Gemeindemitteilung vom 25.06.2021
Sanierung K 271 Eggenwil Innerort: Vollsperrung der Rotrainstrasse ab kommenden Montag, 28. Juni, bis Freitag, 9. Juli; «Mit Herz und Verstand» – Die Gemeinde Eggenwil verdankt und würdigt Redaktorin Erika Obrist; Pflanzerbach trat am Mittwochabend über die Ufer – Starkregen verursachte erneut grosse Schäden; Abgabe von 136 000 Franken in den Finanzausgleichsfonds im Jahr 2022
Sanierung K 271 Eggenwil Innerort: Vollsperrung der Rotrainstrasse ab kommenden Montag, 28. Juni, bis Freitag, 9. Juli
Ab kommenden Montag, 28. Juni 2021, wird die auf dem Grundstück Rotrainstrasse 11 durchgeleitete Kabelanlage der AEW Energie AG und der Elektra Eggenwil ab der neuen Mittelspannungsleitung in der Badenerstrasse K 271 zur geplanten Transformatorenstation Trottengasse mittels Spülbohrung (Horizontaltbohrtechnik) erstellt. Zu diesem Zweck muss die Rotrainstrasse im Bereich der Verzweigung mit der Trottengasse während der Zeit vom 28. Juni 2021 bis 9. Juli 2021 für den motorisierten Verkehr und den leichten Zweiradverkehr gesperrt werden.
Die Zu- und Wegfahrt zu/ab den Liegenschaften an der Rotrainstrasse und am Kuppelweg erfolgt gemäss nachstehend abrufbarem Umleitungskonzept über die provisorische Ein-/Ausfahrt ab/zur Kantonsstrasse im Bereich des Parkplatzes hinter dem Restaurant Freihof. Die Anwohner an der Trottengasse und Badenerstrasse (Ein-/Ausfahrt Tiefgarage über die Trottengasse) sind gebeten, die Zu-/Wegfahrt via Buechstrasse zu benützen. Die betroffenen Anstösser finden heute ein persönliches Informationsschreiben im Briefkasten.
Die AEW Energie AG und der Gemeinderat bitten die Anwohner und Verkehrsteilnehmenden um Nachsicht für unvermeidbare Behinderungen oder Unannehmlichkeiten und danken für das Verständnis.
«Mit Herz und Verstand» – Die Gemeinde Eggenwil verdankt und würdigt Redaktorin Erika Obrist
Nach knapp 30 Jahren als Redaktorin der Regionalzeitung Bremgarter Bezirks-Anzeiger tritt Erika Obrist Ende dieses Monats in den Ruhestand.
Die verdiente Journalistin berichtet seit fast drei Jahrzehnten jahrein, jahraus über das Geschehen in den Gemeinden der Region, sei es über politische Themen, über das Vereinsleben oder über Geschichten, die das Leben so schreibt. Vor allem bei Recherchen und Berichterstattungen über politische Inhalte, Entscheidungen und Planungen nehmen die Medien eine ausserordentlich wichtige Rolle ein. Dabei kommt gerade dem Lokaljournalismus eine grosse Bedeutung zu. Schon auf kommunaler Stufe kann es rasch einmal um Millionenbeträge gehen. Auch sonst werden auf Gemeindeebene politische Entscheidungen getroffen, von denen die Bürgerinnen und Bürger stark und direkt betroffen sind.
Damit dieses weltweit einzigartige System unserer direkten Demokratie überhaupt funktionieren kann, braucht es eine aktive, sorgfältige, ehrliche und transparente Informationspolitik seitens der Behörden. Aber ebenso entscheidend wichtig und unentbehrlich sind unabhängige Medien, die diese Informationen kritisch und frei überprüfen, verbreiten und so zu einem breiten, ausgewogenen Meinungsbildungsprozess beitragen. Und nicht zuletzt überwachen die Medien auch die Tätigkeiten der Politiker und Verwaltungen, was ebenso unabdingbar und richtig ist.
Der Bremgarter Bezirks-Anzeiger nimmt als Teil dieser Medienlandschaft seine Aufgaben seit jeher kompetent und verantwortungsvoll wahr – und das seit nunmehr 160 Jahren. Die letzten drei Jahrzehnte leistete Erika Obrist als Teil der wichtigen vierten Gewalt in unserem Land einen wesentlichen Beitrag, dies immer verlässlich und hoch professionell, immer mit Kopf, Herz und Verstand, immer solide und ausgewogen, immer nahe am Geschehen und nahe bei den Menschen und – auch wenn man sie gut kennt – stets kritisch, nie kumpelhaft, aber immer kollegial und fair. Für all das dankt die Gemeinde Eggenwil Erika Obrist von Herzen und wünscht ihr für ihren nächsten Lebensabschnitt nur das Allerbeste.
E-Paper Bremgarter Bezirks-Anzeiger vom 25.06.2021, Seite 9
Pflanzerbach trat über die Ufer – Starkregen verursachte erneut grosse Schäden
Die Region Mutschellen gehörte letzten Mittwochabend zu den meist betroffenen im Aargau, als eine Gewitterfront mit Starkregen durchs Mittelland zog. Auch in Eggenwil fiel innert Kürze derart viel Regen, sodass die Feuerwehr und das Bauamt um 21 Uhr ausrücken mussten.
