Gemeindemitteilung vom 05.03.2026
Gabriela Renner als Leiterin Finanzen und Gemeindeschreiber/Verwaltungsleiter-Stellvertreterin gewählt; Kapazitäts- und Funktionsgrenze der Schulanlage wiederum erreicht – Fortsetzung der Schulraumplanung; Stromproduktion 2025 der Solaranlage auf dem Schulhausdach – Prüfung von Massnahmen zur Eigenverbrauchsoptimierung; Erneuter Kauf von Privatwald durch die Gemeinde; Geplanter Reusssteg zwischen Künten-Sulz und Fischbach-Göslikon – Brückenbauerinnen und Brückenbauer gesucht; Regionalpolizei sorgte auch im vergangenen Jahr rund um die Uhr für Sicherheit; Papier- und Kartonsammlung übermorgen Samstagvormittag, 7. März; Bäume und Sträucher entlang von Strassen und Wegen bis spätestens Ende April zurückschneiden; Häckseldienst am Samstagvormittag, 14. März – Anmeldung bis Donnerstag, 12. März; Forstbetrieb kann auch für private Gartenholzereien beauftragt werden; Kostenloser Kompostbezug für die Eggenwiler Bevölkerung am Samstag, 21. März; Einladung zum Jahreskonzert der Musikgesellschaft Eggenwil (MGE) am Samstagabend, 28. März, und Save the Date für das grosse Fest zum diesjährigen 100-jährigen Jubiläum der MGE vom Freitag und Samstag, 21. und 22. August
Gabriela Renner als Leiterin Finanzen und Gemeindeschreiber/Verwaltungsleiter-Stellvertreterin gewählt
Wie mit Gemeindemitteilung vom 22. Januar 2026 informiert, hat sich Vanessa Villars nach sieben erfolgreichen Dienstjahren entschieden, ab Ende Juli dieses Jahres eine Auszeit zu nehmen und längere Zeit auf Reisen zu gehen. Folglich wurde die Stelle «Leiter/in Finanzen und Gemeindeschreiber/Verwaltungsleiter-Stellvertreter/in» per 1. Juni 2026 oder nach Vereinbarung mit einem Pensum von 60 bis 100 Prozent, je nach möglicher Stellen- respektive Aufgabenteilung, öffentlich ausgeschrieben.
Aus dem Kreis der rund 20 eingegangenen Bewerbungen hat die Gemeindebehörde Gabriela Renner gewählt. Die 48-Jährige absolvierte nach der Bezirksschule die kaufmännische Ausbildung bei einer aargauischen Gemeindeverwaltung, war seither ununterbrochen während nunmehr fast 30 Jahren bei aargauischen Gemeinden als Leiterin Finanzen, aber auch im Bereich Gemeindekanzlei, unter anderem als Gemeindeschreiber-Stellvertreterin, tätig, und verfügt über mehrere höhere, berufsspezifische Fachausweise. Sie wird ihre Tätigkeit in Eggenwil am 1. Juni mit einem Arbeitspensum von 60 Prozent aufnehmen. Die formale Amtsübergabe erfolgt per 1. Juli 2026. Die Aufgaben im Rahmen der verbleibenden 40 Stellenprozente werden einstweilen intern neu verteilt.
Gemeinderat, Finanzkommission und Gemeindeverwaltung gratulieren Gabriela Renner zur Wahl, heissen sie herzlich im Team willkommen und wünschen ihr viel Erfolg und Freude bei ihrem vielseitigen und verantwortungsvollen Wirken zum Wohl der Eggenwiler Bevölkerung.
Die offizielle Würdigung, Verdankung und Verabschiedung von Vanessa Villars und Begrüssung von Nachfolgerin Gabriela Renner erfolgt anlässlich der Sommer-Gemeindeversammlung vom 12. Juni 2026.
Kapazitäts- und Funktionsgrenze der Schulanlage wiederum erreicht – Fortsetzung der Schulraumplanung
Abgelehntes Erweiterungsprojekt «Dreiklang 2012 mit Mehrzwecksaal»
Im Rahmen der kantonalen Schulreform «Stärkung der Volksschule» erfolgten per Anfang August 2014 umfangreiche Änderungen im Schulwesen: Sechs anstatt fünf Jahre Primarschule und die damit in Eggenwil einhergegangene Umstrukturierung der Primarschule in drei 2-klassige Abteilungen anstatt einer 3- und 2-klassigen Abteilung, das Obligatorium des 2-jährigen Kindergartens als Teil der Volksschule für alle Kinder ab vollendetem vierten Altersjahr und die Senkung der maximal zulässigen Klassen- respektive Abteilungsgrössen auf 25 Kinder.
