragten Gemeinderat und Schulpflege dem Souverän das Gesamtbauprojekt «Erweiterung und Sanierung der Schul- und Mehrzweckanlage Eggenwil», mit welchem nebst den dringenden Renovationen auch sämtliche Raumbedürfnisse von Schule, Vereinen und Dorfgemeinschaft über die kommenden Jahrzehnte hinweg hätten abgedeckt werden sollen. An der Gemeindeversammlung im November 2012 und der Referendumsabstimmung im März 2013 lehnten jedoch die Stimmbürger den hierfür beantragten Verpflichtungskredit von 3,83 Mio. Franken ab.
In der Folge erarbeitete der Gemeinderat in Zusammenarbeit mit der Schulpflege ein erheblich redimensioniertes Projekt, für welches die Gemeindeversammlung im November 2013 einen Verpflichtungskredit von 2,69 Mio. Franken bewilligte. Dabei wurde insbesondere auf den in drei Räume unterteilbaren, polyvalent nutzbaren Mehrzwecksaal sowie das als Reserve vorgesehene zusätzliche Klassenzimmer verzichtet. Für den Kindergarten erfolgte ein Anbau südwestlich des Schulhauses. Für den Mittagstisch wurde das Foyer der Mehrzweckhalle erweitert. Das Büro der Schulleitung verblieb im Gemeindehaus. Zur Gewährleistung der Mehrfachnutzungen von Gruppenräumen und Fachzimmern wurde die Stundenplanorganisation gestrafft. Der Baubeginn erfolgte im August 2014. Ende Oktober 2015 konnte die sanierte und erweiterte Schul- und Mehrzweckanlage eingeweiht werden. Die Abrechnung schloss mit einer Kreditunterschreitung um rund 90 000 Franken oder 3,4 Prozent.
Wie die nun jüngst im Zusammenhang mit der Umsetzung des neuen kantonalen Kinderbetreuungsgesetzes überarbeiteten Schülerzahlprognosen zeigen, traf die Entwicklung wie erwartet ein. So prognostizierte der Gemeinderat im Herbst 2012, als die Schulraumerweiterung erstmals auf der politischen Agenda stand, den Anstieg der Schülerzahl von damals 51 auf 72 im Schuljahr 2018/19, was exakt dem aktuellen Wert entspricht. Bis zum Schuljahr 2024/25 rechnet der Rat mit einem kontinuierlichen Anstieg bis auf 104 Kinder, die vom ersten Kindergarten bis zur sechsten Klasse den Unterricht in Eggenwil besuchen werden.
Überprüfung Schulraumplanung Eggenwil 2018 – Schülerzahlprognosen, Stand 10.2013/05.2018
Aufgrund dieser Berechnungen basierend auf der heutigen Schulorganisation (vier altersgemischte, 2-klassige Abteilungen: 1./2. Kindergarten, 1./2. Klasse, 3./4. Klasse und 5./6. Klasse) und in Anbetracht der im kantonalen Schulgesetz vorgeschriebenen Klassen- beziehungsweise Abteilungsgrösse am Kindergarten und an der Primarschule von maximal 25 Kindern ergibt sich, dass ab dem Schuljahr 2020/21 ein Kindergarten und ausserdem ab dem Schuljahr 2022/23 zusätzlich ein Klassenzimmer fehlen.
Folglich hat der Gemeinderat im Mai die Schulbehörde beauftragt, eine erneute Raumanalyse mit Überprüfung der Nutzungs- und Belegungskonzepte vorzunehmen und denkbare Lösungsoptionen aufzuzeigen. Im Vordergrund stehen gegenwärtig der Umbau respektive die Umnutzung von Lehrerzimmer und Werkraum bei gleichzeitiger Schaffung von vertretbaren Ersatzlösungen, eine weitere zeitliche und räumliche Straffung der Stundenplanung – gegebenenfalls mit Ausweitung des Unterrichts auf den Freitagnachmittag, die Nutzung des Sitzungszimmers oder der bislang vermieteten Räume im Obergeschoss des Gemeindehauses und/oder die Planung eines Schulcontainers als Provisorium im Sinne eines vorbehaltenen Entschlusses. Damit die finanziellen Aufwendungen für die Planung im Budget 2019 sowie für die Umsetzung in der Aufgaben- und Finanzplanung 2019 bis 2026 zumindest grob berücksichtigt und allfällige Sofortmassnahmen rechtzeitig getroffen werden können, werden erste Ergebnisse bis Ende August erwartet.
