Gemeindemitteilung vom 02.10.2025
Abschluss der kommunalen Gesamterneuerungswahlen 2025 für die kommende Amtsperiode 2026/2029 – herzliche Gratulation allen gewählten Amtsträgerinnen und Amtsträgern von Gemeinderat und Kommissionen; Eindrückliche Besichtigung des Kantonalen Erstaufnahmezentrums Torfeld in Buchs; AEW Energie AG rüstet Eggenwil im kommenden Jahr mit Smart Metern aus; Swisscom stellt Ende dieses Jahres das 3G/UMTS-Netz ab; Schule Eggenwil engagierte sich auch am diesjährigen Clean-Up-Day
Abschluss der kommunalen Gesamterneuerungswahlen 2025 für die kommende Amtsperiode 2026/2029 – herzliche Gratulation allen gewählten Amtsträgerinnen und Amtsträgern von Gemeinderat und Kommissionen
Gemeindebehörde, Wahlbüro und Verwaltung gratulieren den künftigen Mitgliedern der Gemeindeexekutive sowie den bereits Anfang September 2025 durch das Wahlbüro als in stiller Wahl gewählt erklärten Mitgliedern der selbstständigen Kommissionen mit eigenen Entscheidungsbefugnissen – Finanzkommission, Steuerkommission und Wahlbüro respektive Stimmenzähler – herzlich, danken für das allseits geschätzte (weitere) Engagement im Dienste der Eggenwiler Bevölkerung und wünschen eine erfolgreiche, spannende und bereichernde Amtszeit.
Mit erfreulichen 55,2 Prozent war die Eggenwiler Wahlbeteiligung etwa auch im Vergleich zu den direkten Nachbargemeinden Zufikon (38,4 Prozent), Bremgarten (40 Prozent), Fischbach-Göslikon (32,8 Prozent), Künten (41,8 Prozent), Bellikon (51,3 Prozent) und Widen (45 Prozent) überdurchschnittlich hoch.
Wie die statistische Analyse der Gemeindekanzlei aufgrund der eingegangenen Stimmrechtsausweise und des Stimmregisters der Einwohnerdienste zeigt, hielten sich die aktiven weiblichen (Anteil 52,2 Prozent) und männlichen (Anteil 47,8 Prozent) Stimmberechtigten weitgehend die Wage.
Sowohl bezogen auf die eingereichten gültigen 437 Stimmrechtsausweise als auch in Relation zu den 685 Stimmberechtigten wiesen die Altersgruppen zwischen 65 bis 74 Jahren und 75 bis 94 Jahren (Pensionierte, häufig wichtige Gruppe mit starkem Einfluss) die höchsten Beteiligungsquoten auf. Die tiefsten Werte der politischen Partizipation ergaben sich erneut bei den jüngsten Alterssegmenten zwischen 18 bis 24 Jahren (junge Erstwähler/innen und junge Erwachsene; wichtig für Jugendbeteiligungstrends) und 25 bis 34 Jahren (junge Erwachsene, beginnende Lebens- und Karrierephase mit unterschiedlichen Lebensrealitäten).
Eindrückliche Besichtigung des Kantonalen Erstaufnahmezentrums (EAZ) Torfeld in Buchs
Wie mit Gemeindemitteilung vom 24. Juli 2025 informiert, wurde der Gemeinde diesen Sommer wiederum eine aus Afghanistan stammende Familie zugewiesen. Die Eltern mit ihren sieben Kindern, darunter zwei einjährige Zwillingsbuben und drei schulpflichtige Kinder, waren im Oktober letzten Jahres in die Schweiz eingereist und lebten bis zu ihrem Umzug Ende Juli 2025 nach Eggenwil im Kantonalen Erstaufnahmezentrum (EAZ) Torfeld in Buchs.
Eggenwil nimmt seit 1990, also seit nunmehr 35 Jahren, nahezu ununterbrochen vom Kanton zugewiesene Personen nach dem Asylrecht auf. Bei einer gesetzlichen Aufnahmepflichtquote von gegenwärtig 12,6 Personen beherbergte und betreute Eggenwil per Stichdatum 1. September 2025 insgesamt 16 vorläufig aufgenommene Ausländer (Ausweis F-VA) mit Nationalitäten Afghanistan und Irak in der 2018 neu erbauten gemeindeeigenen Asyl- und Flüchtlingsunterkunft mit zwei baugleichen 4 ½-Zimmer-Wohnungen im Erd- und Obergeschoss zwischen Gemeinde- und Schulhaus. Ausserdem ist aktuell eine schutzbedürftige Person aus der Ukraine (Ausweis S) privat untergebracht. Nachdem die seit 2019 in Eggenwil lebende siebenköpfige Familie aus dem Irak Mitte September nach Wohlen weggezogen ist, wurde dem kantonalen Sozialdienst anerboten, der Gemeinde wiederum eine Familie zuzuweisen.