Deshalb und unter anderem wegen des damals ohnehin viel zu kleinen Kindergartens, der fehlenden Gruppenräume für die heutigen Lehr- und Lernformen sowie der ungeeigneten oder nicht vorhandenen Räume für die familien- und schulergänzenden Betreuungsangebote, insbesondere für den betreuten Mittagstisch, ergaben sich in der Schulanlage umfangreiche zusätzliche Raumbedürfnisse. Im Weiteren war und ist die Belegungskapazität der Turnhalle ausgeschöpft. Ausserdem wiesen vor allem das 1968 erbaute Schulhaus samt maroder Ölheizung, aber auch die 1978 errichtete Turnhalle Sanierungsbedarf auf.
Dementsprechend beantragten der Gemeinderat und die damals noch bestehende Schulpflege dem Souverän das Gesamtbauprojekt «Dreiklang: Erweiterung und Sanierung der Schul- und Mehrzweckanlage Eggenwil inkl. Gemeindesaal», mit welchem nebst den dringenden Renovationen auch sämtliche Raumbedürfnisse von Schule, Vereinen und Dorfgemeinschaft über die kommenden Jahrzehnte hinweg hätten abgedeckt werden sollen. An der Gemeindeversammlung im November 2012 und der Referendumsabstimmung im März 2013 lehnten indes die Stimmbürger den hierfür beantragten Verpflichtungskredit von 3,83 Mio. Franken, verbunden mit einer Steuerfusserhöhung um zehn Prozentpunkte, aus finanziellen Gründen ab.
2014/15 ausgeführtes redimensioniertes Erweiterungs- und Sanierungsprojekt 2013
In der Folge erarbeitete der Gemeinderat in Zusammenarbeit mit der Schulpflege, welche per Ende 2021 abgeschafft wurde, ein erheblich redimensioniertes Projekt, für welches die Gemeindeversammlung im November 2013 einen Verpflichtungskredit von 2,69 Mio. Franken bewilligte. Dies verbunden mit einer Erhöhung des Steuerfusses um vier Prozentpunkte. Dabei wurde insbesondere auf den in drei Räume unterteilbaren, polyvalent nutzbaren Mehrzwecksaal sowie das einstweilen als Reserve vorgesehene zusätzliche Klassenzimmer verzichtet. Für den Kindergarten erfolgte ein Anbau südwestlich des Schulhauses. Für den betreuten Mittagstisch wurde das Foyer der Mehrzweckhalle erweitert. Das Büro der Schulleitung verblieb im Gemeindehaus. Auch die Schulverwaltung ist bis heute in die Gemeindeverwaltung eingegliedert. Zur Gewährleistung der Mehrfachnutzungen von Gruppenräumen und Fachzimmern wurde die Stundenplanorganisation gestrafft. Der Baubeginn erfolgte im August 2014. Ende Oktober 2015 konnte die sanierte und erweiterte Schul- und Mehrzweckanlage eingeweiht werden. Die Abrechnung schloss mit einer Kreditunterschreitung um rund 90 000 Franken oder 3,4 Prozent.
Im Rahmen des bis heute laufenden Projekts «Schulraumplanung Eggenwil 2018+» getroffene Sofortmassnahmen
Auch seit der in den Jahren 2014/2015 realisierten Erweiterung und Sanierung der Schul- und Mehrzweckanlage beobachtet der Gemeinderat respektive die Schul- und Verwaltungsleitung die demografische Entwicklung aufmerksam und beurteilt den Handlungsbedarf kontinuierlich neu.
Wie die laufend aktualisierten Schülerzahlstatistiken und -prognosen zeigen, traf die Entwicklung wie erwartet ein. So prognostizierte der Gemeinderat im Herbst 2012, als die Schulraumerweiterung erstmals in jüngerer Zeit wieder auf der politischen Agenda stand, den Anstieg der Schülerzahl von damals 51 auf 72 im Schuljahr 2018/2019, was exakt eingetroffen war. Bis zum Schuljahr 2024/2025 rechnete die Gemeindebehörde sodann mit einem kontinuierlichen Anstieg bis auf rund 100 Kinder, die vom ersten Kindergarten bis zur sechsten Klasse den Unterricht in Eggenwil besuchen werden. Auch diese Prognose wurde von der Realität bestätigt.