Alle vier durch die Gemeinde in den Jahren 2015 bis 2019 aufgrund der kantonalen Gefahrenkarte zu Gesamtkosten von 2,24 Millionen Franken realisierten übergeordneten Hochwasserschutzmassnahmen – Vergrösserung Durchlass Kreuzweidbach Hofor, Einbau Feinrechen Durchlass Junebach Buechstrasse, Ersatz Brücke Junebach Unterdorfstrasse sowie Um- und Offenlegung mit Renaturierung Ibisguetbach – vermochten ihren Schutzzweck zu erfüllen. Beim Entlastungsbauwerk am Pflanzerbach an der Kantonsstrasse K 271 zwischen Eggenwil und Bremgarten war dies leider nur teilweise der Fall.
Nach den wiederholt massiven Überschwemmungen im Jahr 2010 realisierte der Kanton auf Antrag des Gemeinderats im Frühsommer 2013 beim Durchlass des Pflanzerbachs unter der Badenerstrasse K 271 für rund 730 000 Franken das Entlastungsbauwerk Pflanzerbach. Dieses vollumfänglich durch den Kanton Aargau finanzierte Ausserortsprojekt umfasste einen neuen, zusätzlichen Bachdurchlass mit einem Durchmesser von 2,80 Metern. Dadurch wurde die Durchflusskapazität auf 14 Kubikmeter pro Sekunde deutlich erhöht. Diese Verbesserung erreichte man auch durch die Absenkung der Sohle um rund 70 Zentimeter. So wurde der neue Durchlass zum eigentlichen Hauptgerinne. Der alte Durchlass dient als «stille Reserve» bei sehr starken Gewitterniederschlägen. Dies alles reichte am letzten Mittwochabend aber nicht, wenngleich durch die genannten Hochwasserschutzmassnahmen die Schäden im Vergleich zu den früheren Ereignissen deutlich minimiert werden konnten.
Obschon Kanton und Gemeinde die Abflussprofile bei allen Bachdurchlässen regelmässig überprüfen, unterhalten und auch am Pflanzerbach erst kürzlich Auflandungen und Ablagerungen, insbesondere vor dem Grobrechen, durch das Baudepartement prophylaktisch entfernt wurden, trat der Pflanzerbach aufgrund der Verklausung beim der Dolung vorgelagerten Rechen über das südseitige Ufer, wodurch Wasser, Schlamm und Geschiebe über die Fahrbahn der Kantonsstrasse flossen und bei der talseitig der Kantonsstrasse angrenzenden Liegenschaft Badenerstrasse 9 erneut Schäden anrichtete.
Auch die Dolung unter dem Reussuferweg konnte die Massen nicht mehr schlucken, sodass der Weg über die dortige betonierte Brücke respektive Furt wie bereits etliche Male zuvor unterspült, schliesslich weggerissen und dieses Mal gar komplett zerstört wurde. Der vom Bauamt sofort abgesperrte Weg an der Mündung zur Reuss ist einstweilen unpassierbar.
Die Sofortmassnahmen zur Behebung der Schäden wurden bereits in Absprache mit dem für Eggenwil zuständigen kantonalen Fachbereichsleiter Gewässerunterhalt eingeleitet. Zudem wird die Gemeindebehörde zusammen mit dem Kanton weitere bauliche Vorkehrungen zur nachhaltigen Hochwassersicherheit am Pflanzerbach prüfen.
Der Gemeinderat dankt der Feuerwehr, dem technischen Dienst und allen weiteren Helfern für ihren vorbildlichen Einsatz am Mittwochabend.
E-Paper Aargauer Zeitung Freiamt vom 25.06.2021, Seite 29
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Abgabe von 136 000 Franken in den Finanzausgleichsfonds im Jahr 2022
Anfang 2018 ist die vom Aargauer Stimmvolk angenommene Neuordnung des Finanzausgleichs in Kraft getreten. Nach der seither geltenden Berechnungsart mit Steuerkraftausgleich, Mindestausstattung, Bildungslastenausgleich, Soziallastenausgleich und räumlich-strukturellem Lastenausgleich beträgt die Abgabe der Gemeinde Eggenwil in den innerkantonalen Finanzausgleich für das kommende Jahr 136 000 Franken (im laufenden Jahr 135 750 Franken nach Abzug des 2021 vom Kanton letztmals entrichteten Übergangsbeitrags). Die von Eggenwil seit 2009 geleisteten Abgaben zu Gunsten anderer Gemeinden sind auf der Gemeindehomepage unter der Rubrik Zahlen und Fakten abrufbar.
Im kommenden Jahr erhalten 135 (im laufenden Jahr 2021: 139) Aargauer Gemeinden Finanzausgleichsbeiträge in der Höhe von netto rund 96 (96) Millionen Franken. Andererseits bezahlen 65 (71) Gemeinden Abgaben von rund 67 (63) Millionen Franken. Die Differenz von 29 (33) Millionen Franken geht zu Lasten des Kantons. Er finanziert diesen Beitrag aus den Steuerzuschlägen für den Finanzausgleich sowie aus einem weiteren Vermögensabbau bei der Spezialfinanzierung Finanzausgleich.
Gemeindekanzlei Eggenwil
Walter Bürgi, Gemeindeschreiber
Eggenwil, 25. Juni 2021
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