Das ist allgemein und hinlänglich bekannt: Gemeinden, welche die fortwährend monatlich der Lage angepasste Aufnahmepflichtquote nicht erfüllen, erhalten aufgrund der gesetzlichen Vorgaben vom Kanton eine Zuweisungsverfügung zur Aufnahme der noch ausstehenden Anzahl Personen beziehungsweise der Meldung von Plätzen. Bei ungenutztem Ablauf der Vorlaufzeit stellt der Kantonale Sozialdienst den betroffenen Gemeinden eine Kostenpauschale für die Ersatzzahlung von 90 Franken pro Person und Tag in Rechnung. So weit, so klar. Aber was steckt eigentlich hinter diesem Verdikt? Und vor allem, was passiert konkret an dem Ort, wo die Flüchtlinge im Kanton Aargau ankommen? Die Gemeindeverwaltung wollte das nun etwas genauer wissen und erhielt auf ihre Anfrage hin spontan und unbürokratisch Gelegenheit, am 16. September 2025 das Kantonale Erstaufnahmezentrum (EAZ) Torfeld in Buchs zu besuchen, um sich selbst von den dortigen Infrastrukturen und Abläufen ein Bild zu machen.
Die Eggenwiler Besucher wurden offen und herzlich vom Team des kantonalen Sozialdienstes empfangen. Unter der Leitung von Fehmi Lestrani betreuen gegenwärtig insgesamt sechs Mitarbeitende des kantonalen Sozialdienstes das EAZ für Personen aus dem Asylbereich sowie Schutzbedürftige aus der Ukraine. Sie führen die Erstgespräche durch, machen die ankommenden Menschen auf ihre Rechte und Pflichten aufmerksam und prüfen deren Familienkonstellationen. Unabhängig von ihrem Status werden alle Personen in der ersten Phase nach ihrer Ankunft im Kanton Aargau in einer kantonalen Unterkunft untergebracht. Die Eintritte in den Kanton Aargau erfolgen heute in der Regel über das EAZ Torfeld, welches mit seinen insgesamt 196 Plätzen – je 98 Plätze in den beiden Unterkünften KU-Buchs 5 für alleinreisende Männer und KU-Buchs 3 für Familien – als Dreh- und Angelpunkt zwischen den Bundesasylzentren und kantonalen wie kommunalen Asylunterkünften dient. So können die neueintretenden Personen von den durch den Kanton Aargau organisierten Erstinformationen profitieren, erste Sprachkurse besuchen und in ihrer neuen Lebenssituation ankommen. Vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer sowie Personen mit Schutzstatus S werden später den Gemeinden zugewiesen und an deren Aufnahmepflicht angerechnet.
Die Vertreter der Gemeinde Eggenwil waren nach der Führung durch das EAZ Torfeld und den aufschlussreichen Gesprächen mit den Verantwortlichen tief beeindruckt von der in Buchs trotz der gewiss nicht immer einfachen Situationen geleisteten professionellen und gleichermassen umsichtigen und respektvollen Arbeit des Betreuungsteams des EAZ und des Fachbereichs Gemeinden, Beratung und Entwicklung des Departements Gesundheit und Soziales. Eggenwil dankt den Vertretern des Kantonalen Sozialdienstes herzlich für die seit nunmehr gegen vier Jahrzehnte lange partnerschaftliche Zusammenarbeit und ebenso für die interessanten und wertvollen Einblicke in ihre wichtigen und herausfordernden Tätigkeiten zugunsten des Kantons sowie der aargauischen Gemeinden.
Die AEW Energie AG rüstet Eggenwil im kommenden Jahr mit Smart Metern aus

Die AEW Energie AG ersetzt derzeit sämtliche konventionelle Stromzähler in ihrem Versorgungsgebiet durch intelligente Messsysteme, sogenannte Smart-Meter. Damit setzt die AEW die Vorgaben aus der Stromversorgungsverordnung (StromVV) des Bundes um. Die neue Technologie ermöglicht eine automatisierte Erfassung und Verarbeitung der Stromverbrauchsdaten. Dadurch entfallen die Ablesungen vor Ort. Auf die Konditionen hat dies keinen Einfluss.