Aufgrund der Berechnungen basierend auf der bisherigen Schulorganisation (vier altersgemischte, 2-klassige Abteilungen: 1./2. Kindergarten, 1./2. Klasse, 3./4. Klasse und 5./6. Klasse) und in Anbetracht der im kantonalen Schulgesetz vorgeschriebenen Klassen- beziehungsweise Abteilungsgrösse am Kindergarten und an der Primarschule von maximal 25 Kindern ergab sich nach einer kurzzeitigen Entspannung, dass mittelfristig zumindest ein zusätzliches Klassenzimmer benötigt wird.
Folglich wurde im Rahmen des nach wie vor laufenden Projekts «Schulraumplanung Eggenwil 2018+» erneut eine eingehende Raumanalyse mit Überprüfung der Nutzungs- und Belegungskonzepte vorgenommen und denkbare Lösungsoptionen erarbeitet. Im Vordergrund standen dabei der Umbau respektive die Umnutzung des Werkraums und allenfalls des Lehrerzimmers bei gleichzeitiger Schaffung von vertretbaren Ersatzlösungen, eine weitere zeitliche und räumliche Straffung der Stundenplanung – gegebenenfalls mit Ausweitung des Unterrichts auf den Freitagnachmittag, die Nutzung des Sitzungszimmers im Obergeschoss des Gemeindehauses als Übergangslösung und/oder die Planung eines Schulcontainers als Provisorium im Sinne vorbehaltener Entschlüsse.
Nachdem sich die Raumsituation weiter zugespitzt hatte, wurde nebst der Erarbeitung von weiteren Machbarkeitsstudien zur Erweiterung der Schulanlage als Notlösung nach dem 2019 vorsorglich erfolgten Umbau des Werkraums in ein Klassenzimmer das Technische Werken in die Zivilschutzanlage im Untergeschoss des Mehrzweckgebäudes verlegt. Ausserdem findet derzeit als Behelfslösung der Englisch- und Französischunterricht im hierzu umgestalteten grossen Sitzungszimmer im Obergeschoss des Gemeindehauses statt.
Kapazitäts- und Funktionsgrenze der Schulanlage wiederum erreicht
Wie die nachstehende aktuelle Schülerzahlprognose zeigt, ist bis zum Schuljahr 2027/2028 mit einem Anstieg von gegenwärtig insgesamt 96 auf 107 Kinder zu rechnen, die vom ersten Kindergarten bis zur sechsten Klasse den Unterricht in Eggenwil besuchen werden. Danach sinken laut dieser Kalkulation die Schülerzahlen bis zum Schuljahr 2031/2032 wieder auf 93 Kinder. Die blau markierten Zahlen entsprechen Annahmen. Die roten Werte weisen auf Überschreitungen der maximal zulässigen Klassengrössen respektive entsprechenden Handlungsbedarf hin; hier ist von der Schulleitung vorgesehen, während jeweils zwei Schuljahren eine 2-klassige Abteilung doppelt zu führen.

Bei vorstehender Berechnung ist allerdings zu beachten, dass dieses «extrapolierte Standbild» rein auf den effektiven Schülerzahlen respektive bei den noch nicht eingeschulten Kindern auf den aktuellen Daten der Einwohnerkontrolle basiert. Nicht berücksichtigt sind Zu- und Wegzüge respektive Neubauten.
Gegenwärtig befinden sich in der Gemeinde aber rund 40 Wohneinheiten im Bau. Ausserdem rechnet die Gemeindebehörde aufgrund des gültigen Bauzonenplans und des Stands der Erschliessung sowie in Anbetracht der bereits hohen baulichen Dichte, des seit Jahren kaum nennenswerten Leerwohnungsbestands und der ungebrochen hohen Nachfrage nach Wohnraum mit einem Anstieg der Bevölkerungszahl von heute 1070 auf 1300 im Jahr 2040. Kommt hinzu, dass zwar wie erwähnt die gesetzlich maximal erlaubte Klassengrösse bei 25 Kindern, jedoch der übliche Planungswert und auch die aus pädagogischer Sicht optimale Grösse bei 18 Schülerinnen und Schülern liegt.