Beschlüsse der Ortsbürgergemeindeversammlung vom 20. Juni

Gestern Mittwochabend fand die Ortsbürgergemeindeversammlung unter freiem Himmel bei der Waldhütte statt. Erstmals unter der Leitung von Gemeindeammann Roger Hausherr genehmigten die 14 anwesenden Ortsbürger (von 31 Stimmberechtigten) einstimmig das Protokoll der letzten Versammlung, den Rechenschaftsbericht des Gemeinderats respektive der Forstkommission pro 2017 sowie die Jahresrechnung 2017. Alle Beschlüsse wurden abschliessend gefasst.
Das Eggenwiler Nachbarschaftshilfenetz «I guete Händ» sucht Nachwuchs
Seit zwölf Jahren unterstützen hilfsbereite, flexible und offene Seniorinnen und Senioren andere Einwohnerinnen und Einwohner und leisten damit ein beispielhaftes Engagement zu Gunsten der Bevölkerung. Das Eggenwiler Nachbarschaftshilfenetz «I guete Händ» ging seinerzeit aus einer Diplomarbeit von Hanni Käch hervor. Die Gruppe betreut Kleintiere, Wohnungen oder Gärten, während deren Besitzer in den Ferien weilen, chauffieren Menschen zum Einkaufen oder zu Ärzten, leisten Pausenaufsicht und Stundenbetreuung in der Schule, unterstützen bei Familienfesten oder Geburtstagen oder helfen beim Aufräumen und Abwaschen. Ihre Dienstleistungen sind kostenlos. Ein freiwilliger kleiner Batzen wird von den Helfern aber gerne entgegengenommen, um ab und zu ein paar gemütliche Stunden zusammen zu geniessen.
Einige der Gruppe «I guete Händ» sind inzwischen um oder über 80 Jahre alt und möchten etwas kürzertreten. Damit dieses wertvolle Werk weiterhin Bestand hat und die allseits geschätzten Dienstleistungen auch künftig angeboten werden können, braucht es dringend Nachwuchs. Eggenwiler Senioren und Seniorinnen, die mithelfen möchten, melden sich bitte bei Nico Höchli, Im Rebhügel 30, Telefon 056 633 96 35, n.hoechli@wepitmail.ch, oder Erna Staub, Trottengasse 5, Telefon 056 631 36 91, erna.staub@bluewin.ch.
Geschwindigkeitskontrolle auf der Pflanzerfeldstrasse – generell erfreuliche Bilanz seit Einführung der Tempo-30-Zonen 2006
Am 29. Mai führte die Regionalpolizei Bremgarten erneut eine Geschwindigkeitskontrolle auf der Pflanzerfeldstrasse, Höhe Wohnhaus Nr. 18, Fahrtrichtung Dorf einwärts, durch. Zwischen 10.25 und 12.25 Uhr haben von 26 gemessenen Fahrzeugen keine Fahrzeuglenker die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h überschritten.
Generell darf rückblickend auf die Kontrollergebnisse seit der flächendeckenden Einführung der Tempo-30-Zonen auf allen Gemeindestrassen im Siedlungsgebiet der Gemeinde Eggenwil inklusive Weiler Hohfoor im Jahr 2006 erfreulicherweise festgestellt werden, dass abgesehen von wenigen Ausnahmen in den Quartieren die Geschwindigkeitslimite eingehalten wird.
Gemeindekanzlei Eggenwil
Walter Bürgi, Gemeindeschreiber
Eggenwil, 21. Juni 2018
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