Demnächst wird auch die Gemeinde Eggenwil, die seit Anfang dieses Jahres zum direkten Versorgungsgebiet der AEW gehört, mit Smart Metern ausgerüstet. Der Rollout beginnt ab Februar 2026 und dauert voraussichtlich bis Ende März 2027. Die Stromzufuhr muss für diese Arbeiten bei jeder Kundin und jedem Kunden kurzzeitig unterbrochen werden. Die Kundschaft wird individuell durch das beauftragte Elektroinstallationsunternehmen benachrichtigt; entweder persönlich oder mittels Ausschaltkarte im Briefkasten.
Künftig werden die umgerüsteten Haushalte Quartals-Abrechnungen erhalten, die Ihren genauen Verbrauch aufzeigen. Die herkömmlichen Akontorechnungen entfallen. Die Rechnungen werden im gleichen Rhythmus zugestellt wie bisher.
Weitere Informationen sowie Fragen und Antworten zum Thema Smart Meter finden sich unter www.aew.ch/kundenservice/faqs/smart-metering-faqs.
Swisscom stellt Ende dieses Jahres das 3G/UMTS-Netz ab

Die dritte Mobilfunkgeneration (3G) hat vor 21 Jahren die Smartphone-Ära eingeleitet: Sie befreite das Internet vom Schreibtisch und machte es mobil.
Inzwischen gibt es mit den Nachfolgegenerationen 4G und 5G wesentlich schnellere und leistungsfähigere Netze. Deshalb ist das 3G-Netz von Swisscom in der Schweiz und Liechtenstein, wie seit 2022 angekündigt, nur noch bis Ende 2025 verfügbar und wird danach innert weniger Wochen abgeschaltet.
Auf dem 3G-Netz werden heute lediglich noch 1,1 Prozent des mobilen Datenverkehrs abgewickelt. Gleichzeitig belegt die Technologie aber ganze 9 Prozent der Antennenkapazität (NISV). Die Abschaltung von 3G erlaubt, das Netz weiter zu verbessern. So können die frei werdende Sendeleistung und die Frequenzen für die wesentlich fortschrittlicheren und nachhaltigeren 4G- und 5G-Technologien genutzt werden.
Von der Abschaltung betroffen sind Swisscom Kundinnen und Kunden, deren Geräte oder Anwendungen nur das 3G/UMTS-Netz nutzen können. Dazu gehören in einzelnen Fällen auch 4G-Geräte, die für Telefonie oder Notrufe auf das 3G-Netz zurückgreifen. Über cockpit.swisscom.ch oder per Gratis-SMS an 444 mit dem Keyword 3G kann geprüft werden, ob Geräte betroffen sind.
Die Gemeinde Eggenwil selbst verwendet derzeit noch zwei 3G-basierte Endgeräte respektive SIM-Karten für den Notruf im Lift der Schulanlage und für einen Teil der Datenübermittlung in der Wasserversorgung. Diese beiden Geräte werden – wie vorgesehen und budgetiert – bis Ende Jahr ausgetauscht.
Die Schule Eggenwil engagierte sich auch am diesjährigen Clean-Up-Day
Die jüngsten Schülerinnen und Schüler des Kindergartens sammelten auf dem Schulareal Abfälle ein und gestalteten mit viel Kreativität ein grosses Bild unserer Erde. Dabei diskutierten sie über die Bedeutung einer sauberen Umwelt – nicht nur für die Menschen, sondern auch für Tiere wie die Fledermäuse, die sie kürzlich abends in Eggenwil beobachtet hatten.
Aus der ersten bis vierten Primarklasse schwärmten vier altersgemischte Gruppen im ganzen Dorf und bis hinauf zur Waldhütte aus. Bei strahlendem Spätsommerwetter sammelten sie herumliegenden Müll und sortierten diesen anschliessend auf dem Pausenplatz. Zwar fanden sie erfreulich wenig Abfall, dennoch kamen einige volle Säcke zusammen.
Die ältesten Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klasse besuchten den Recycling- und Klärbetrieb Limeco im Limmattal. Dort erfuhren sie, wie aus Abfällen wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber oder Kupfer zurückgewonnen werden und warum korrekte Abfalltrennung so wichtig ist. Auch die Reinigung von Abwasser und der Einfluss von Platzregen auf die Wasserqualität wurden anschaulich erklärt – ein lehrreicher Vormittag, der viele Aha-Momente auslöste.
Der Clean-Up-Day 2025 hat wieder einmal gezeigt: Mit vereinten Kräften können wir unsere Umwelt sauberer und damit lebenswerter gestalten. Die Eggenwiler Schülerinnen und Schüler haben mit ihrem Einsatz ein Zeichen gesetzt – für Nachhaltigkeit, Gemeinschaftssinn und Verantwortungsbewusstsein.
Gemeindekanzlei Eggenwil
Walter Bürgi
Gemeindeschreiber & Verwaltungsleiter
Eggenwil, 2. Oktober 2025
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