Beizug des auf Schulraumplanungen spezialisierten Ingenieurbüros Landis AG
Aus den genannten Gründen hat der Gemeinderat anlässlich seiner letzten Sitzung vom 2. März 2026 gestützt auf den hierfür durch die Winter-Gemeindeversammlung 2025 genehmigten Budgetkredit und in Übereinstimmung mit den Submissionsvorschriften das Ingenieurbüro Landis AG, Geroldswil, mit der externen Verifizierung der Schüler- und Klassenprognosen, der Überprüfung des Schulrauminventars respektive der Nutzungs- und Belegungskonzepte, der Erarbeitung von Entwicklungsszenarien für die Tagesstrukturen, insbesondere bezüglich des ebenfalls ausgelasteten betreuten Mittagstischs, der Zustandsanalyse der Mehrzweckhalle, der Ermittlung der Raumdefizite und schliesslich der Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie in Varianten zum Pauschalhonorar von 30 000 Franken beauftragt. Die Ergebnisse werden in etwa vier bis fünf Monaten erwartet, worauf der Gemeinderat wiederum die erforderlichen Massnahmen beurteilen wird.
Stromproduktion 2025 der Solaranlage auf dem Schulhausdach – Prüfung von Massnahmen zur Eigenverbrauchsoptimierung
Die Ende Juli 2023 in Betrieb genommene vollflächige Indach-Solarstromanlage auf der Südseite des sanierten Schulhausdachs umfasst 84 Module auf einer Fläche von 150 Quadratmetern und erbringt eine Leistung von 27,3 Kilowatt-Peak (kWp). Auf dem öffentlich einsehbaren Bildschirm im Foyer der Mehrzweckhalle werden die Leistungsdaten visualisiert dargestellt.

Gemäss den vorliegenden Daten produzierte die PV-Anlage 2025 insgesamt 30 045 (Vorjahr: 27 150) Kilowattstunden (kWh). Davon wurden 10 947 (10 041) kWh für den Betrieb der Schul- und Mehrzweckanlage selbst verbraucht und 19 098 (17 109) kWh an überschüssiger Energie ins Netz der AEW Energie AG rückgespiesen (per Anfang 2025 wurde die Elektra Eggenwil an die AEW Energie AG verkauft). Der Strombezug von der Elektrizitätsversorgung belief sich auf 13 509 (14 362) kWh. Der Totalverbrauch von Schulhaus und angebautem Kindergarten samt Mehrzweckhalle mit Mittagstischbetrieb im 2015 erweiterten Foyer lag folglich bei 24 456 (2024: 24 403, 2023: 26 493) kWh.
Für die im vergangenen Jahr aus der PV-Anlage ins Netz der AEW Energie AG rückgespiesenen 19 098 kWh erzielte die Gemeinde aufgrund der massgebenden Preiskomponenten der AEW (Arbeit Zonen 1 und 2 sowie Herkunftsnachweise) einen Ertrag von 1700 Franken, was einem durchschnittlichen Erlös von 9 Rappen pro kWh entsprach. Im Vorjahr 2024 wurde die Rücklieferung von 17 109 kWh noch mit 3080 Franken respektive 18 Rappen pro kWh entschädigt.
Einhergehend mit den massiv gestiegenen Strompreisen aufgrund der zuvor in dieser Grössenordnung nie dagewesenen Grosshandelspreise erreichte im Jahr 2024 die Rückliefervergütung an Produzenten von Elektrizität aus erneuerbarer Energie gemäss damaligem Tarif RL-24 der Elektra Eggenwil mit 18 Rappen exkl. MwSt pro kWh den Höchststand (2023: 12,5 Rappen/kWh, 2022: 6,5 Rappen/kWh, 2021: 6 Rappen/kWh).
Im Juni 2024 stimmte die Schweizer Bevölkerung dem Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien mit grossem Mehr zu. Die gestaffelte Umsetzung des sogenannten Mantelerlasses begann Anfang 2025 und soll in diesem Jahr abgeschlossen sein. Die neuen Bestimmungen stellen nicht nur die Energieversorgungsunternehmen vor zusätzliche Herausforderungen, sondern haben auch Konsequenzen für Besitzerinnen und Besitzer einer PV-Anlage.
Der Mantelerlass war ein wichtiger Schritt, um die Ziele der Energiestrategie 2050 des Bundes zu erreichen. Das Regelwerk garantiert aufgrund der dezentralen Stromproduktion eine sichere und nachhaltige Stromversorgung in der Schweiz. Auf der anderen Seite aber bedeutete die Annahme des neuen Energiegesetzes durch das Volk auch das Ende von Photovoltaikanlagen als Renditeobjekte: Wer selbst Strom produziert, bekommt überall in der Schweiz markant weniger Geld für die Rückspeisung überschüssiger Energie ins Netz, als dies noch 2024 der Fall war, weil der Preis nun an den Marktpreis gekoppelt ist. Um trotzdem Investitionssicherheit zu garantieren, legte der Bundesrat bei Anlagen mit einer Leistung bis 30 kWp einen schweizweit gültigen Mindestpreis von 6 Rappen pro kWh für den Strom fest, der ans Energieunternehmen verkauft wird.
Aus den genannten Gründen und in Anbetracht der Stromproduktionsdaten 2024 und 2025 der Solaranlage auf dem Schulhausdach wird die Gemeindebehörde im Hinblick auf den Budgetprozess 2027 weiterhin Massnahmen prüfen, um den Eigenverbrauch zu erhöhen und gleichzeitig Leistungsspitzen im Verbrauch zu minimieren. Genauer evaluiert werden soll auch der Aufbau und Betrieb einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG).
Erneuter Kauf von Privatwald durch die Gemeinde
Im Jahr 2011 erwarb die damalige Ortsbürgergemeinde Eggenwil, welche zu Beginn des Jahres 2022 mit der Einwohnergemeinde vereinigt wurde, von privaten Grundeigentümern vier Waldparzellen im Gebiet «Birchrai/Tuubler» mit einer Gesamtfläche von 8213 Quadratmetern zum Kaufpreis von 16 426 Franken.
Im Jahr 2014 folgte der Erwerb von zusätzlich drei Waldparzellen in den Gebieten «Birchrai/Tuubler» und «Cheserholz/Rütirebe», eine davon nebst geschlossenem Wald mit einem kleineren Anteil an Wiesland, im Halte von insgesamt 8431 Quadratmetern zum Preis von 16 862 Franken.
Letzte Woche nun hat die Gemeindebehörde auf Anfrage eines Grundeigentümers, der heuer altershalber seinen Bauernhof übergeben wird, den Kaufvertrag über zwei weitere Grundstücke in den Waldgebieten «Pflanzerholz» und «Rägelrai» mit einer Gesamtfläche von 5335 Quadratmetern zum Preis von 10 670 Franken respektive zwei Franken pro Quadratmeter analog der Konditionen bei den genannten früheren Waldkäufen abgeschlossen.
Auch die seinerzeitigen Abtretungen von Anteilen der Waldparzellen entlang der Badenerstrasse zwischen Eggenwil und Künten im Zusammenhang mit dem kantonalen Strassenbauprojekt «Künten/Eggenwil AO/IO; Ausbau K 271, Neubau Radweg R 522 inkl. Sanierung Werkanlagen» wurden im Rahmen der Schlussabrechnung im Frühling 2019 durch den Kanton mit zwei Franken pro Quadratmeter entschädigt.
Rein finanziell betrachtet sind Waldankäufe nach wie vor uninteressant. Durch den Zukauf können jedoch grössere zusammenhängende Waldflächen geschaffen werden, was eine einfachere Bewirtschaftung und bessere Sortimentierung der Holzprodukte ermöglicht. Nebst der in zunehmendem Masse erforderlichen effizienten und naturnahen Bewirtschaftung kommt dem Wald aber auch als Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen eine besondere Bedeutung zu. Alle dürfen sich im Wald – auch im Privatwald – mit der nötigen Sorgfalt frei bewegen. Damit der Wald als Erholungsraum erhalten bleibt, gilt es, ihm Sorge zu tragen. In diesem Sinne soll der Kauf von Privatwald auch dazu beitragen, dass Schutz und Nutzung des Waldes im Einklang stehen und die Lebensräume nachhaltig ihre Qualität behalten.
Geplanter Reusssteg zwischen Künten-Sulz und Fischbach-Göslikon – Brückenbauerinnen und Brückenbauer gesucht

Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrende, die zwischen den Gemeinden Künten und Fischbach-Göslikon verkehren, müssen heute einen langen Umweg in Kauf nehmen. Entweder sieben Kilometer über Stetten oder zehn Kilometer via Bremgarten. Seit über 100 Jahren besteht deshalb in Künten und Fischbach-Göslikon die Idee, die beiden Gemeinden zu verbinden. Der Reusssteg soll nun diese lange gehegte Vision wahr werden lassen. Die geplante 120 Meter lange und 1.80 Meter breite, flache Hängebrücke in der Nähe des Campingplatzes Sulz auf Küntner und des Schützenhauses auf Fischbach-Gösliker Seite verbindet längst nicht nur die beiden Eggenwiler Nachbargemeinden, sondern ebenso die Menschen in der Region. Bei Annahme des Baukredits im Juni 2026 wird der Reusssteg im Frühling 2028 eröffnet.
Im Rahmen des Jahrhundertprojekts erfolgen in Zusammenarbeit mit den kantonalen Fachstellen und den Umweltverbänden auch ökologische Aufwertungsmassnahmen. So hat Fischbach-Göslikon mit der Ortsbürgergemeinde Niederwil und der Pro Natura die Parzelle «Hoonerimoos» in Niederwil abgetauscht. In Künten wird der bestehende Weiher bei der alten ARA mit einem Kreuzkröten-Laichgewässer erweitert.
Der Bau des Reussstegs kostet 2,5 bis 3 Millionen Franken. Im Rahmen des Agglomerationsprogramms der 4. Generation wird der Bund mindestens 40 Prozent der Kosten zum Projekt beitragen. Die Gemeinden Künten und Fischbach-Göslikon finanzieren den Restbetrag zu je etwa 800 000 Franken. Durch Spenden sollen weitere 250 000 Franken zusammenkommen, ein Teil davon als Zuwendungen über die von der Raiffeisenbank Schweiz betriebene Crowdfunding-Plattform www.lokalhelden.ch/Reusssteg. Damit können Privatpersonen, Firmen oder Vereine ihre Verbundenheit mit der Region ausdrücken und das Jahrhundertprojekt massgeblich unterstützen.
mehr zum Crowdfunding: www.lokalhelden.ch/Reusssteg
zum YouTube-Video «Crowdfunding Reusssteg»
zur Berichterstattung von Bremgarter Bezirksanzeiger und Aargauer Zeitung (Nachtrag)
Regionalpolizei sorgte auch im vergangenen Jahr rund um die Uhr für Sicherheit
Die Regionalpolizei (Repol) Bremgarten ist Sicherheits-, Verkehrs- und Verwaltungspolizei. Sie ist gemäss Polizeigesetz für die gesamte polizeiliche Grundversorgung in ihrem Einzugsgebiet zuständig. Mit ihren derzeit 20 (Vorjahr: 23) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgt sie – gestützt auf den im Sommer 2006 von den Gemeindeversammlungen genehmigten Gemeindevertrag – das ganze Jahr über und rund um die Uhr für die Aufrechterhaltung der lokalen Sicherheit, Ruhe und Ordnung in den 15 Partnergemeinden mit insgesamt rund 47 000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Wie dem Rechenschaftsbericht 2025 entnommen werden kann, gewährleistete die Repol wiederum insbesondere in den Abend- und Nachtstunden eine hohe sichtbare Präsenz (uniformiert) von insgesamt 11 873 (12 644) Stunden, was einem Anteil von etwa 40 Prozent der Gesamtarbeitszeit entsprach. Die 2215 erfolgten Einsätze und Interventionen bewegten sich auf Vorjahresniveau. Die Einsätze in Zusammenhang mit Streitereien, Nachtruhestörungen und häuslicher Gewalt nahmen etwas ab und beliefen sich auf 470 (523) Einsätze.
Weiter wurden im Berichtsjahr 242 (254) Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, bei welchen insgesamt 1 134 635 (946 178) Fahrzeuge gemessen wurden. 25 142 (22 226) Fahrzeuglenker/innen überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit, was einem Anteil von 2,21 (2,38) Prozent entsprach. In 381 (290) Fällen wurde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten erstattet.
Insgesamt stellte die Repol Bremgarten im vergangenen Jahr 2750 (2746) Ordnungsbussen aus, welche sowohl den ruhenden wie auch den fliessenden Verkehr betrafen.
Die Sicherheitslage im Einzugsgebiet der Regionalpolizei war 2025 insgesamt stabil. Die Kriminalitätsentwicklung bewegte sich auf dem Niveau des Vorjahres. Nennenswerte Einbruchserien oder eine Häufung schwerwiegender Gewalt- oder Massendelikte mussten nicht verzeichnet werden. Auch ausserordentliche oder sicherheitsrelevante Ereignisse von grösserer Tragweite blieben glücklicherweise aus. Davon ausgenommen war ein einzelnes, ausserordentliches Tötungsdelikt unter Jugendlichen, das die Region stark beschäftigte. Der Fall stellte ein tragisches Einzelereignis dar und hatte keine Auswirkungen auf die allgemeine Sicherheitslage.
Im nachstehenden Teilauszug aus den polizeilichen Tätigkeiten der Repol ist die Art und Anzahl bearbeiteter Delikte und getroffener Vorkehrungen im Vergleich zum Vorjahr ersichtlich:

Der Gemeinderat dankt den Angehörigen der Repol Bremgarten erneut für ihre ausgezeichnete und äusserst wertvolle Arbeit auch zugunsten der Eggenwiler Bevölkerung.
Papier- und Kartonsammlung übermorgen Samstagvormittag, 7. März
Diesen Samstagvormittag, 7. März, führt die Volkstanzgruppe Eggenwil im Auftrag der Gemeinde wiederum eine Strassensammlung von Papier und Karton durch. Altpapier wie Zeitungen, Illustrierte, Verpackungspapier ohne Kunststoff ist zu handlichen, gut tragbaren Bündeln zu höchstens fünf Kilogramm zusammengeschnürt (nicht in Tragtaschen oder Kartonschachteln) vor 8 Uhr am Strassenrand zu deponieren. Unbeschichteter Karton wie Schachteln, Früchte-/Gemüsekartons etc. ist getrennt vom übrigen Altpapier zerlegt und gebündelt bereitzustellen. Beschichtete Papiere und Kartons (Verbundstoffe) wie beispielsweise Tetrapackungen gehören in den Kehricht. Weitere Informationen können dem jeweils allen Haushaltungen zugestellten Abfall-Kalender entnommen werden.
Bäume und Sträucher entlang von Strassen und Wegen bis spätestens Ende April zurückschneiden
Die Eigentümer von Grundstücken an öffentlichen Strassen und Wegen sind gebeten, überhängende Bäume, Hecken und Sträucher so zurückzuschneiden, dass Äste bis auf 4.50 Meter Höhe über der Fahrbahn nicht in den Strassenraum hineinragen. Dazu gehören auch Strassen und Wege, die im Eigentum Privater stehen und gestützt auf öffentliche Fuss- und/oder Fahrwegrechte dem Gemeingebrauch zugänglich sind.
Über Gehwegen hat die lichte Höhe mindestens 2.50 Meter zu betragen. Verkehrssignale, Strassenlampen und Strassenbezeichnungen dürfen nicht verdeckt und der ungehinderte Zugang zu den Hydranten, Kabelverteilkabinen der Stromversorgung, Beleuchtungskandelabern und anderen öffentlichen Anlagen muss dauernd gewährleistet sein. Im Bereich von Einmündungen, Ausfahrten und Kreuzungen sind ausserdem die gesetzlich festgelegten Sichtzonen zwingend einzuhalten.
Das Zurückschneiden hat bis spätestens Ende April zu erfolgen. Nach unbenütztem Ablauf der Frist sieht sich der Gemeinderat gezwungen, das Zurückschneiden durch das Bauamt, auf Kosten der säumigen Grundeigentümer, zu veranlassen. Die Gemeindebehörde dankt für die Unterstützung und Kooperation im Sinne der Verkehrssicherheit.
Häckseldienst am Samstagvormittag, 14. März – Anmeldung bis Donnerstag, 12. März
Das Verbrennen von Gartenabraum ist sinnlos, umweltbelastend und überdies im Siedlungsgebiet verboten. Stattdessen wird der Bevölkerung wiederum angeboten, das dornfreie Baum- und Strauchmaterial bis 10 cm Durchmesser am Samstag, 14. März, ab 8 Uhr, durch den technischen Dienst der Gemeinde häckseln zu lassen. Das Schnittmaterial ist so zu deponieren, dass mit dem Häcksler gut zugefahren werden kann. Das Häckselgut muss auf jeden Fall zurückgenommen werden, wofür genügend Behälter bereitzustellen sind. Es darf nicht der Grüngutabfuhr mitgegeben werden. Gemeinschaftliche Depots mehrerer Liegenschaften sind erwünscht. 10 Minuten reine Häckselzeit pro Liegenschaft sind gratis. Arbeiten, die 10 Minuten übersteigen, kosten pro angebrochene fünf Minuten 15 Franken. Anmeldungen nimmt die Gemeindeverwaltung gerne bis spätestens Donnerstag, 12. März, 12 Uhr, unter 056 641 90 90 oder sylvia.koch@eggenwil.ch 2026 entgegen.
Gemeinde Eggenwil – Flyer Häckseldienst vom 14.03.2026 mit Aufforderung Pflanzenrückschnitt
(Bitte beachten Sie, dass im Rahmen der Digitalisierungsstrategie grundsätzlich keine Flugblätter mehr zugestellt werden)
Forstbetrieb kann auch für private Gartenholzereien beauftragt werden
Auf Wunsch erledigt der Forstbetrieb gerne auch Gartenholzereien für Private (Fällen von Bäumen, Baumkronenschnitte und Heckenpflege). Nähere Informationen sind beim Eggenwiler Revierförster Urs Huber unter 079 241 61 40 erhältlich. Der Forstbetrieb kann auch per E-Mail über die Adresse forstbetrieb@jonen.ch kontaktiert werden.
Kostenloser Kompostbezug für die Eggenwiler Bevölkerung am Samstag, 21. März
Das in Eggenwil gesammelte Grüngut – rund 130 Tonnen im Jahr – wird der Hufschmid Grüngut-Verwertung GmbH zugeführt. Diese bietet den Eggenwiler Einwohnern wiederum an, am Samstag, 21. März, zwischen 9 und 15 Uhr, bei der Kompostieranlage Eichfeld an der Tägerigerstrasse 2 in Nesselnbach kostenlos Kompost in bester Qualität zu beziehen. Eimer, Säcke oder andere Behältnisse sind mitzubringen, Schaufeln sind vor Ort vorhanden. Kompost gibt dem Boden Nährstoffe und fördert die Bodenkultur, Bodengesundheit und Bodenstruktur. Mit dem Ausbringen des Wertstoffs im eigenen Garten schliesst sich der natürliche Kreislauf.
Einladung zum Jahreskonzert der Musikgesellschaft Eggenwil (MGE) am Samstagabend, 28. März, und Save the Date für das grosse Fest zum diesjährigen 100-jährigen Jubiläum der MGE vom Freitag und Samstag, 21. und 22. August

Am Samstag, 28. März, findet ab 20.15 Uhr im Mehrzweckgebäude das traditionelle Jahreskonzert der Musikgesellschaft Eggenwil statt. Unter der Leitung des Dirigenten Riccardo Vegezzi hat der Verein wiederum ein vielseitiges und unterhaltsames Konzertprogramm einstudiert. Unter dem Motto «Unterhaltung PUR» warten zahlreiche Überraschungen auf die Besucher. Ab 18.30 Uhr ist die warme Küche geöffnet und die Besucher sind herzlich eingeladen, den Abend mit einem feinen Nachtessen zu beginnen. Sitzplätze können auf der Website der Musikgesellschaft Eggenwil reserviert werden.
Der Gemeinderat hat die Bewilligung für die Durchführung des Einzelanlasses mit Wirtetätigkeit, die Kleinhandelsbewilligung für die Abgabe von Spirituosen sowie die Verlängerung der Öffnungszeit bis Sonntag, 29. März, 4 Uhr, erteilt. Wie bei allen grösseren Anlässen wurde die Bewilligung mit verschiedenen Auflagen bezüglich Lärm- und Brandschutz sowie der Alkohol- und Tabakwarenabgabe an Jugendliche verbunden.

Übrigens: Die Musikgesellschaft Eggenwil ist seit genau 100 Jahren ein äusserst wertvoller Bestandteil unserer Dorfkultur. Dieses besondere Jubiläum feiert der Verein mit einem grossen Fest gemeinsam mit der Bevölkerung am Freitag und Samstag, 21. und 22. August 2026. Bitte merken Sie sich das Datum vor. Sie können die Musikgesellschaft gerne auch mit einem frei wählbaren Gönnerbeitrag unterstützen und damit zu einem unvergesslichen Jubiläumsfest beitragen. Einzelheiten dazu finden sich auf der Vereinshomepage.
Gemeindekanzlei Eggenwil
Walter Bürgi
Gemeindeschreiber & Verwaltungsleiter
Eggenwil, 5. März 2026
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